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2013 war spektakulärstes Jahr für Sachsens Bombenräumer - vier Blindgänger in Dresden

2013 war spektakulärstes Jahr für Sachsens Bombenräumer - vier Blindgänger in Dresden

Das gerade zu Ende gegangene Jahr war das bislang wohl spektakulärste in der Geschichte der sächsischen Bombenräumer seit der Wende. „Einen Fund wie den von gleich [link:700-NR_DNN_72208-1] im Wald in Rabenau bei Dresden gibt es sehr selten“, sagte Jürgen Scherf, Pressesprecher des Polizeiverwaltungsamtes, der dpa in Dresden.

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Sprengmeister Thomas Lange hatte 2013 alle Hände voll zu tun - hier im Wald bei Rabenau.

Quelle: Stephan Lohse

Auch dass, wie gerade erst im Dezember, gleich [link:700-NR_DNN_72208-2] nacheinander Menschen in der sächsischen Landeshauptstadt nach Bombenfunden ihre Wohnungen verlassen mussten, geschieht nicht oft. Insgesamt haben die dem Verwaltungsamt zugeordneten Mitarbeiter des Kampfmittelbeseitigungsdienstes 2013 nach Scherfs Angaben wohl wieder bis zu 150 Zentner Fliegerbomben unschädlich gemacht.

Auch fast sieben Jahrzente nach Ende des Zweiten Weltkriegs werden dessen Hinterlassenschaften den Kampfmittelbeseitigungsdienst voraussichtlich noch über Jahre beschäftigen; ebenso die Überbleibsel, die auf früheren Truppenübungsplätzen, in Munitionsverstecken der Deutschen Wehrmacht und anderen Orten gefunden werden. „Es gibt keine Gründe, das Gegenteil zu erwarten“, sagte Scherf.

Dass Weltkriegsmunition noch immer eine tödliche Gefahr ist, wurde erst am Freitag wieder deutlich: Bei Baggerarbeiten in einem Industriegebiet bei Bonn explodierte ein Blindgänger. Ein Baggerfahrer kam ums Leben.

Zahlen über die Funde im abgelaufenen Jahr in Sachsen liegen noch nicht vor. „Es dürfte aber ein ähnliches Ergebnis werden wie im Vorjahr“, sagte Scherf. Außer den Fliegerbomben dürften die Spezialisten seinen Angaben zufolge auch wieder tonnenweise Munition für Gewehre und Pistolen, aber auch Artilleriegeschosse unter anderem auf ehemaligen Truppenübungsplätzen geborgen haben. „2012 waren in diesen Kategorien insgesamt mehr als 150 Tonnen registriert worden“, sagte Scherf. Ebenfalls in die Zuständigkeit der Kampfmittelbeseitiger fallen Waffen, von denen 2012 mehr als 10 Tonnen in ganz Sachsen gefunden wurden.

Laut Scherf dürfte auch die Zahl der Einsätze der 21 Mitarbeiter des Kampfmittelbeseitigungsdienstes mit der von 2012 vergleichbar sein. Damals rückten die Bombenräumer mehr als 800 Mal aus. Nicht immer gelang es dabei, die gefundenen Überbleibsel des Krieges zu entschärfen. Hin und wieder müssen Fliegerbomben auch vor Ort gesprengt werden, auch wenn dies eher die Ausnahme ist. Dennoch mussten die Experten 2012 bei 12 Einsätzen zu dieser Lösung greifen.

Bei ihrer Arbeit können die Bombenräumer auf die Erkenntnisse zurückgreifen, die beim Auswerten von Luftbildern gewonnen werden. Doch weder diese noch die Berichte von Augenzeugen können vor unliebsamen Überraschungen schützen, wie der Fund von Rabenau eindrucksvoll belegte. Zwar war bekannt, dass über dem Waldgebiet zwei amerikanische Bomber zusammengestoßen und abgestürzt waren. Es war aber davon ausgegangen worden, dass sie ihre tödliche Fracht über Dresden abgeworfen hatten. Nun wird voraussichtlich in diesem Jahr der Wald noch einmal abgesucht. Die 250-Kilo-Bomben in Rabenau waren bei der Suche der Experten nach Munition einer deutschen Panzerdivision entdeckt worden.

dpa

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