Volltextsuche über das Angebot:

19 ° / 10 ° wolkig

Navigation:
Google+
190 Gramm Marihuana im Auto transportiert - Tharandter bekommt 14 Monate Haft auf Bewährung

190 Gramm Marihuana im Auto transportiert - Tharandter bekommt 14 Monate Haft auf Bewährung

Kein Kavaliersdelikt ist es, rund 190 Gramm Marihuana im Auto zu transportieren. Das bekam jetzt der Tharandter Alexander B. am Amtsgericht Döbeln zu spüren. Ein Jahr und zwei Monate Haft mit Bewährung lautete das Urteil des Schöffengerichtes unter Vorsitz von Christa Weik.

Den 30. August vergangenen Jahres wird Alexander B. so schnell nicht vergessen. Nach eigenen Angaben fuhr er auf der A4 von Chemnitz zu seinem Wohnort Tharandt zurück. Knapp 190 Gramm Marihuana hatte er im Gepäck, als ihn die Polizei bei Berbersdorf aus dem Verkehr zog. "Er ist uns durch seine nervöse Fahrweise aufgefallen, hat unter anderem falsch geblinkt", sagte Kriminalhauptkommissar Toralf D. am Amtsgericht Döbeln als Zeuge aus. Dort musste sich Alexander B. Wegen des Besitzes einer nicht geringen Menge Rauschgiftes verantworten, weil Berbersdorf im Gerichtsbezirk des Döbelner Amtsgerichtes liegt.

Bei dem Tatvorwurf handelt es sich um ein Verbrechen. Darauf steht mindestens ein Jahr Gefängnis. Hauptkommissar D. von der Kriminalpolizei-Inspektion Chemnitz kontrollierte an diesem Tag Fahrzeuge auf der Autobahn und war im zivilen Streifenwagen unterwegs. Dem Drogenchauffeur B. legten die Beamten nach der Kontrolle Handschellen an und fuhren mit ihm zunächst zur Dienststelle und danach zu seiner Wohnung in Tharandt. "Er übergab uns ein Behältnis aus dem Schaukelstuhl. In einer Aktentasche fanden wir ein weiteres", sagt Kripo-Mann Toralf D. Die Beamten stellten in der Stadt an der Wilden Weißeritz weitere knapp 28 Gramm Gras sicher. "Ich habe das Zeug in Chemnitz für 1500 Euro gekauft, wollte es bunkern", sagte der Angeklagte, der die Tatvorwürfe einräumte. "Ich dachte, es ist doch eigentlich straffrei. Aber das ist es natürlich nicht", sagte der studierte Forstwirt. Er kiffe seit Jahren unregelmäßig, vor allem wenn er keine Aufträge und damit Freizeit habe.

Obwohl sich der Angeklagte geständig einließ, nicht vorbestraft ist und auch nicht unter dem Einfluss des Rauschmittels Auto fuhr, forderte die Staatsanwaltschaft anderthalb Jahre Haft mit Bewährung. Zudem solle der Angeklagte 1500 Euro an die Staatskasse zahlen.

Alexander B.'s Rechtsanwältin Mandy Schützel sah das anders und nahm einen minder schweren Fall an - die einzige Möglichkeit, für ihren Mandanten eine Haftstrafe von weniger als einem Jahr herauszuschinden. "Schließlich ist durch meinen Mandanten niemand zu Schaden gekommen", sagte die Advokatin.

Allerdings betrug der Wirkstoffgehalt des Cannabis in B.'s Auto und Wohnung knapp 25 Gramm. "Das ist das Dreieinhalbfache der Menge, die als gering gilt", sagte Richterin Weik, als sie das Urteil des Schöffengerichtes begründete. "Außerdem sind Sie süchtig. Das ist behandlungsbedürftig." Drei Jahre dauert Alexander B.'s Bewährungszeit. Zudem muss er 2000 Euro an die Suchtberatung der Diakonie Döbeln zahlen. "Das ist eine ganz wichtige Stelle in der Region Döbeln", so die Richterin. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 28.06.2013

Dirk Wurzel

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Region News

Ob zur Entspannung, in der Mittagspause oder zum Spaß mit Freunden. Auf unserer Spieleseite können Sie wählen zwischen Denksport-, Geschicklichkeits-, Such- und Sportspiele. Jetzt gratis spielen im Spieleportal von DNN.de! mehr

18.10.2017 - 10:17 Uhr

Für einen guten Zweck versteigert Dynamo fünf Trikots mit dem Slogan Love Dynamo Hate Racism 

mehr