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15 000 Bäume in Dresden-Dölzschen wollen Wald werden

15 000 Bäume in Dresden-Dölzschen wollen Wald werden

Das nötigt Respekt ab: Nicht der Endspurt auf die letzten Weihnachtsgeschenke, die Suche nach einem Tannenbaum oder die Vorbereitungen auf den Gänsebraten bewegen die Gemüter der freiwilligen Helfer, die es am letzten Tag vor Heiligabend nach Dresden-Dölzschen getrieben hat.

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Studentin Melanie Sterz packt mit an, damit hier ein 15 Hektar großer Wald entsteht. Fernziel ist, dass daraus ein richtiges Naturschutzgebiet wird.

Quelle: Peter Weckbrodt

Zweckmäßig gekleidet gegen die Sturmböen pflanzen sie an der Landstraße nach Pesterwitz auf einer Brachfläche an der Grenze zwischen Dresden und Freital junge Traubeneichen, Hainbuchen und Winterlinden.

Bis Mitte Januar sollen über 15 000 kleine Bäume gepflanzt sein. "Ich habe über Weihnachten Urlaub, nehme mir aber heute gern die Zeit für diese Baumpflanzaktion. Die Natur soll den ihr zustehenden Raum, ihren Platz in unserer Gesellschaft haben, hier und heute kann ich konkret dafür was tun", nennt die Studentin Melanie Sterz aus Dresden ihre Motive.

Mehr als ein Drittel der Jungpflanzen sind seit einigen Tagen in die Erde gebracht worden. "Wir haben alle benötigten Pflanzen bereits hier. Eigentlich wollten wir die Pflanzaktion schon im November durchführen. Wegen der großen Herbsttrockenheit ging dies aber nicht", erläutert Karl-Hartmut Müller, Vorstandsmitglied des Naturschutzbund Deutschland, Naturbewahrung Dresden e. V. , die aktuelle Situation.

Wo jetzt mittels Bagger und Kipperfahrzeugen noch letzte Reste von einst riesigen Bauschuttbergen zum Recycling abgefahren werden, stand bis zur Wende eine Schweinemast-Großanlage mit insgesamt 21 Ställen, sechs weiteren Gebäuden nebst drei Wiegehäuschen und einem 20 Meter hohen Schornstein auf einem acht Hektar großen Gelände. Mit dem Bau der Südumfahrung Dresdens durch die A 17 war es der Stadt, dem Verein und dem Landesamt für Straßenbau und Verkehr gelungen, den Abbruch der Mastanlage mit ihren versiegelten Flächen und die nachfolgende Renaturierung als Ausgleichs- und Ersatzmaßnahme vertraglich zu binden. (DNN berichteten).

Völlig problemfrei verläuft dieser Umwandlungsprozess für die Nabu-Gruppe allerdings nicht. Von Beginn an entstehen dem Verein zusätzliche Aufwendungen durch das wilde Entsorgen von Müll jeder Größenordnung. Die Dreistigkeit macht die Helfer sprachlos: Durch Aushang suchte das Umweltamt im Herbst Zeugen von Vandalismus am abgestellten Bagger, von Müllablagerungen mit Hängerzug und schwerem Lkw. Das Abladen von Müllsäcken aus früh morgens kurz anhaltenden Pkw sei ein weiteres ständiges Übel, so Müller. Ein zweites naturnahes Problem sei der Appetit von Rehen auf Jungpflanzen. Diese müssten noch über Jahre hinweg durch zusätzliche Umzäunungen geschützt werden. Der vorhandene große Außenzaun erwies sich als nicht ausreichend.

Erklärtes Vereinsziel ist, einen insgesamt 15 Hektar großen Naturwald vor der Stadtgrenze von Dresden zu schaffen. Er soll mit dem ebenfalls in Vereinseigentum befindlichen Hangwald über dem Plauenschen Grund vereint und dann als über 15 Hektar großes Areal zum Naturschutzgebiet deklariert werden.

www.naturbewahrung-dresden.de

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 29.12.2014

Peter Weckbrodt

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