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125 000 Euro gespendet – Bismarckturm-Treppe kann gebaut werden

Radebeul 125 000 Euro gespendet – Bismarckturm-Treppe kann gebaut werden

Der Radebeuler Bismarckturm soll ein Aussichtsturm werden. Inzwischen hat der Radebeuler Verein für Denkmalpflege und neues Bauen hat genug Geld eingeworben, um mit dem Treppenausbau zu beginnen. Damit das Projekt vollständig verwirklicht werden kann, fehlt aber noch einiges.

Vom Bismarckturm eröffnet sich der Blick weit ins Elbtal.

Quelle: Uwe Hofmann

Radebeul. „Jetzt ist es soweit: die Baugenehmigung zum Treppeneinbau im Bismarckturm liegt vor!“, sagt Jens Baumann, Vorsitzender des Vereins für Denkmalpflege und neues Bauen. Der Radebeuler Verein bemüht sich inzwischen seit fast zehn Jahren, den weithin sichtbaren Bismarckturm zu einem Aussichtsturm auszubauen. Inzwischen habe der Verein über die Stufen- und Podestpatenschaften 125 000 Euro eingesammelt, sagt Baumann, der für die CDU auch im Radebeuler Stadtrat sitzt. Bisher habe man für 40 der insgesamt 83 Stufen, die die Lebensjahre von Namensgeber Otto von Bismarck symbolisieren, einen Paten gefunden. „Damit sind wir jetzt in der Lage, die Treppe, den Treppenbelag, die Beschriftung und weitere Gewerke auszuschreiben, ebenso sind die Planungsleistungen gesichert“, teilt Baumann mit. Die Ausschreibung und den Bau wird die Stadt realisieren, die auch Eigentümer der 1907 errichteten Bismarcksäule ist. Die Kosten trägt der Verein.

Das Bismarckturm-Projekt macht allerdings mehr aus als den bloßen Einbau einer Treppe in eine hohle Säule. Um den Ausblick genießen zu können, benötigt man zudem eine Plattform am oberen Ende der Treppe, außerdem will der Denkmalverein im Bismarckturm selbst über die Geschichte des Ehrenmals informieren und vor allem alte Ansichten zum Vergleich mit dem gegenwärtigen Ausblick bieten, um so die Veränderungen in Landschaft und Stadtbild zu veranschaulichen. Zudem soll eine Videoinstallation den Blick von der Turmspitze ins Innere projizieren, damit auch Menschen, die schlecht zu Fuß sind, die Panoramansicht genießen können. Für die Plattform und die Videotechnik werden noch Gelder benötigt, weshalb weitere Spender sowie Stufen- und Podestpaten willkommen seien, wie Baumann sagt. Beispiel gebend könnte eine Reihe von Radebeuler Handwerksunternehmen sein, die insgesamt 10 000 Euro für ein gemeinsames „Handerker-Podest“ zusammengelegt haben. Das wäre auch für andere Berufsgruppen, etwa ortsansässige Ärzte, „eine schöne Variante“ meint Baumann und kündigt Aktivitäten in diese Richtung an. Außerdem hat der Fremdenverkehrsverein über eine Weinedition insgesamt 3500 Euro gesammelt.

Wie viel Geld insgesamt noch benötigt wird, ist offen. Kosten von 250 000 Euro, die zwischenzeitlich mal geschätzt wurden, hält der Denkmalverein inzwischen für überzogen. Letztlich hängt alles von den Preisen ab, die bei den Abschreibungen herauskommen, weshalb der Verein jetzt auch die Kostenberechnungen an die Stadt und damit in eine Hand übergeben hat.

Um weitere Unterstützer für das Projekt zu finden, wollen Stadt und Denkmalverein, voraussichtlich im April ein Mustermodell im Turm zeigen. Das hänge aber vom Verlauf der entsprechenden Ausschreibungen ab. Im Sommer oder Herbst soll dann der Einbau der Treppen beginnen. Damit stehen die Aussichten gut, dass der Aussichtsturm zu einem passenden Jubiläum fertig wird. Schließlich feiert man 2017 das 110-jährige Bestehen der Bismarcksäule. 2018 jährt sich der Todestag Bismarcks zum 120. Mal.

Über den Ausbau der Bismarcksäule zu einem Aussichtstum wird schon lange diskutiert. Bereits 1913 – sechs Jahre nach Erbauung – scheiterte ein erster Versuch, weil das Geld fehlte. In jüngerer Vergangenheit wird seit Ende der 90er Jahre wieder über die Idee diskutiert. 2007 zählte der Denkmalverein 1000 Menschen, die eine für drei Wochen erbaute Holzplattform am Bismarckturm erklommen, um von dort aus auch den seltenen Blick über das Moritzburger Hochland zu genießen. Richtig ins Rollen gekommen ist das Projekt 2012, als der Verein drei Entwürfe für einen Treppeneinbau präsentierte und damit eine öffentliche Debatte entfachte.

Interessierte können sich unter www.bismarckturm-radebeul.de informieren. Spenden an: Spendenkonto: Sparkasse Meißen; Empfänger: Spende Bismarckturm; BIC: SOLADES1MEI; IBAN: DE42 8505 5000 0500 1197 83

Von Uwe Hofmann

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