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110 PS unter der Magnesiumhaut – Racetech Racing Team testet in Freital

110 PS unter der Magnesiumhaut – Racetech Racing Team testet in Freital

210 Kilogramm schwer, eine einzigartige Haut aus Magnesium, 110 PS, auf 130 km/h Spitzengeschwindigkeit gedrosselt – aber am Freitagvormittag lies sich das Elektro-Rennauto „RTo8“ nur mit purer Muskelkraft bewegen.

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Der technische Leiter des Racetech Racing Teams, Philipp Kalanku.

Quelle: Franziska Schmieder

„Eine Platine stürzt immer ab“, berichtet Philipp Kalanku, der technische Leiter des Racetech Racing Teams der Bergakademie Freiberg. Er und 49 weitere Studenten haben den Rennwagen konstruiert, gebaut und sind damit auch schon gefahren.

Die Studenten und ihr Auto nehmen an der Formula Student mit mehreren Rennwochenenden auf der ganzen Welt teil. Zuletzt erlangte der RTo8 auf dem Hockenheimring den Sportsmanship Award, aber auch da bewegte sich das Auto aufgrund technischer Schwierigkeiten keinen Meter. „Es handelt sich bei dem Wagen ja um einen Prototyp und im Team sind auch unerfahrene Leute“, erklärt Kalanku. Da kommen Fehler immer mal vor und besonders wenn es sich um elektronische Macken handelt, seien diese nicht ohne weiteres zu erkennen.

Ohnehin geht es beim Racetech Racing Team und der Formula Student nicht vordergründig ums Fahren. Der komplett eigenständige Verein konstruiert und baut jedes Jahr einen Rennwagen, „einen Prototypen für eine fiktive Produktion von 1000 Stück“, beschreibt Kalanku das Ziel des Wettbewerbs. Dabei meistern die Studenten neben der technischen und fahrerischen Komponente auch Management, Organisation, Öffentlichkeitsarbeit, Sponsorenakquise und sie achten auf die Kosteneffizienz. „Was man dabei lernt, bekommt man in der Industrie nie wieder“, weiß der technische Leiter.

Da lohne es sich auch, das Studium ein wenig zu vernachlässigen. Die Teammitglieder stemmen die gesamte Saison in ihrer Freizeit. Finanziert wird der Rennwagen – die Kosten für den Prototyp liegen im sechsstelligen Bereich – vor allem durch Sponsoren, die auch spezielle Teile fertigen und liefern. Montiert wird dann alles an der TU Freiberg. „Das klingt wie Lego, funktioniert aber nie“, sagt Kalanku schmunzelnd. Deshalb war auch keiner der bisherigen acht Rennwagen des Vereins zur jährlichen Fahrzeugpräsentation Ende Mai fahrbereit.

Der RTo8 ist, abgesehen vom Vorführeffekt für die Presse am Freitag, bereits drei Tage in dieser Woche über die Teststrecke in Freital gesaust. Die Studenten arbeiten eifrig am Problem mit der Platine, schließlich geht es am Sonnabend auf nach Österreich zum Wettbewerb „Formula Students Austria“. Dort erhofft sich Kalanku neben den bisher immer sehr guten Bewertungen in statischen Disziplinen (Konstruktion, Finanzplanung etc.) endlich wieder eine Teilnahme an den Rennen – auch wenn das Fahren nicht alles ist.

Franziska Schmieder

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