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1000 Jahre Bier in Sachsen

1000 Jahre Bier in Sachsen

Meißen. Schloss Albrechtsburg wird Hopfengarten. Zumindest in einem kleinen Teil. Acht Holzstangen sind seit gestern im Burghof des Meißner Schlosses zu sehen, an denen sich in den kommenden Monaten Hopfenpflanzen ranken sollen.

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Der Coswiger Landwirt Matthias Grosser bringt eine der Hopfenpflanzen im Burghof der Albrechtsburg in die Erde.

Quelle: Uwe Hofmann

Für den gärtnerischen Seitensprung im Weinbaugebiet ist eine neue Sonderausstellung Ursache, die im nächsten Jahr auf die Ersterwähnung von Bier in Sachsen aufmerksam machen will. Für das Jahr 1015 beschreibe der Chronist Dietmar von Merseburg, wie bei der Verteidigung der Meißner Burg von den Angreifern ein Brand entfacht wird, den die Verteidiger mit Bier löschten, wie Schlossleiter Uwe Michel berichtet. Außerdem sei das 555-jährige Bestehen der Meißner Schwerter-Brauerei Anlass für die Schau, die durchaus bundesweit einen Nerv treffen könnte - und einen Ausblick gibt. Denn 2016 wird das Deutsche Reinheitsgebot - das unter Brauern und Bierfreunden als die Erfolgsformel hiesiger Brauerzeugnisse gilt - 500 Jahre alt.

Um die Ausstellung zusammenzustellen, hat sich die Albrechtsburg einen Fachmann geholt - Andreas Girbig. Er hat die Schwerter-Brauerei nach der Wende geführt und mit dem Umzug an den heutigen modernen Standort als Privatbrauerei bewahrt. Er habe schon Kontakte zum Deutschen Museum in München und anderen Einrichtungen hergestellt, die einen Teil der Ausstellungsstücke liefern sollen. Exponate aus dem Umland sollen die regionale Braugeschichte widerspiegeln. Erinnert werden soll an alte Zeiten, als die Menschen mit einer Biersuppe zum Frühstück in den Tag starteten, weil das Gebräu auch wegen der keimtötenden Wirkung des Hopfens der Gesundheit zuträglicher war als so manches Brunnenwasser. "Bierbrauen war damals Frauensache", gibt Kurator Girbig Einblick in Themen der Schau. Erst mit dem Aufkommen der Klosterkultur hätten "Mönche die Zeit gehabt, die Brauerei zu kultivieren", wie er sagt. Natürlich gehört auch Spektakel zur Sonderschau, etwa das Schaubrauen, bei dem auf dem Burghof vor aller Augen im Kessel gerührt wird. Wenn alles klappt, soll dabei auch der auf der Albrechtsburg geerntete Hopfen in den Sud kommen. Braugerste und Brauweizen sollen ebenfalls im nächsten Jahr in den Burghof gepflanzt werden.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 26.04.2014

Uwe Hofmann

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