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1000 Asylsuchende im Kreis Meißen erwartet

Lage in Niederau entspannt 1000 Asylsuchende im Kreis Meißen erwartet

Der Landkreis Meißen bereitet sich auf die Unterbringung von weiteren Asylbewerbern vor: „Bis Jahresende werden etwa 2400 Asylsuchende im Landkreis Meißen leben“, sagte Kerstin Thöns, Sprecherin des Landratsamtes, auf DNN-Anfrage.

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Quelle: DRK

Meißen. Der Landkreis Meißen bereitet sich auf die Unterbringung von weiteren Asylbewerbern vor: „Bis Jahresende werden etwa 2400 Asylsuchende im Landkreis Meißen leben“, sagte Kerstin Thöns, Sprecherin des Landratsamtes, auf DNN-Anfrage. Im Moment seien es 1230. „Es werden also noch etwa 1000 Menschen kommen“, so die Sprecherin. Um die Flüchtlinge alle unterzubringen, haben die Kreisräte jetzt über eine ganze Reihe neuer Standorte entschieden. Unterdessen hat sich die Lage rund um den ehemaligen Real-Markt in Niederau, der 500 Flüchtlingen Asyl bieten soll, wieder beruhigt. Auf dem Gelände des ehemaligen Einkaufsmarktes hatte es am vergangenen Wochenende Randale gegeben (DNN berichteten).

Hunderte Flüchtlinge sollen am kommenden Wochenende in einen ehemaligen Supermarkt in Niederau bei Meißen einziehen. Das Gebäude biete zunächst für bis zu 500 Asylsuchende Platz, teilte die Landesdirektion Sachsen mit.

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Zu den neuen Unterkünften, über die der Kreistag jetzt entschieden hat, gehört das Waldhotel Weinböhla. Hier sollen Kerstin Thöns zufolge 200 Asylbewerber unterkommen. Sowohl in Klipphausen als auch in Lommatzsch und Moritzburg sind Gemeinschaftsunterkünfte vorgesehen, die jeweils 100 Asylsuchenden Platz bieten sollen. Auch im ehemaligen Kinderkurheim Volkersdorf sollen Flüchtlinge vorübergehend leben. Vor drei Jahren haben sich dort die letzten weißrussischen Kinder erholt. Ursprünglich wollte man das Heim abreißen. Was Volkersdorf betrifft, seien allerdings noch Absprachen mit der Stadt Dresden notwendig, betonte die Sprecherin.

Als neue Unterkunft für Asylbewerber stellt sich das Landratsamt auch den noch zu DDR-Zeiten gebauten Produktions- und Bürokomplex im Coswiger Ortsteil Neusörnewitz vor. In dem ehemaligen Keramikbetrieb am Prasseweg sollen 250 Flüchtlinge Platz finden. Die desolate Immobilie muss aber noch renoviert werden.
Ursprünglich sollten auch die beiden Sporthallen der Beruflichen Schulzentren (BSZ) in Meißen und Riesa als Reserveunterkünfte für Asylbewerber dienen. Davon ist jetzt keine Rede mehr. Unterdessen hat sich die Situation in Niederau wieder entspannt. Dort hatten in der Nacht zum Sonnabend laut Polizei etwa 200, zum Teil alkoholisierte Personen versucht, den Zaun des Flüchtlingslagers umzuwerfen und zudem Helfer des Technischen Hilfswerks attackiert.

Niederaus Bürgermeister Steffen Sang (parteilos) hat sich ein Bild von der Lage in der Erstaufnahmeeinrichtung gemacht. „Immer mehr Familien mit Kindern kommen hierher“, sagt der 52-Jährige. 500 Flüchtlingen soll der ehemalige Einkaufsmarkt bekanntlich Platz bieten. „360 Asylbewerber sind bis Montag Abend eingetroffen, drei Busse mit jeweils etwa 50 Menschen wurden noch erwartet“, berichtet Sang. Der überwiegende Teil der Flüchtlinge stamme aus Syrien, viele auch aus Afghanistan, einige wenige aus dem Irak und Pakistan.

„Aus Gesprächen mit den Niederauern wissen wir, dass sich die Leute vor allem wegen des Schulweges für die Oberschüler Sorgen machen, der direkt am Real-Markt vorbei dreieinhalb Kilometer nach Weinböhla führt“, berichtet Sang. Man wolle versuchen, insbesondere in der dunklen Jahreszeit Präsenz zu zeigen, beispielsweise an den Bushaltestellen Ein-Euro-Jobber als Patrouille einsetzen.

Katrin Richter

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