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100 Jahre Wols - Kupferstich-Kabinett Dresden zeigt Fotografien

100 Jahre Wols - Kupferstich-Kabinett Dresden zeigt Fotografien

Geburtstag des Künstlers Wols (1913-1951) gibt das Dresdner Kupferstich-Kabinett erstmals Einblick in den weltweit größten Bestand an fotografischen Arbeiten des Wegbereiters der informellen Kunst.

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Ebenfalls Teil der Ausstellung „Wols Photograph. Der gerettete Blick“: das Foto „Ohne Titel [Le Pavillon de la Suisse - Drahtfigurine], 1937".

Quelle: Staatliche Kunstsammlungen Dresden

Zum 100. Unter dem Titel „Wols Photograph. Der gerettete Blick“ (17. Mai bis 26. August) sind rund 740 Werke, darunter Modern Prints, Kontaktabzüge und rare Vintage Prints zu sehen, die Wols eigenhändig abgezogen hat. „Das ermöglicht eine ganz neue Sicht auf das, was er gemacht hat, wie er gearbeitet, wie er Motive durchdekliniert, Menschen in immer wieder anderen Momenten und Posen gesehen hat“, sagte Direktor Bernhard Maaz.

Für die Schau wurde sein Nachlass mit Hilfe der Krupp-Stiftung gründlich erforscht. Den Nachlass konnte das Dresdner Kabinett nach der Wende von Wols’ Schwester erwerben. Er umfasst mehr als 1000 Abzüge von Wolfgang Schulze, der sich ab 1937 Wols nannte. Bei der Erforschung auch der Korrespondenz gelangen weitreichende neue Einsichten, mit denen Schau und Katalog vom „Mythos Wols“ abrücken. „Wir zeigen, wie viel facettenreicher sein Werk war, wie differenziert er gearbeitet hat, wie bestimmte Motive in viel größerer Anzahl vorhanden sind und verschiedene Sichtweisen bestehen“, sagte Maaz.

Das Publikum kann dabei auch unbekannte Teile dieses wichtigen Werkes kennenlernen, das Wols in der kurzen Zeitspanne von 1932 bis 1939 schuf. „Die Fülle und Breite seines fotografischen Oeuvres war bisher unbekannt, viele Motive tauchen erstmals auf“, sagte Maaz. Die Schau soll auch an weiteren Lebensstationen des Künstlers - 2014 in Berlin und danach in Paris - gezeigt werden. Die Kunsthalle Bremen ehrt Wols derzeit mit einer Retrospektive, auch das Museum Wiesbaden plant im Herbst eine Schau.

Wols war ein Wegbreiter des Informel - eine Richtung abstrakter Kunst in den europäischen Nachkriegsjahren. Er wurde in Berlin geboren, wuchs ab 1919 in Dresden auf. Die Familie pflegte Kontakte zu Otto Dix und Conrad Felixmüller. 1932 dann zog Schulz nach Paris, wo er Hans Arp, Jean-Paul Sartre und Alberto Giacometti begegnete, von 1933 bis 1935 lebte er in Spanien. Dort kamen Zeichnungen und Aquarelle zu seinem fotografischen Werk. Nur vier Jahre nach seiner Einzelausstellung mit Ölbildern, die ihn bekanntmachte, starb er mit 38 Jahren an einer Lebensmittelvergiftung.

Simona Block, dpa

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