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Viva España: Trends für den Reisesommer 2017

Tourismus Viva España: Trends für den Reisesommer 2017

Die Reiseveranstalter haben ihre Programme für den Sommer 2017 vorgestellt. Vor allem in Spanien, Italien und Griechenland bauen sie ihre Angebote aus. Das ist auch nötig - denn ob die Türkei eine Renaissance erleben wird, ist derzeit noch völlig offen.

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Auf der Fernstrecke setzen die Reiseveranstalter im kommenden Jahr auf Nordamerika - inklusive Kanada mit seiner rauen Natur, wie hier in Ontario. Foto: CTC

Hannover. Mallorca ist die Lieblingsinsel der Deutschen - und im Sommer 2017 dürfte das umso mehr gelten. Angesichts der touristischen Flaute in der Türkei setzen die Veranstalter auf das Motto: Viva España! Die Trends im Überblick:

Spanien wird der Renner der Saison - und deutlich teurer

Die Sehnsucht nach Sonne bleibt - und so erhöhen die Veranstalter in Spanien die Hotelkapazitäten, wo es nur geht. Allein auf den Kanaren bietet Tui rund 20 Prozent mehr Hotels an. Die Insel El Hierro steht erstmals im Programm. Bei Thomas Cook Signature kommen auf Mallorca 15 Häuser hinzu. Neckermann hat nun auch die Costa de Almería im Angebot. FTI hat 75 neue Hotels aufgenommen, bei Alltours sind es 100. Die Preise für Spanien-Urlaub steigen kräftig: Tui nennt für die Kanaren ein Plus von 1,5, für das spanische Festland von 2 und für die Balearen von 3 Prozent. Thomas Cook gibt das Plus für Mallorca mit 4 Prozent an, für die Kanaren mit 7. Bei Alltours sind es 2 bis 2,7 Prozent.

Im Krisenland Türkei sinken die Preise

Bei Tui wird Türkei-Urlaub im Schnitt fünf Prozent günstiger, bei Thomas Cook und Neckermann um acht Prozent. FTI spricht sogar von einem zweistelligen Minus. Qualitativ hochwertige Hotels für wenig Geld: Das ist das Verkaufsargument für die Türkei. Ob das Land zurückkommt, ist laut Tui-Deutschland-Chef Sebastian Ebel derzeit aber schwer zu beurteilen. Die Veranstalter planen die Flugkapazitäten flexibel, das Hotelangebot wurde nicht reduziert.

Sichere Badeziele von Portugal bis Griechenland boomen

Die Urlaubsklassiker rund um das Mittelmeer und in Westeuropa sind - neben Deutschland - auch 2017 wieder gefragte Reiseziele. Tui bietet 40 Prozent mehr Hotels auf Kreta, Rhodos und Kos. In Italien haben gleich 1000 neue Hotels den Weg in die Tui-Buchungssysteme gefunden.

Thomas Cook bietet ebenfalls mehr Auswahl in Italien und Griechenland, ebenso wie in Portugal, Kroatien und Bulgarien. Die Insel Porto Santo bei Madeira ist neu im Programm, Flugpauschalreisen gibt es jetzt auch an die Adria und nach Comiso auf Sizilien. Auf Porto Santo setzt auch DER Touristik und verdoppelt dort das Angebot. Neu ist Kalabrien in Süditalien, als Badeurlaub bei Jahn Reisen und ITS oder als Studienreise bei Dertour. Mehr Angebote für Pauschalreisen gibt es bei DER Touristik ebenfalls in Kroatien. Schauinsland Reisen hat Malta und Gozo in die Kataloge aufgenommen.

In den als sicher geltenden Ländern müssen Urlauber ebenfalls mit leicht steigenden Preisen rechnen. Das Plus für Griechenland und Bulgarien geben Thomas Cook und Neckermann zum Beispiel mit vier Prozent an. "Die Gewinner-Destinationen aus 2016 werden im kommenden Jahr teurer", resümiert Ralph Schiller von FTI.

Ägypten hofft wieder auf mehr Gäste

Erholt sich das Land am Roten Meer? "Die Buchungen für Ägypten zeigen, dass das Land wieder mehr Urlauber anzieht", sagt Schiller. FTI hat sein Flugangebot in Richtung Ägypten für den Sommer 2017 sogar verdoppelt. Die anderen Veranstalter sind etwas zurückhaltender. Urlauber dürfen sich jedenfalls über tendenziell weiter leicht sinkende Preise freuen. Für Tunesien gibt es kleine Hoffnungsschimmer: So hat Tui für den Sommer wieder zwei Vollcharter-Flüge auf die Ferieninsel Djerba aufgelegt.

Ausbau in Nordamerika trotz Trump

Donald Trump wird Präsident der USA - ob sich das auf USA-Reisen auswirkt, wird sich zeigen. An mangelnden Urlaubsangeboten werden sie nicht scheitern: Tui hat 200 Hotels und 30 Rundreisen neu im Programm, Alaska und Yukon ergänzen das Angebot. Bei Thomas Cook sind 216 von 664 Hotels neu im Nordamerika-Programm. Dertour setzt vor allem auf Kanada, das 2017 seinen 150. Geburtstag feiert.

Und wo geht es sonst auf der Fernstrecke hin? Die Veranstalter rechnen in der Karibik und im Indischen Ozean mit steigenden Urlauberzahlen. Schnäppchen machen Urlauber vor allem in Südafrika, wo die Preise tendenziell sinken - dem Wechselkurs sei Dank.

dpa

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