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Neue Düsseldorfer Tabelle und Änderung Unterhaltsvorschussgesetz zum 1.1.2017

Anzeige Neue Düsseldorfer Tabelle und Änderung Unterhaltsvorschussgesetz zum 1.1.2017

2.3 Millionen Kinder in Deutschland wachsen bei lediglich einem Elternteil auf. Eine Frage, die sich vielen in diesem Zusammenhang immer wieder stellt, ist: Wie muss auch der andere Elternteil zum Unterhalt des Kindes beitragen?

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Quelle: Stockfotos-MG/Fotolia.com

Dresden. 2.3 Millionen Kinder in Deutschland wachsen bei lediglich einem Elternteil auf. Eine Frage, die sich vielen in diesem Zusammenhang immer wieder stellt, ist: Wie muss auch der andere Elternteil zum Unterhalt des Kindes beitragen?

Grundsätzlich sind beide Eltern dem Kind gegenüber unterhaltspflichtig. Bei minderjährigen Kindern, deren Eltern getrennt leben, erfüllt in der Regel ein Elternteil seine Unterhaltspflicht allein durch die Betreuung und Erziehung des Kindes. Der andere Elternteil muss Barunterhalt leisten. Zur Ermittlung des Unterhaltsanspruchs des minderjährigen Kindes wird zunächst das Einkommen des barunterhaltspflichtigen Elternteils ermittelt und je nach Höhe in 10 Einkommensgruppen eingestuft. Mit Hilfe der Düsseldorfer Tabelle wird sodann in Abhängigkeit des Alters des Kindes der zu zahlende Kindesunterhaltsbetrag festgestellt. Diese Beträge steigen zum 1. Januar 2017. Der Mindestunterhalt, der bei einem Einkommen des Unterhaltspflichtigen von bis zu 1500 Euro zu zahlen ist, beträgt dann für Kinder bis zur Vollendung des 6. Lebensjahres 342 Euro statt bisher 335 Euro, für Kinder bis zur Vollendung des 12. Lebensjahres gibt es 393 Euro statt bisher 384 Euro und für Kinder vom 13. Lebensjahr bis zur Volljährigkeit sind 460 Euro statt bisher 450 Euro fällig.

Der Mindestbedarf für volljährige Kinder steigt von bisher 516 Euro auf dann 527 Euro. Die Erhöhung des Mindestunterhalts führt darüber hinaus auch zur Anhebung der Sätze der weiteren Einkommensgruppen. Im Übrigen ergeben sich keine Änderungen, auch der dem Unterhaltspflichtigen zu belassende Selbstbehalt wird nicht erhöht. Dieser beträgt gegenüber minderjährigen Kindern damit auch nach der Erhöhung des Unterhalts 1080 Euro. Die vorgenannten Beträge entsprechen nicht dem tatsächlich zu zahlendem Unterhalt, denn dem barunterhaltspflichtigen Elternteil kommt das hälftige Kindergeld zugute, welches grundsätzlich derjenige bezieht, der das Kind überwiegend betreut. Der Gesetzgeber hat für 2017 eine Erhöhung des Kindergeldes angekündigt. Danach soll für ein erstes und zweites Kind künftig 192 Euro gezahlt werden, für ein drittes Kind 198 Euro sowie für das vierte und jedes weitere Kind 223 Euro. Eine Entscheidung hierüber soll im Dezember 2016 getroffen werden.

Katrin Pursian-Woorth

Katrin Pursian-Woorth

Quelle: Kanzlei

Nach einer Studie der Bertelsmann-Stiftung („Alleinerziehende unter Druck“, nachzulesen unter www.bertelsmann-stiftung.de) erhält die Hälfte aller Alleinerziehenden überhaupt keinen Unterhalt für Ihre Kinder. Weitere 25 Prozent bekommen lediglich unregelmäßig oder weniger als den Mindestunterhalt. Zahlt der unterhaltspflichtige Elternteil nachweislich nicht oder kann er aufgrund seiner Einkommensverhältnisse keinen Barunterhalt leisten, können Alleinerziehende den sogenannten Unterhaltsvorschuss beim Jugendamt beantragen. Dieser beträgt derzeit 145 Euro bis zum Alter von 5 Jahren und 190 Euro im Alter von 6 bis 12 Jahren. Bezogen werden kann der Unterhaltsvorschuss bislang maximal 6 Jahre und nur für Kinder bis zum Alter von 12 Jahren. Auch bezüglich des Unterhaltsvorschusses ist nun eine Änderung zum 1. Januar 2017 geplant. Unterhaltsvorschuss soll künftig bis zur Volljährigkeit der Kinder gezahlt werden. Auch eine maximale Bezugsdauer soll es nicht mehr geben. Die Zahlbeträge steigen auf 152 bzw. 203 Euro.

Gern stehen wir Ihnen im Bedarfsfall für eine Beratung zur Unterhaltspflicht oder zur Durchsetzung von Unterhaltsansprüchen zur Verfügung.

RAin Katrin Pursian-Woorth

Fachanwältin für Familienrecht

Anwaltskanzlei Meyer-Götz, Oertel & Kollegen

Königstr. 5 a, 01097 Dresden

Tel.: 0351/808180

Fax: 0351/8081820

info@meyer-goetz-oertel.de

www.meyer-goetz-oertel.de

Von Rechtsanwältin Katrin Pursian-Woorth

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