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Haften trotz beschränkter Haftung

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Siemens, Deutsche Bank und Volkswagen sind nur einige große Unternehmen, durch die auch die persönliche Haftung der Unternehmensvertreter, Geschäftsführer und Vorstände, ins Rampenlicht gerät.

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Quelle: victorptorres/fotolia.com

Gerichtliche Verfahren, in denen Geschäftsführer persönlich in Anspruch genommen werden, nehmen zu. Die Rechtsprechung diesbezüglich ist strenger bzw. die Entlastungsmöglichkeiten für Geschäftsführer sind schwieriger geworden. Umso wichtiger ist es als Geschäftsführer entsprechende Vorsorge zu treffen.
Insbesondere die sog. Beweislastumkehr ist für den Geschäftsführer entscheidend im Hinblick auf die eigene Vorsorge: Kann die Gesellschaft einen Schaden und die Möglichkeit einer Pflichtwidrigkeit des Geschäftsführers nachweisen, muss der Geschäftsführer beweisen, dass seine Entscheidungen mit der erforderlichen Sorgfalt getroffen wurden, ihn kein Verschulden trifft und sein Tun nicht zu dem behaupteten Schaden geführt haben. Insofern wird allein dem Geschäftsführer die eigene Entlastung aufgebürdet.
Maßstab für eine Haftung des Geschäftsführers ist die Sorgfalt eines ordentlichen Geschäftsmannes. Eine Pflichtverletzung bei unternehmerischen Entscheidungen scheidet aber aus, wenn der Geschäftsführer diese auf der Grundlage angemessenere Informationen und Risikoabwägung getroffen hat und zwar frei von sachfremden Interessen bzw. Einflüssen. Insofern soll dem Geschäftsführer der notwendige Handlungsspielraum für die Unternehmensführung verbleiben. Die Anforderungen für die Darlegung und den Nachweis der „vernünftigen“ Unternehmensentscheidung sind jedoch hoch. Umso entscheidender ist es für Geschäftsführer, entsprechende unternehmerische Entscheidungen sorgfältig zu dokumentieren und sich gegebenenfalls durch Gesellschafterbeschlüsse abzusichern. Die fehlende Dokumentation durch einen Geschäftsführer ist keine Pflichtverletzung per se, erschwert aber den Nachweis des eigenen pflichtgemäßen Handelns erheblich. Wie sichere ich mich als Geschäftsführer daher bestmöglich ab?

VON RA DR. MARY LACHMANN, LL.M.

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