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Die Bachelorarbeit anpacken - in sechs Phasen zum Abschluss

Hochschulen Die Bachelorarbeit anpacken - in sechs Phasen zum Abschluss

Das Grundstudium abschließen: Bei vielen Studenten sorgt die Bachelorarbeit für Bauchschmerzen. Viele schieben das Thema lange vor sich her. Dabei ist eine frühzeitige Planung das A und O.

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Damit Studenten die Bachelorarbeit so entspannt wie möglich über die Bühne bekommen, ist eine gute Organisation im Vorfeld wichtig. Dazu gehört, bereits ein Semester vor dem Abschluss einen ersten Zeitplan aufzustellen.

Quelle: Monique Wüstenhagen

Münster (dpa/tmn)- Plötzlich ist sie da. Erfolgreich hat man den Gedanken an sie Semester für Semester verdrängt. Und jetzt? Wie soll man den Brocken anpacken? Wichtig ist ein realistischer Zeitplan. Diese sechs Phasen helfen dabei.

1. Phase - Organisation: Mit der Organisation sollte man sich spätestens ein Semester vor der geplanten Arbeit beschäftigen. Wann muss ich meine Arbeit anmelden, welche Prüfungen muss ich vorher bestanden haben, und wie viele Betreuer korrigieren meine Arbeit? Die Anforderungen unterscheiden sich von Fakultät zu Fakultät, festgelegt sind sie in der Prüfungsordnung. Hat man alle wichtigen Informationen zusammen, sollte man sich einen Zeitplan mit Meilensteinen erstellen, rät Ute-Regina Roeder, Psychologiedozentin der Universität Münster.

2. Phase - Themensuche: Steht die Organisation, muss ein Thema her. Und zwar spätestens Ende der Ferien, die vor dem Abschlusssemester liegen. "Man sollte sich kein Thema vom Professor aufschwatzen lassen", sagt Roeder. Nur wenn einen das Thema interessiert, kommt die Motivation. Wenn man noch keine Idee hat, geht man bei der Suche am besten systematisch vor. Zu Anfang hilft die Frage: Welcher Themenbereich aus meinen Studium interessiert mich besonders? Danach schaut man, welche Professoren in diesem Bereich lehren und was sie dazu veröffentlicht haben. Oft kann eine Bachelorarbeit zum Forschungsschwerpunkt eines Professors beitragen. 

3. Phase - Recherche und Eingrenzung: Nun beginnt die schwierigste Phase. Das Thema muss konkretisiert werden. Studienberaterin Cordula Meier von der Heinrich-Heine-Universität in Düsseldorf empfiehlt ihren Studenten das Thema nach vier Fragen auszuwählen: Was will ich in meiner Bachelorarbeit untersuchen? Mit welcher theoretischen Grundlage oder mit welchen Modellen werde ich arbeiten? Mit welchen Methoden untersuche ich meinen Untersuchungsgegenstand? Welche Erkenntnis über mein Thema strebe ich an?

Zu dieser Phase gehört die erste Recherche. Welche Werke kommen für meine Arbeit infrage? Viele Studenten machen den Fehler und konzentrieren sich nur auf Bücher, obwohl aktuelle Spitzenforschung in vielen Disziplinen in Fachjournals veröffentlicht wird. Hier lohnt sich ein Blick abseits der Bibliotheksschätze, rät von Gerret von Nordheim. Er lehrt Wissenschaftliches Arbeiten an der Technischen Universität Dortmund. 

4. Phase - Festlegung: Steht die konkrete Fragestellung und die Vorrecherche, muss die Arbeit angemeldet werden. Das macht man gemeinsam mit dem Betreuer. "Es kommt immer gut an, wenn man dem Betreuer einen genauen Zeitplan vorlegt", rät Ute-Regina Roeder. Dieser sollte detailreicher sein, als die Meilensteinplanung aus der ersten Phase. "Dazu zäumt man das Pferd am besten von hinten auf." Hier beginnt man mit dem Abgabezeitpunkt, der Phase der Korrektur und Fertigstellung, die Zeit zum Schreiben der einzelnen Kapitel und der intensiven Literaturrecherche oder Datenerhebung.

5. Phase - Schreiben der Bachelorarbeit: Jetzt fängt die heiße Phase im Abschlusssemester an. Damit das Schreiben leichter fällt, kann man sich einen potenziellen Leser vorstellen, rät Cordula Meier. Dieser ist nicht der Betreuer, der in dem Gebiet ein Experte ist. Beim Schreiben beginnt man mit dem Hauptteil. Die Einleitung, in der man seine Methode und das Vorgehen vorstellt, wird erst zum Schluss geschrieben. Genauso wie das Fazit.

6. Phase - Fertigstellung: Nun ist das meiste geschafft. Aber auch für diese Phase sollte man einen zeitlichen Puffer einplanen. Die Arbeit sollte nun von zwei Personen gegengelesen werden. Roeder empfiehlt eine externe Person, die nur Rechtschreibfehler korrigiert, und eine Person, die sich auch mit dem Inhalt auskennt.

dpa

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