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Diskretion auf der Bürotoilette: Smalltalk-Tipps

Arbeit Diskretion auf der Bürotoilette: Smalltalk-Tipps

In der Bar oder in der Halbzeitpause beim Fußballspiel: Smalltalk auf der Herrentoilette ist für viele Männer normal. Doch gilt das auch am Arbeitsplatz? Zurückhaltung kann jedenfalls nicht schaden.

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Wer den Gang zur Bürotoilette für einen Smalltalk nutzen will, sollte ein paar Etiketten-Regeln beachten.

Quelle: David Ebener

Bielefeld. Auf der Toilette am Arbeitsplatz ist im Zweifelsfall etwas mehr Diskretion besser als zu wenig. Speziell im Herrenklo ist es nicht immer leicht, sich angemessen zu verhalten: Ist Smalltalk in Ordnung oder Schweigen Pflicht? Rainer Wälde, Vorsitzender des Deutschen Knigge-Rats, hat einige Empfehlungen:

Kollegen einschätzen: Ist der Arbeitskollege eher introvertiert oder redselig? Das sollte man nicht ignorieren, rät Wälde. "Im Zweifel grüßt man kurz und fragt, wie es geht." Reagiert der andere wortkarg oder sogar demonstrativ kurz angebunden, ist das Gespräch damit beendet. Steigt er darauf ein, ist Smalltalk okay.

Signale deuten: In der Herrentoilette steht man oft nahe nebeneinander. "Wir sprechen hier von der intimen Distanzzone", sagt Wälde. Entsprechend sollte man Signale sehr sensibel deuten. Stellt sich ein Kollege bewusst etwas entfernt hin, sei das ein Zeichen, dass er nicht an Smalltalk interessiert ist. Das gilt auch, wenn jemand in die Kabine verschwindet. "Tür zu, heißt Ruhe", betont der Knigge-Experte. Über die Kabinentür sollte man keinesfalls ein Gespräch starten.

Gespräch abwürgen: Natürlich kann es sein, dass man selbst ungern in der Toilette Gespräche führt. Doch wie vermittelt man das elegant dem Kollegen? "Bei beruflichen Themen empfiehlt sich, kurz zu sagen: "Lass uns das draußen besprechen."", sagt Wälde. Ansonsten hilft Wortkargheit. "Ein kurz angebundenes "Hm" als Antwort ist ein klares Signal, dass auch der Gegenüber versteht."

Hierarchie beachten: Es kommt vor, dass man in der Herrentoilette neben seinem Vorgesetzten steht. Mehr als ein kurzer Gruß ist in dem Fall nicht angemessen, findet Wälde. "Danach entscheidet der Chef, ob er das Gespräch aufnimmt." Wer von alleine losplaudert, geht das Risiko ein, sich unbeliebt zu machen. "Das kann man dem Vorgesetzten auch nicht krummnehmen."

dpa

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