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Abschalten von der Arbeit

Arbeit Abschalten von der Arbeit

Gedanken an ihre Arbeit verfolgen viele Menschen auch in ihrer Freizeit. Wie blendet man diese aus? Eine Psychologin gibt Tipps zum richtigen Abschalten vom Berufsstress.

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Wer in der Freizeit oft die Arbeit im Kopf hat, sollte sich einfach auf das konzentrieren, was er gerade macht - etwa ein Buch lesen.

Quelle: Jan Woitas

Freudenberg. Um am Feierabend von der Arbeit abzuschalten, sind feste Abläufe hilfreich. Das können kleine Bewegungen wie das Heranrücken des Bürostuhls an den Schreibtisch sein, erklärt die Psychologin Juliane Dreisbach.

Für den Beschäftigten ist das ein bewusstes, einstudiertes Zeichen, dass die Arbeit nun vorbei ist und anderes ansteht: "Das ist ein Ritual, das den Übergang markiert."

Dennoch kann es sein, dass einen Gedanken an die Arbeit auch in der Freizeit einholen. "Das sind Automatismen", erklärt Dreisbach. Kommen die Gedanken, muss man bewusst "Stopp" sagen - "ruhig auch laut", rät die Expertin. Dann muss man seinem Gehirn eine neue Aufgabe geben, über die es nachdenken kann. Eine einfache Lösung ist: Wieder auf das konzentrieren, was man gerade macht. Das kann die Buchlektüre sein oder auch der nächste Schlag auf dem Golfplatz. "Es geht darum, sich ganz bewusst auf das Jetzt zu konzentrieren."

Je nach Lebensrhythmus haben Menschen mal mehr und mal weniger Spielraum, um sich von der Arbeit und anderen Pflichten - wie etwa Kinder hüten - kleine Freiräume zu schaufeln. "Dennoch kann man sich eine Balance schaffen", sagt Dreisbach. Rituale helfen auch hier. So kann man an festen Tagen mit Freunden Kaffee trinken gehen oder allein ein gutes Buch lesen. Sich die Freiräume auf Dauer einzuräumen, sei eine Frage der Motivation und Disziplin.

Wer sich nicht zu seinem Feel-Good-Ritual motivieren kann, sollte das Kopfkino anwerfen: Man sollte ein Bild davon entwickeln, wie es ist, wenn man etwas geschafft hat, erläutert Dreisbach. Wie lecker ist der Kaffee? Wie entspannt ist man beim Buchlesen? Wer so ein Ziel vor Augen hat, kann seine Lustlosigkeit leichter überwinden. Diese Art von Kopfkino ist auch hilfreich, um herauszufinden, wie man sich im Alltag am liebsten entspannen möchte. Manche sehnen sich dann nach Stille und wollen in Ruhe im Garten sitzen - andere wollen Action und erholen sich beim Mountainbiken im Wald.

dpa

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