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Warum regelmäßige Entspannung so wichtig ist

Stress und Wellness Warum regelmäßige Entspannung so wichtig ist

Wie finde ich heraus, was mir gut tut, und was die richtige Anwendung für mich ist? Und warum sollte überhaupt jeder regelmäßig seine persönliche Art von Wellness praktizieren? Sie erhalten einen Überblick über die positiven Effekte von Wellness und verschiedene Arten, sich zu entspannen.

Quelle: ©frankie’s fotolia.de (#91409567)

Wellness – das Wort klingt bereits so, wie es sich anfühlt. Es fließt dahin, streichelt das Ohr sanft und kribbelt ein wenig. Es fühlt sich an wie ein flauschiges Handtuch, riecht beruhigend, frisch, aber unaufdringlich. Es ist warm und unaufgeregt, trotzdem kribbelig und vermittelt Geborgenheit.

Stress hingegen ist gehetzt, unruhig, gedrängt. Er kommt ohne Einladung und überfällt den Menschen mit Deadlines, die in der Vergangenheit liegen, innerer Unruhe und dem Gefühl, nicht nachzukommen. Vor dem Gestressten türmt sich ein Berg voller Aufgaben, die erledigt werden wollen, die Aufmerksamkeit verlangen, die er nicht geben kann, sodass er gar nicht weiß, wo er anfangen soll. Wem dieses Gefühl gerade näher liegt als das der flauschig, weichen Decke, die mit Geborgenheit einhüllt und Zufriedenheit bringt, der braucht eine Auszeit.

Eine Auszeit und Entspannung sieht für jeden anders aus. So unterschiedlich wie jeder einzelne, ist der persönliche Ruhepol. Für manche ist es ein Tag mit der Familie, für andere ist es eine schweißtreibende Session im Fitness-Studio, für andere wiederum ein gutes Essen. Dabei ist es nicht wichtig, wie die Entspannung kommt, sondern dass sie kommt – und zwar rechtzeitig.

Eine Auszeit und Entspannung sieht für jeden anders aus. So unterschiedlich wie jeder Einzelne, ist auch der persönliche Ruhepol. Für manche ist es ein Tag mit der Familie, für andere ist es eine schweißtreibende Session im Fitness-Studio, für andere wiederum ein gutes Essen. Dabei ist es nicht wichtig, wie die Entspannung kommt, sondern dass sie kommt – und zwar rechtzeitig.

Denn ebenso, wie es verschieden Arten zu entspannen gibt, gibt es auch verschiedene Arten von Stress. Die hauptsächliche Unterteilung wird in Distress und Eustress unternommen. Zunächst ist die Stress-Reaktion des Körpers etwas Positives. Auch Vorfreude versetzt den Körper in eine Art Stresszustand – hier jedoch in einem guten Sinne. Kribbeln, Aufregung, ein leicht erhöhter Puls, das sind die Merkmale von positivem Stress. Negative Dinge können das ebenfalls hervorrufen: Diese Alarmbereitschaft sorgt zumindest kurzfristig dafür, dass der Körper leistungsfähiger ist. Der Kopf ist durch das ausgeschüttete Adrenalin hellwach, die Muskeln bereit Leistung zu bringen und der Körper angespannt.

Negativer Stress und die Folgen

Eustress verwandelt sich erst dann in Distress, wenn der Druck nicht abflaut. Dann wird der positive Stress zum negativen Stress. Wird die Ursache dann nicht abgeschaltet, bleibt die Alarmbereitschaft - dieser Dauerstress wiederum führt zu Burnout, Depressionen und negativen Gefühlen. Der Gestresste schläft schlecht, fühlt eine innere Unruhe und ist anfälliger für Krankheiten. Spätestens zu diesem Zeitpunkt gilt es, die Reißleine zu ziehen.

Dem Stress entgehen

Wenn der Stress nie abflaut und der Druck ständig bestehen bleibt, führt das zu negativem Stress. Auf Dauer kann das zu ernsthaften Problemen wie Burnout oder Depressionen führen.

Quelle: ©WavebreakmediaMicro fotolia.de (#105325369)

Je nachdem, wie sich die Stressursache gestaltet, sollte diese auf Dauer abgestellt werden. Das ist nicht immer möglich, aber manche Umstrukturierung kann schon Großes bewirken. Für manche Betroffene lohnt es sich, einen Therapeuten aufzusuchen. Der kann mit Rat und Tat zur Seite stehen und besonders, wenn sich die Stressursache nicht abschalten lässt, eventuell die Einstellung verändern und neue Blickwinkel bieten. Geht der Stress beispielsweise aus dem Familienleben hervor, ist die Option „die Familie verlassen und alleine leben“ nicht die wahre Lösung. Besonders in diesen Fällen kann eine Therapie dabei unterstützen, was wirklich das Problem ist und einen Weg aufzeigen, wie künftig ein entspannteres Zusammenleben möglich ist.

Abschalten – mit der eigenen Wellness-Methode

Dennoch: die eigentliche Idee ist, es eben nicht so weit kommen zu lassen. Besser ist es, von vornherein Auszeiten einzubauen, die ein wirkliches Abschalten und Runterkommen möglich machen. Wie eingangs erwähnt, gibt es dafür vielfältige Ansätze, je nach Vorliebe und Leidenschaft. Ein Adrenalin-Junkie findet seine Auszeit vermutlich eher beim Sport, als bei entspannenden Bädern. Der gemütlichere Typ wird wohl einen Tag im SPA vorziehen, als sich draußen abzustrampeln. Auch Massagen, die wohl weitverbreitet als Entspannungsmethode angesehen werden, entfalten nicht bei jedem seine Wirkung. Menschen, die fremde Berührungen scheuen, wären hier entsprechend falsch aufgehoben.

Es ist also wichtig, dass jeder seine individuelle Methode zum Abschalten findet – Aber wo beginnen? Zunächst einmal gibt es die großen Felder, die für viele Menschen Entspannung bedeuten. So gibt es beispielsweise klassische Wellness-Anwendungen, wie die bereits erwähnten Massagen oder Saunagänge – wer nicht weiß ob ihm das zusagt, der kann die Aktivitäten einmal ausprobieren und weiß hinterher in jedem Fall mehr. Aber nicht immer ist Zeit, um den ganzen Tag in der Sauna zu verbringen oder einen Wellness-Tempel aufzusuchen. Deswegen müssen zwischendurch Techniken gefunden werden, die für Entspannung sorgen.

ASMR und andere leise Methoden

Musik ist beispielsweise für viele Menschen ein Mittel, um abzuschalten: laut und schnell zum Abreagieren, leise, ruhige Klänge zur Entspannung. Ebenfalls über das Audio-Empfinden funktioniert ASMR: eine relativ neue Methode. Nicht jeder ist dafür empfänglich, einige jedoch fühlen sich von den sanften Alltagsklängen, wie das Bürsten der Haare, sanftes Klappern auf Dosen, Plastik oder Ähnlichem angesprochen. Das Phänomen ist bisher nicht vollständig geklärt, hat aber bereits vielen Gestressten nach eigenen Angaben zu besserem Schlaf verholfen. Beschrieben wird es als Prickeln im Kopf, ein wohliges Gefühl, das sich vom Hinterkopf über den ganzen Körper ausbreitet und schließlich zu Entspannung führt.

Am intensivsten erklingt der Sound, der von den Künstlern oftmals mit binauralen Mikrofonen aufgenommen wird (PDF mit 1,23MB) übrigens mit Kopfhörern. So kann jeder individuell feststellen, ob er für die sanften Geräusche empfänglich ist und sie für Entspannung sorgen.

Regelmäßigkeit: Der feste Termin mit sich selbst

Auch Sport sorgt bei vielen Menschen für Entspannung und bringt den wichtigen Ausgleich. Besonders für die, die den ganzen Tag im Büro sitzen, bedeutet joggen gehen, rauszukommen, etwas anderes zu sehen und mit der Bewegung einen Kontrast zum Alltag zu schaffen. Aber auch andere Sportarten, wie Fußball, Tennis, Reiten sind dafür geeignet – am besten funktioniert es, wenn es Spaß macht. Das wichtigste: Regelmäßigkeit . Wenn nur alle zwei Wochen einmal Zeit für den Sport gefunden wird, tritt der langfristige Effekt nicht ein.

Joggen als Ausgleich

Eine beliebte Methode um abzuschalten: Joggen. Für viele Menschen bedeutet der Ausdauer-Sport, mit freiem Kopf vom Treck zurück zu kehren. Außerdem bietet die Bewegung einen Kontrast zu sitzenden Tätigkeiten, die zu den meisten Bürojobs gehören.

Quelle: ©skeeze pixabay.com (CC0 1.0)

Sinnvoll ist es, sich dafür eine feste Zeit einzuräumen, zu der nichts anderes geplant wird. Das sollte dann entsprechend nicht als weiterer Termin gesehen werden, sondern als die „Zeit für mich“. Heißt: Die Freizeit passt sich dem Rhythmus an, der ihr vorgegeben wird und soll kein lästiger Termin sein. Nur wer das ebenfalls so sieht und diese Art von Termin entsprechend schätzen kann, kommt entspannter zurück.

Auf diese Weise kann jeder individuell zu seiner Entspannungsmethode kommen. Langfristig hilft gegen Stress nämlich nur das regelmäßige Nehmen von Auszeiten. Regelmäßiger Sport oder eine halbe Stunde Ruhe am Tag, ohne Telefon oder Störung, können dabei schon viel bewirken. Auf diese Weise wird der Alltag entschleunigt und eine Art Wellness für jeden Tag geschaffen. Der Kopf kann abschalten und das Stresslevel wirksam senken – das beugt negativem Dauerstress vor und gibt Kraft für das, was kommt.

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