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Mehr Syphilis-Fälle in Sachsen innerhalb eines Jahres - Freistaat unter Bundesniveau

Mehr Syphilis-Fälle in Sachsen innerhalb eines Jahres - Freistaat unter Bundesniveau

Die Zahl der Syphilis-Infektionen in Sachsen ist im vergangenen Jahr leicht gestiegen, lag aber noch unter dem Bundesschnitt. In elf Bundesländern registrierte das Robert Koch-Institut (RKI) einen Anstieg der Fallzahlen.

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Ein Kondom schützt vor vielen Infektionskrankheiten.

Quelle: Peter Endig

Während bundesweit im vergangenen Jahr durchschnittlich 4,5 Infektionen auf 100.000 Einwohner kamen, waren es in Sachsen 3,45 (2010: 2,60). Das berichtete das RKI am Montag in seinem aktuellen Epidemiologischen Bulletin.

Die Syphilis ist tückisch: Die heute heilbare Krankheit verläuft in mehreren Schüben. Nach einer Infektion treten im Genitalbereich zuerst kleine, schmerzlose Geschwüre auf. Erst im zweiten Schub, neun

bis zehn Wochen nach der Ansteckung, wird ein Hautausschlag sichtbar, rote Flecken bedecken den Körper. Der Erreger greift nach Jahren Knochen, Gelenke und Organe an, es kann zu Lähmungen kommen. Dringt das Bakterium ins Gehirn vor, folgen häufig Geisteskrankheiten.

In Deutschland ist die Zahl der Syphilis-Infektionen im vergangenen Jahr um gut ein Fünftel auf knapp 3700 gestiegen. Der Trend zu sinkenden Syphilis-Meldungen habe sich damit umgekehrt. Mehrheitlich seien homosexuelle Männer in Großstädten betroffen, auch unter heterosexuellen Männern und Frauen sei die Krankheit aber keine Seltenheit, heißt es in dem Bericht. Die Zahl infizierter Männer stieg mit 23 Prozent stärker als die der Frauen (13 Prozent).

Die höchsten Raten wurden in den Stadtstaaten gemeldet: In Berlin kamen auf 100.000 Einwohner 18 Infektionen, in Hamburg 13,3 und Bremen 7,9.

Von 2004 bis 2008 hatten die Werte bundesweit stagniert und waren 2009 und 2010 gesunken. Dieser Trend hat sich laut RKI nun gewendet. Die Infektionszahlen haben demnach wieder das Niveau von 1986 erreicht.

dpa

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