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Deutschland im Schönheitswahn

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Wir kennen das Phänomen bereits aus den USA. Und wie so vieles vorher, schwappt auch der Schönheitswahn immer mehr nach Deutschland über. Allein im Jahr 2009 zählten die in der Gesellschaft für Ästhetische Chirurgie Deutschland vereinigten Ärzte ca. 175.000 Botoxbehandlungen. Etwa 75 % der Patienten für die Behandlung mit dem bekanntem Nervengift sind hierbei Frauen.

Doch der Anteil an Männern, die sich einer medizinischen Schönheitsmaßnahme unterziehen, nimmt seit einigen Jahren deutlich zu. Bei den Männern steht allerdings eher das Thema Fettabsaugung und Lasertherapie hoch im Kurs. Besonders die Fettabsaugung ist ein Thema für sich; die Mediziner schwören hierbei eher auf wenig invasive Methoden. Welche das sind und was die medizinischen Schönheitsarchitekten noch so in der Hinterhand haben,  das sind die zentralen Fragen.

Fettabsaugen und seine Alternativen

Die Fettabsaugung ist der bekannteste Eingriff im Bereich der Schönheitschirurgie. Interessanterweise bestreiten die meisten „Verdächtigen“ Eingriffe dieser Art und ziehen die Behandlungsmethode ins Lächerliche - und trotzdem verdienen sich die Ärzte eine goldene Nase daran. Natürlich ist die Fettabsaugung aber kein effektives Mittel zur Gewichtsreduktion. Man kann dadurch zwar das eine oder andere Pölsterchen los werden, doch wenn man wirklich mit massiven Gewichtsproblemen zu kämpfen hat, sind andere Methoden mit einer deutlich natürlicher wirkenden Gewichtsreduktionsrate eher anzuraten.

Eine dieser Methoden ist der Magenballon. Eigentlich war er als vorbereitende Maßnahme für die Fettabsaugung gedacht, wenn der Patient ein zu hohes Gewicht aufwies, um überhaupt operiert werden zu können. Da ein Eingriff unter solchen Bedingungen zu hohe Risiken fordert, hat man sich den Magenballon ausgedacht. Er wird recht einfach über den Mund platziert und mit einer ungiftigen Flüssigkeit gefüllt. Dadurch, dass der Magenballon einen gewissen Raum im Magen einnimmt, benötigt man weniger Nahrungszufuhr, bis sich der Sättigungseffekt einstellt.

Leider kann der Magenballon nicht ewig getragen werden, deswegen wurde er lange Zeit nur als vorbereitende Maßnahme für den eigentlichen Eingriff verwendet, etwa für Fettabsaugung, Magenband und in ganz kritischen Fällen auch für die Magenverkleinerung. Jede dieser Methoden birgt Risiken, wobei der Magenballon noch das Harmloseste ist.

Mediziner wie etwa jene der Medical One Schönheitsklinik schwören seit einiger Zeit jedoch auf eine patientenschonendere Behandlung. Hier wird der Magenballon, der bequem 12 Monate getragen werden kann, in Kombination mit einer ausgiebigen Ernährungs- und Bewegungstherapie verordnet. Auf lange Sicht gesehen ist diese Variante deutlich schonender für den Körper und für das Portemonnaie. Eine Fettabsaugung bewegt sich preislich zwischen 1.500 und 6.000 Euro. Eine ähnliche Preisspanne findet sich bei der Magenballontherapie – mit dem deutlichen Unterschied, dass unter Umständen eine Nachbehandlung erforderlich werden kann.

Was gibt es noch so auf dem Schönheitsmarkt?

Im Grunde gibt es alles, was das Herz begehrt bzw. was man am Körper ändern möchte. Angefangen mit einer Haartransplantation, über Brustvergrößerung oder –verkleinerung, bis hin zur Intimzonenchirurgie wie etwa der operativen Penisvergrößerung. Das Thema Schönheitschirurgie wird in aller Regelmäßigkeit in Talkshows und Boulevardmagazinen eingehend behandelt, vorgefertigte Meinungen sind hier oft an der Tagesordnung.

Der Fantasie sind generell aber keine Grenzen gesetzt. Tatsächlich ist eher das Budget erschöpft als die entsprechende Fantasie dahinter, nicht umsonst gelten Schönheitschirurgen, besonders in den USA, zu den bestverdienenden Ärzten der Branche.

Natürlich sollte man eine solche Entscheidung niemals leichtfertig treffen. Ob eine Schönheitsbehandlung notwendig oder anzuraten ist, kann nur ein entsprechend geschulter Mediziner entscheiden. Um sich aber immer ganz sicher zu sein, ob der beratende Arzt aus der Schönheitsbranche auch wirklich ehrlich zu Ihnen war, sollten Sie sich nicht nur von einem Mediziner beraten lassen, sondern von Ihrem Recht auf eine zweite Meinung Gebrauch machen. Hier gilt ganz besonders: „Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser!“

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