Volltextsuche über das Angebot:

2 ° / -6 ° wolkig

Navigation:
Google+
Atemnot und Ausschlag: Rotwein kann unverträglich sein

Gesundheit Atemnot und Ausschlag: Rotwein kann unverträglich sein

Nicht jeder verträgt Rotwein gut. Kopfschmerzen sind dann noch das kleinste Übel. Auch Atemnot ist möglich. Eine Allergie gegen Rotwein im Allgemeinen gibt es aber nicht - es kommt auf die Details an.

Voriger Artikel
Spritzentechnik und mehr: Tipps für den Alltag mit Diabetes
Nächster Artikel
Autogenes Training: Das hilft gegen leichten Tremor

Manche Menschen bekommen von Rotwein Rötungen auf der Haut, Juckreiz, Kopfschmerzen oder Magen-Darm-Beschwerden. Schuld daran kann der Stoff Histamin sein. Foto: Franziska Gabbert

Mönchengladbach. Manche Menschen vertragen Rotwein nicht gut. Sie bekommen nicht etwa einen dicken Schädel, sondern Pusteln auf der Haut. Schuld daran kann der Stoff

Histamin sein.

"Großflächige Rötungen auf der Haut sind ein typisches Anzeichen.", sagt Sonja Lämmel vom Deutschen Allergie- und Asthmabund. Juckreiz, Kopfschmerzen und Magen-Darm-Beschwerden können ebenfalls Symptome sein.

Nicht jeder Rotwein enthält die gleiche Menge Histamin. Der Gehalt kann von Sorte zu Sorte unterschiedlich sein. Auch Lebensmittel wie Hartkäse oder geräucherter Fisch können viel Histamin enthalten. Bei Wein erfolgen die Reaktionen aber schneller, sagt Lämmel. Dafür sorge die Tatsache, dass Wein flüssig ist und Alkohol enthält. "Der Alkohol steigert die Durchblutung, der Stoff wird schneller aufgenommen."

Lämmel betont: Es kommt auf die Stoffe an, die im Wein sind. Per se kann man nicht gegen Rotwein allergisch sein. Weine können zum Beispiel mit Hühnereiweiß oder Proteinen aus Fischblasen geklärt worden sein. "Auch deren Rückstände können Reaktionen auslösen", sagt Lämmel. Enthält ein Wein Produkte aus Milch oder Ei, muss das auf dem Etikett kenntlich gemacht sein.

Das gilt auch für Sulfite ab einer bestimmten Menge: Sie können bei Allergikern Hustenanfälle und Atemnot auslösen, erklärt Lämmel. Dass manche Rotweine nach dem Genuss für einen dicken Schädel sorgen, kann an enthaltenen Tanninen liegen. "Manche Menschen bekommen davon dann Kopfschmerzen." Das sei aber von Mensch zu Mensch verschieden.

Doch was hilft gegen die Symptome? Eigentlich nur eines: einen anderen Wein ausprobieren. Es komme auf die Traube und den Prozess der Herstellung an, sagt Lämmel. Wer auf Histamin empfindlich reagiert, kann alternativ zu Weißweinen greifen. Diese enthalten laut der Deutschen Weinakademie erheblich weniger Histamin als Rotweine.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Gesundheit
  • Onlineabo

    "DNN-Exklusiv" heißt das Online-Premiumangebot der Dresdner Neuesten Nachrichten, dass Sie überall und rund um die Uhr nutzen können - zu... mehr

  • E-Paper
    E-Paper

    Mit unserem E-Paper-Abo können Sie die DNN in digitaler Form täglich im Original-Layout im Web oder auf Ihrem Tablet lesen. mehr

  • Magicpaper
    Magicpaper

    Wenn Sie an Beiträgen in der gedruckten DNN das Handy-Symbol entdecken, stehen ab sofort mithilfe der Magicpaper App zusätzliche digitale Inhalte f... mehr