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Winterquartier für Kübelpflanzen in Gärtnereien

Freizeit Winterquartier für Kübelpflanzen in Gärtnereien

Bald kann es den ersten Frost geben. Damit drohen frostempfindliche Pflanzen im Kübel zu erfrieren. Wer ihnen zu Hause kein Winterquartier bieten kann, findet in manchen Gärtnereien einen Unterschlupf. Die Pflege gehört zum Service.

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Pflanzen im Kübel, die nicht winterhart sind, müssen ins Haus. Wer dort jedoch keinen Platz hat, kann bei Gärtnereien anfragen.

Quelle: Kai Remmers

Berlin. Orangen- und Olivenbaum, Gewürzlorbeer oder Engelstrompeten mögen den Winter nicht. Stehen sie im Topf, drohen sie im Freien zu erfrieren. Zwar kann eine warme Schutzhülle helfen, aber in sibirischen Wintern reicht das oft nicht aus.

Aber was tun, wenn man für die frostempfindlichen Gewächse im Haus keinen Platz hat oder es auch in der Garage zu kalt wird? Manche Gärtnereien bieten ein Plätzchen und Winterdienste an.

Wie funktioniert das?

Die Pflanzen kommen in Gewächshäusern unter, die optimale Bedingungen für die Überwinterung bieten. Die Stauden und Bäumchen werden hier mit Wasser und Nährstoffen versorgt sowie je nach Art der gebuchten Dienstleistung auch regelmäßig auf Schädlinge oder Krankheiten kontrolliert. Manchmal ist sogar der Transport zur Gärtnerei inklusive.

Was kostet die Einlagerung?

"Einige Unternehmen berechnen eine bestimmte Grundsumme", erklärt Erika Mohrmann, Expertin des Bunds deutscher Baumschulen in Berlin. Inklusive sind etwa Luft, Licht und Wasser - also die Versorgung mit dem Notwendigen, aber auch die Heizungskosten für das Gewächshaus. "Alles was zusätzlich vom Pflanzenbesitzer gewünscht ist, zum Beispiel Pflanzenschutz, Rückschnitt, Düngung und Transport, wird extra berechnet." Manche Unternehmen setzen alternativ eine Pauschale fest. "Diese beinhaltet die Haltungskosten sowie Pflanzenschutz und Pflanzenpflege wie Rückschnitt und die Düngung."

Wann muss ich mich um einen Platz kümmern?

Die Plätze sind auch im größten Gewächshaus begrenzt. Spätestens wenn die Witterung umschlägt, sollte man sich darum gekümmert haben - also vor den ersten wirklich kalten Temperaturen, rät Mohrmann. "Je nach Pflanzenart variiert die Kälteempfindlichkeit. Auch niedrige Temperaturen über null Grad können pflanzenspezifisch irreparable Schäden zufügen." Wer sich zuvor schon einen Platz reserviert, dem ruft manche Gärtnerei die Einlagerung auch in Erinnerung, wenn Frost droht.

Muss ich die Pflanzen vorbereiten?

Das ist in der Regel nicht nötig. Wird die Pflanze von der Gärtnerei oder Baumschule zu Hause abgeholt, verpacken die Fahrer diese auch sicher für den Transport. "Nach Ankunft im Winterquartier beginnt die Pflanzenaufnahme", erklärt Mohrmann. "Die Pflanzen werden vermessen, fotografiert und begutachtet aus Sicht des Pflanzenschutzes." Sogar Defizite der Gefäße werden aufgenommen und Empfehlungen für die Pflanzenpflege notiert. "Der Kunde erhält das Protokoll der Aufnahme."

Ist die Pflanze zu diesem Zeitpunkt sichtbar krank oder von Schädlingen befallen, wird sie behandelt. "Bevor die Pflanzen an einen Standort im Winterquartier kommen, müssen alle welken, faulen oder kränklich aussehenden Pflanzenteile entfernt werden", erläutert Mohrmann. "Die Untersuchung auf Schädlinge oder ansteckende Krankheiten ist zwingend notwendig um eine Gesunderhaltung der Pflanzen zu unterstützen." Sie betont: "Service der Überwinterung sollte es sein, dass die Pflanzen nach den Wintermonaten frei von Schädlingen zurück zum Besitzer gelangen und nicht im Winterquartier ein neuer Befall auftritt."

dpa

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