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Väterchen Frost in den Hintern treten: Dresden pflanzt erste Frühlingsblüher

Väterchen Frost in den Hintern treten: Dresden pflanzt erste Frühlingsblüher

Drei Herren in hellen Hemden und dunklen Anzügen griffen am Mittwochvormittag am Pullman Hotel Prager Straße in Dresden trotz gefühlten fünf Grad minus und eisigem Wind zu kleinen grünen Gartenschaufeln und buddelten bunte Blümchen in einen Pflanztrog.

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Detlef Thiel, der Chef des städtischen Amtes für Stadtgrün pflanzt mit seinem Chef, dem Ersten Bürgermeister Dirk Hilbert (FDP), sowie Helmut Apitzsch, dem Generalmanager des Pullman Hotels Dresden erste Blumen aus.

Quelle: Catrin Steinbach

Passagieren einer gerade vorbeifahrenden Straßenbahn blieb der Mund offen stehen. Ja wie verrückt ist das denn?

Gar nicht, findet Detlef Thiel, der Chef des städtischen Amtes für Stadtgrün und einer der Anzugträger. Gemeinsam mit seinem Chef, dem Ersten Bürgermeister Dirk Hilbert (FDP), sowie Helmut Apitzsch, dem Generalmanager des Pullman Hotels Dresden, startete er gestern die Frühjahrspflanzaktion, um damit symbolisch Väterchen Frost in den Hintern zu treten. Gepflanzt wurden Stiefmütterchen und Tulpenzwiebeln, die durchaus ein paar Grad unter Null aushalten. Müssen sie auch, denn laut Prognose könnte es auch in den kommenden Nächten frostig bleiben.

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Auf der Prager Straße blüht es wieder - am Mittwoch kamen die ersten Blumen in die noch kalte Erde.

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Normalerweise sind um diese Zeit die meisten Frühjahrsblüher schon im Boden. Doch dieses Jahr ist alles anders. Frühjahrsblüher und Blumenzwiebeln harren noch in Gewächshäusern aus bzw. sind im Freiland-Anzuchtbeet halb eingefroren. „Die Tulpenzwiebeln aus dem Boden zu bekommen ist echte Knochenarbeit“, weiß Ilona Trux, im Amt für Stadtgrün für Grünanlagen und deren Erhaltung zuständig. Gärtnerin Viola Cornuta vom Regiebetrieb Zentrale Technische Dienstleistungen winkt fröhlich ab. So ist das eben mit dem Wetter. Arbeit gebe es trotzdem genug.

„Wir haben in den vergangenen Tagen die Staudenbeete für die Bepflanzug vorbereitet und uns um das Straßenbegleitgrün gekümmert.“ Der Kälte trotzt sie mit vielen Kleidungsschichten und Pulswärmern an den Händen und außerdem habe sie „Gärtnerhände, und die sind einiges gewohnt“. Sagt‘s und legt an den von den Männern bepflanzten Kübel noch mal Hand an.

28.500 Euro gibt die Stadt in diesem Jahr für insgesamt 63.000 Zwiebel- bzw. Knollenblüher wie Tulpen, verschiedene Hyazinthen, Narzissen und Anemonen sowie 115.000 Stiefmütterchen, Tausendschönchen und Vergissmeinnicht aus. 2012 waren es 26.900 Euro. Höhere Kosten wegen des längeren Winters habe die Stadt bezüglich der Frühjahrsbepflanzung nicht, hieß es. Denn die Anzuchtverträge mit der Gärtnerei Wilhelm Willkomm und Zschieschang aus Pirna-Jessen wurden bereits im Vorjahr geschlossen. Eventuelle Mehrkosten müssen also die Gärtnereien selber tragen.

So richtig losgelegt wird mit der Frühjahrsbepflanzung aber erst nach Ostern. „Zuerst werden die farbenfroh bepflanzten 216 Pflanzkübel vornehmlich in der Innenstadt aufgestellt. Dafür brauchen wir etwa acht bis zehn Tage“, so Ilona Trux. Dann sind 3000 Quadratmeter Beetfläche an 40 Standorten an der Reihe. Dafür brauchen wir zweieinhalb Wochen.“

An das Anschalten der Brunnen ist allerdings noch nicht zu denken. „Wir stehen Gewehr bei Fuß, aber jetzt sind erst mal die Blumen dran. Wir hoffen, dass bis zum Brunnentag am 4. Mai alle Brunnen sprudeln“, gibt Detlef Thiel Auskunft.

Catrin Steinbach

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