Volltextsuche über das Angebot:

10 ° / 6 ° wolkig

Navigation:
Google+
Tomaten-Anzucht: Je wärmer das Zimmer, desto mehr Licht ist nötig

Tomaten-Anzucht: Je wärmer das Zimmer, desto mehr Licht ist nötig

Frau Luther: Vergangenes Jahr sind mir alle Rosen erfroren. Ich habe mir über ein Versandhaus neue Rosen bestellt. Eigentlich sollten sie im April geliefert werden, sie sind aber schon jetzt gekommen.

Nun habe ich angesichts des Wetters ein Problem: Was mache ich mit den Rosen? Sie stecken in einem Topf mit Erde und sind mit Folie umwickelt.

Siegfried Stübler: Am besten die Rosen kühl in einem Keller oder in einer Garage lagern, aber leicht feucht halten und keinesfalls austrocknen lassen. Wenn Sie keinen Lagerort haben, an dem es frostfrei ist, die Temperaturen aber auch nicht unter 10 Grad Celsius liegen, dann ist das durchaus ein Problem. Denn das Substrat, in dem die Rosen stecken, ist wahrscheinlich nur Torfmull. Er wird von Versandhändlern für den Transport genutzt, damit die Wurzeln nicht austrocknen. Die Rosen werden aber, wenn sie zu warm stehen, anfangen mit Treiben. Und dann ist die Verpackung ungünstig. Versuchen Sie lieber, die Rosen im Garten einzupflanzen und in den nächsten Tagen oder Wochen gegen Frost bzw. zu starke Sonneneinstrahlung zunächst mit einer dicken Reisigschicht und später vielleicht mit Vlies zu schützen.

Frau Steiner: Wir haben ein weitläufiges Grundstück am Keppbach im Schönfelder Hochland. Wenn im Frühling die zahlreichen Schneeglöckchen verblüht sind, schmückt sich die Wiese mit Buschwindröschen und danach mit Scharbockskraut, in dem Graben wachsen Sumpfdotterblumen. Seit Jahren denke ich darüber nach, ob man dort auch das geschützte Himmelsschlüsselchen pflanzen könnte. Wenn ja, wüsste ich gern, wo man Pflänzchen erhalten kann.

Ja, das Himmelsschlüsselchen können Sie dort pflanzen. Sie bekom-men die Pflanzen in Gärtnereien, die sich auf Stauden spezia-lisiert haben. Bitte su-chen Sie sich eine Gärtnerei aus und fragen telefonisch an, ob die gewünschten Pflanzen vorrätig sind.

Durch eine Baumfällung haben wir einen kahlen Fleck im Garten. Ich möchte dort etwas pflanzen, das schnell und ausdauernd dort wächst. Welchen Strauch oder welche Staude können Sie mir empfehlen?

Ein Sommerflieder wächst sehr schnell und sieht mit seinen langen Blütenrispen sehr schön aus. Dieses Gehölz ist allerdings nur bedingt winterhart, sie müssen es also vor Winterbeginn mit Laub schützen. Schnell wachsen auch Forsythia und Spieren - zwei Gehölzarten, die es in vielen verschiedenen Sorten gibt. Ebenso könnte man Sonnenhut - eine Staude - wählen. Da gibt es schnell und hoch wachsende Sorten.

In der Wohnung habe ich mehrere Phalaenopsis, die über Jahre immer wieder geblüht haben. Seit dem Herbst sterben innere, neu getriebene Blätter ab. Zwei Pflanzen hatten Triebe entwickelt, auch dort sind die kleinen Blätter wieder abgestorben. Neue Blütenstiele treiben die Pflanzen trotzdem. Ich befürchte, es handelt sich um eine Infektionskrankheit. Haben Sie eine Meinung dazu? Soll ich die betroffenen Pflanzen entsorgen?

Es ist in diesem Fall schwierig, aus der Ferne eine Diagnose zu stellen. Viren, Bakterien oder auch Pilze könnten die Ursache sein. Leider vertragen meiner Erfahrung nach Orchideen Pflanzenschutzmittel nicht besonders gut. Ich würde besagte Orchideen entsorgen und mir neue kaufen.

Herr Trauer: Bei welcher Temperatur zieht man denn Tomaten am günstigsten auf der Fensterbank groß?

Je wärmer die kleinen Tomatenpflänzchen stehen, desto mehr Licht brauchen sie. Wenn man bedenkt, dass hinter der Fensterscheibe nur 60 Prozent des Lichtes von draußen ankommen, kann man sich vorstellen, dass ein Wohnzimmer mit 24 Grad Celsius (und direkt über den Heizkörpern auch mehr) für die Tomatenanzucht nicht so günstig ist. Versuchen Sie, einen hellen Raum zu finden, in dem die Temperatur zwischen 15 und 18 Grad liegt. Mit Düngen beginnt man, sobald die Tomaten ein zweites Blattpaar bilden.

Herr Griesbach: Ich habe in den Gewächshäusern in Pillnitz gesehen, dass die Tomaten gar nicht in Erde wuchsen, sondern in einer Art Nährlösung gezogen wurden. Ist es günstig, wenn ich meine Tomatentöpfe in Wasser stelle?

Nein, Tomaten vertragen keine Staunässe. In Pillnitz hängen die Tomatenpflanzen in einer speziellen Nährlösung, das können Sie zu Hause nur mit großem Aufwand umsetzen.

Herr Wander: Auf unserem Grundstück stehen unmittelbar an der Straße zwei große, etwa 30 Jahre alte Ginkgos. Ich würde gern zwei armstarke Äste herausschneiden. Darf ich das machen, oder nehmen die Bäume das übel?

Ginkgos wachsen sehr sparrig und bilden lang ausladende Äste. Sie können durchaus Äste herausschneiden, behalten Sie dabei aber unbedingt die Gesamtform des Baumes im Blick.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 27.03.2013

Es notierte Catrin Steinbach

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Umwelt
DNN Immo

Neuer Partner und neue Wege für DNN-Immo! Wir kooperieren mit immonet.de mehr

  • Onlineabo

    "DNN-Exklusiv" heißt das Online-Premiumangebot der Dresdner Neuesten Nachrichten, dass Sie überall und rund um die Uhr nutzen können - zu... mehr

  • E-Paper
    E-Paper

    Mit unserem E-Paper-Abo können Sie die DNN in digitaler Form täglich im Original-Layout im Web oder auf Ihrem Tablet lesen. mehr

  • Magicpaper
    Magicpaper

    Wenn Sie an Beiträgen in der gedruckten DNN das Handy-Symbol entdecken, stehen ab sofort mithilfe der Magicpaper App zusätzliche digitale Inhalte f... mehr