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Tipps für den Alltag und zum Schutz der Umwelt

Immobilien Tipps für den Alltag und zum Schutz der Umwelt

Müslipackung hier, Plastikschale für Cocktailtomaten da: Es gibt Verpackungsmüll, der einfach nicht notwendig ist. Mit ein paar Tricks können Verbraucher etwas weniger Müll verursachen.

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Der Umwelt zuliebe:  Verbraucher sollten im Supermarkt besser zu losem und unverpacktem Obst und Gemüse greifen. Foto: Klaus-Dietmar Gabbert

Berlin. Jeder Deutsche verursacht Hunderte Kilo Müll pro Jahr. Da stellt sich schon die Frage: Muss das sein? Denn umweltfreundlich ist das mit Sicherheit nicht. Gerade Verpackungsmüll ist ein riesiges Problem.

Knapp 18 Millionen Tonnen fallen jährlich insgesamt nach Angaben des Bundesumweltamtes an. Im Alltag können Verbraucher Abfall leicht vermeiden - mit diesen Tipps:

Obst und Gemüse: Eine Studie des Naturschutzbundes Nabu aus dem Jahr 2014 kommt zu dem Ergebnis, dass 63 Prozent des Obsts und Gemüse für Privathaushalte industriell vorverpackt ist. "Es stellt sich schon die Frage, ob eine Gurke nochmal eingeschweißt werden muss", sagt Benjamin Bongardt vom Nabu. Verbraucher könnten hier zur unverpackten Gurke oder Tomate greifen und dem Handel so ein Signal geben.

Große Verpackungen: Wenn schon verpackt, dann sind Bongardt zufolge große Verpackungen sinnvoll. Manche Lebensmittel lassen sich gut lagern - die könne man auf Vorrat kaufen. Doch Vorsicht: Nicht die große Packung kaufen und dann die Reste wegwerfen.

Eigener Beutel: Dass viele Supermärkte auf Plastiktüten verzichten, sei ein erster guter Schritt, findet Rolf Buschmann vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND). Sie durch Papiertüten zu ersetzen, sei aber auch nicht die ideale Lösung. Wer einkaufen geht, sollte seinen eigenen Stoffbeutel oder eine Tasche mitbringen.

Mehrweg: "Mehrweg ist immer besser als Einweg", sagt Buschmann. Einwegverpackungen wie Einwegflaschen oder Dosen sind nicht nachhaltig. Buschmann rät, Joghurtbecher oder Dosen zumindest noch als Aufbewahrungsmittel im Haushalt weiterzuwenden.

Mit den Füßen abstimmen: Laut Verpackungsverordnung dürfen Verbraucher sogenannte Umverpackungen im Laden lassen. Das sind Verpackungen, "die als zusätzliche Verpackungen zu Verkaufsverpackungen verwendet werden" und nicht aus etwa Gründen der Hygiene oder der Haltbarkeit. "Wer diese Verpackungen einfach dort lässt, setzt auf jeden Fall ein Zeichen", sagt Buschmann.

Coffee to go: Jeden Tag ein Pappbecher mit Plastikdeckel - das muss nicht sein. Idealerweise bringen Kunden ihren eigenen Becher mit. In vielen Läden wird das auch akzeptiert - aber längst nicht in allen. "Die Cafés müssen sich auf standardisierte Kaffeebecher einigen", so Buschmann. Dann seien Größe oder Hygiene auch kein Argument mehr, einen Becher abzulehnen.

Einkaufsliste: "Wir lassen uns überrumpeln von unserem Hunger und kaufen Dinge, die wir nicht brauchen", sagt Buschmann. Das bringt nicht nur zusätzlichen Verpackungsmüll hervor, im schlimmsten Fall werden auch noch wertvolle Lebensmittel weggeschmissen.

Plastikfasten: Buschmann hat noch einen Tipp für Mutige: Einen Monat auf Plastik verzichten. "Das ist gar nicht so einfach, schließlich ist Plastik Bestandteil so vieler Verpackungen." Aber wer es einen Monat probiert, kann zumindest herausfinden, wo es im Alltag ganz gut funktioniert und was es für Alternativen gibt.

Unverpackt-Läden: In vielen größeren Städten gibt es mittlerweile Läden, in denen Lebensmittel nicht verpackt sind, sondern abgefüllt werden können. Wenn man den Laden nicht erst über eine weite Strecke mit dem Auto anfahren müsse, sei das eine gute Alternative zum Supermarkt, so der Experte.

dpa

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