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Steinobstbäume im Garten Mitte bzw. Ende März nicht mehr schneiden

Steinobstbäume im Garten Mitte bzw. Ende März nicht mehr schneiden

Eberhard Siering: Die alten Blüten können Sie abschneiden. Aber achten Sie darauf, dass Sie keine Blütenknospen mit entfernen, die die Hortensie bereits im Vorjahr angesetzt hat.

Frau Domschk: Soll ich die verblühten Blüten an meiner Hortensie an der Pflanze lassen oder abschneiden?

Sonst blüht die Hortensie nicht. Anders ist es bei Rispenhortensien. Die kann man jedes Jahr kräftig zurückschneiden. Kletterhortensien dagegen lässt man wachsen. Da greift man nur mal zur Schere, wenn sie irgendwo hinwächst, wo sie nicht hinwachsen soll.

Frau Roitzsch: Kann ich jetzt noch mein Aprikosenbäumchen schneiden?

Also davon rate ich ab. Die günstigere Zeit ist nach der Ernte Ende August/Anfang September. Wenn Sie jetzt schneiden, wird der Baum an den Schnittstellen durch den Saftdruck stark bluten. Das betrifft übrigens auch Pfirsich-, Süßkirsch- und Pflaumenbäume. Die schneidet man ebenfalls besser nach der Ernte. Bei Kernobst wie Äpfeln könnte man aber jetzt noch zur Astschere bzw. Säge greifen.

Frau Schneider: Was muss man denn an einem Obstbaum wegschneiden?

Grundsätzlich alte, vergreiste Äste und alle Äste, die in die Mitte hineinwachsen. Denn eine Krone soll locker und luftig sein, damit Luft und Licht an die Früchte kommt. Des Weiteren entfernt man Äste, die parallel wachsen oder sich kreuzen. Generell kann man auch sagen, dass es Unsinn ist, jedes kleine Ästchen einzukürzen. Denn dadurch regt man den Austrieb an und die Krone wird zu dicht. Lieber größere Äste ganz und gar herausnehmen. Ansonsten gibt es keine generelle Schnittregeln. Denn es kommt immer auf die Obstsorte an und wie man die Krone erziehen möchte. Beim Pfirsich zum Beispiel versucht man die Krone hohl zu halten, damit viel Sonne an die Früchte kommt. Beim Apfel dagegen würde ich einen durchgehenden Mittelast stehen lassen. Bezüglich der Schnittmaßnahmen an Obstgehölzen sollten Sie sich entsprechende Literatur besorgen. Immer wieder werden auch Schnittkurse angeboten.

Frau Schlieben: Zwei Apfelsorten in meinem Garten bringen immer wieder stippige Früchte. Was kann ich dagegen vorbeugend tun? Ich möchte aber keine Chemie einsetzen.

Es gibt nur die Möglichkeit, vorbeugend ein Fungizid gegen diese Pilzkrankheit zu spritzen. Und zwar kurz nach der Blüte, wenn sich ganz kleine grüne Früchte gebildet haben. Wenn Sie kein Mittel gegen Pilze spritzen möchten, dann müssen Sie mit den braunen Flecken an den Früchten leben oder einen neuen Baum pflanzen. Die neuen Sorten sind resistenter gegen Stippigkeit. Ansonsten empfehle ich, die Baumkrone locker zu halten, so dass viel Luft und Licht hinein kommt.

Frau Wohlig: In unserem Kleingarten steht die Obstbaumwiese zum Beispiel nach der Schneeschmelze immer wieder unter Wasser. Ein Baum ist schon eingegangen. Können Sie mir eine Obstsorte empfehlen, die viel Feuchtigkeit verträgt?

Staunässe ist für alle Obstgehölze sehr ungünstig. Ich kann Ihnen nur empfehlen, Hochbeete anzulegen und da die Bäume reinzupflanzen. Eine weitere Möglichkeit wäre, Drainagerohre zu verlegen. Ansonsten sehe ich nur die Möglichkeit, auf Obstbäume auf dieser Wiese zu verzichten.

Herr Dr. Graupner: Die Früchte unserer Stachelbeerfrüchte sind kurz vor der Ernte immer mit braunen Flecken überzogen und faulen. Wie kann ich dem vorbeugen?

Die Ursache dafür ist der Stachelbeermehltau. Er befällt Blätter, Triebe und auch die Früchte. Zunächst ist die Pflanze mit einem weißen Belag überzogen. Der wird später braun, lässt sich abwischen. Die Früchte verfaulen und mit der Zeit trägt die gesamte Pflanze Schaden davon. Ich würde den Busch entfernen und eine Sorte kaufen, die weniger anfällig gegen Mehltau ist. Achten Sie jedoch auf den Standort, an den Sie die Stachelbeere pflanzen. Er sollte frei und sonnig sein, damit kein ungünstiges Kleinklima die Mehltaubildung fördert.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 20.03.2013

Es notierte Catrin Steinbach

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