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Sachsen setzt Landesgartenschau mit anderem Rhythmus fort – Veranstalter erhalten weiter Millionen-Zuschuss

Sachsen setzt Landesgartenschau mit anderem Rhythmus fort – Veranstalter erhalten weiter Millionen-Zuschuss

Die sächsische Landesgartenschau soll künftig seltener stattfinden als bisher. Schmückte sich bisher alle drei Jahre eine Stadt im Freistaat mit „blühenden Landschaften“, wird der Rhythmus nun auf vier Jahre verändert, wie Umweltstaatssekretär Fritz Jaeckel am Dienstag in Dresden mitteilte.

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Die 6. Sächsische Landesgartenschau in Löbau erwirtschaftete einen Gewinn von knapp 500.000 Euro.

Quelle: dpa

Nach Löbau im Vorjahr folgt 2015 Oelsnitz im Erzgebirge. Der Ausrichter für 2019 soll im Herbst 2014 feststehen. Ob es danach bei dem Rhythmus bleibt, ist noch unklar.

Jaeckel zufolge reagiert Sachsen damit auch auf die entsprechenden Ausstellungen in den Nachbarländern Brandenburg, Sachsen-Anhalt und Thüringen 2017 und 2018. Man wolle mit der Verlegung auf 2019 eine „Kannibalisierung der Landesgartenschauen“ verhindern, hieß es wörtlich. Außerdem könnte 2018 in Sachsen auch zum Jahr der nächsten Landesausstellung werden. Dafür gibt es zwar noch keinen Beschluss des Kabinetts, Kunstministerin Sabine von Schorlemer (parteilos) hatte aber schon das Thema Industriekultur und den Chemnitzer Raum als Ausrichter ins Gespräch gebracht.

„Die Landesgartenschauen in Sachsen sind eine Erfolgsgeschichte. Sie führen in kurzer Zeit zu nachhaltigen Investitionen, verwandeln brach liegende, oft jahrelang vernachlässigte Flächen in touristisch attraktive Naherholungsgebiete und initiieren nicht zuletzt erhebliches ehrenamtliches Engagement in den Ausrichterstätten“, so Jaeckel.

Der Freistaat Sachsen wird die Landesgartenschau mit bis zu 3,85 Millionen Euro unterstützen. Das Geld kann auch als Kofinanzierung für andere Fördertöpfe von Land, Bund oder EU verwendet werden. Die Summe gilt auch für Oelsnitz. Löbau hatte noch von 4,5 Millionen Euro Zuschüssen profitiert, allerdings durfte das Geld nicht zur Kofinanzierung eingesetzt werden. So brachte die Stadt in der Oberlausitz einen Eigenanteil in gleicher Höhe auf. Insgesamt beliefen sich alle Investitionen im Umfeld der Landesgartenschau auf 21 Millionen Euro.

Löbaus Oberbürgermeister Dietmar Buchholz (parteilos) zeigte sich überaus zufrieden. Rund 480.000 Besucher und ein Überschuss von 483.000 Euro gehören zur Erfolgsbilanz. Für die Stadtentwicklung sei viel herausgesprungen, sagte Buchholz und verwies unter anderem auf Industriebrachen, die bei der Umgestaltung verschwanden. Löbau will das Terrain künftig als Gelände für Messen und Veranstaltungen nutzen. Buchholz war am Dienstag so begeistert, dass er sich mit Löbau am liebsten noch einmal für 2019 beworben hätte.

Bisherige Ausrichter der Landesgartenschauen waren Lichtenstein (1996), Zittau (1999), Großenhain (2002), Oschatz (2006), Reichenbach (2009) und Löbau (2012).

dpa / sl

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