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Neues Obstgehölz für den Garten: Vierbeeren mit murmelgroßen Früchten

Neues Obstgehölz für den Garten: Vierbeeren mit murmelgroßen Früchten

Durch Veredlung und Selektion hat Markus Kobelt von der Schweizer Beerenobstbaumschule Lubera aus der Goldjohannisbeere (Ribes aureum bzw. Ribes odoratum), die so genannte Vierbeere mit murmelgroßen, fast schwarzen Früchten entwickelt.

Sie vereine beste Garteneigenschaften, wirbt der Züchter: Sie ist attraktiv, duftet, schmeckt und bringt einen hohen Ertrag.

Im April erscheinen an dem Strauch die gelben Blüten, die sich im Laufe von mehreren Wochen geradezu zu gelben Wolken entwickeln, die süß-harzig duften. Etwa ab Mitte Juli beginnt dann die Beeren-Ernte, die laut Züchter bis Mitte August andauert.

Die Früchte dürfen "jedoch erst gepflückt werden, wenn die ersten Nachbarfrüchte vor lauter Reife zu platzen beginnen, wenn einem die Beeren fast in die Hand fallen. Dann sind sie auch gut, süss, mit einem harzigen, interessanten Aroma", schreibt Kobelt auf seiner Internetseite.

Auch die geplatzten Früchte am Strauch seien nicht verloren. Am besten lasse man sie hängen und habe so - wenn es nicht zu viel regnet - nach zwei bis drei Wochen leckere Rosinen. Den höchsten Fruchtertrag bringen die zwei- und dreijährigen Triebe. Deshalb empfiehlt Kobelt, jedes Jahr die vier Jahre alten Triebe zu entfernen.

Im Herbst habe man dann erneut Freude an dem Beerenstrauch, der etwa 1,60 bis 1,80 Meter hoch wird. Denn dann verfärbe sich das Laub in ein leuchtendes Orange-Rot.

Bei der Goldjohannisbeere handelt es sich ursprünglich um eine Präriepflanze, die in Kanada, vor allem im Westen der USA und im nördlichen Mexiko vorkommt. Sie wird häufig als Zierstrauch angepflanzt - auch in Europa und ist aufgrund ihrer Anspruchslosigkeit oft an Autobahnen zu finden. In einigen Baumschulen wird Ribes aureum häufig auch als Wildobstart angeboten. Andere verweisen lediglich auf den Blütenschmuck und halten die erbsengroßen, schwärzlich bis purpurbraunen und herbsauren Früchte "nicht für den Verzehr geeignet".

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 03.04.2013

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