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Gartenpflanzen-Tipp: Die Schmucktanne - ein Exot im Garten

Gartenpflanzen-Tipp: Die Schmucktanne - ein Exot im Garten

Araucaria araucana ist der botanische Name der Schmucktanne. Die auffällige Pflanze ist ein Exot in unseren Gärten und wird auch Chilenische Schmucktanne, Andentanne, Schlangenbaum oder einfach Araukarie genannt.

Beheimatet ist der Baum in luftfeuchten Gebirgslagen der Anden in 600-1800m Höhe sowie in Chile und Südwestargentinien. Wer diesen bizarr wachsenden Nadelbaum pflanzen möchte, sollte besonders sorgfältig in der Standortwahl sein, denn die Araukarie passt nicht überall hin. Ein geeignetes Umfeld für das einzigartige Liebhabergehölz wäre zum Beispiel ein mediterran gestalteter Garten oder auch ein Kiesgarten mit Unterpflanzungen wie winterharten Opuntien, kleinen Gräsern und anderen Exoten.

Der Schlangenbaum wächst straff aufrecht, verzweigt sich relativ gleichmäßig und bleibt auch im Winter grün. An den seitlich abstehenden Zweigen glänzen die breiten, flachen und sehr spitzen Nadeln. Diese haben eine Lebensdauer von 10 bis 15 Jahren, bevor sie abfallen.

Viele Vertreter der Araucarie gibt es hierzulande noch nicht. Das hängt sicherlich mit dem Preis zusammen. Für ein Bäumchen von 30 bis 40 Zentimetern Größe zahlt man etwa 45 Euro. Zudem wächst die Pflanze anfangs sehr, sehr langsam. In 20 Jahren erreicht der Baum schließlich eine Höhe von acht bis zehn Metern. Zudem ist die Chilenische Schmucktanne frostempfindlich. Vor allem die Bäume, die im Winter Mittagssonne abbekommen, sind sehr gefährdet. Denn was müssen die Pflanzen da aushalten? Nachts wie am vergangenen Sonntag -13 Grad Celsius und morgens pralle Sonne, so dass die Blätter viel Wasser verdunsten, das der Stamm allerdings aus der gefrorenen Erde kaum nachsaugen kann. Damit haben allerdings alle immergrünen Gehölzen bei uns zu kämpfen.

Wie schon erwähnt kommen die Schmucktannen in Gegenden vor, wo die Luftfeuchtigkeit höher ist. Sie wachsen gut in einem möglichst gleichmäßig feuchten Boden in sonniger Lage. Staunässe verträgt die Araukarie nicht. Bei entsprechendem Winterschutz in den ersten Jahren (Abdeckung des Wurzelraumes und Schutz vor Wintersonne) kann dieser Baum bei uns groß werden. Zapfen werden hierzulande fast gar nicht ausgebildet, in der Heimat der Bäume schon. Dort werden die Samen sogar gern gegessen. Sigurd Lux Unser Autor ist Gärtnermeister und Inhaber des Pflanzenmarktes "Pflanzen-Lux" in Dresden-Niedersedlitz

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 27.03.2013

Sigurd Lux

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