Volltextsuche über das Angebot:

2 ° / -6 ° wolkig

Navigation:
Google+
Fünf Tipps, die den Einstieg in die Pflege von Orchideen erleichtern

Fünf Tipps, die den Einstieg in die Pflege von Orchideen erleichtern

Früher waren Orchideen in Europa etwas ganz Besonderes. Durch moderne Zuchtverfahren sind die Tropenpflanzen heutzutage überall erhältlich und erschwinglich. Die Phalaenopsis, eine Orchideenart - auch Nachtfalterorchidee, Malaienblume oder Schmetterlingsorchidee genannt - ist bei uns die beliebteste Zimmerpflanze.

Voriger Artikel
Steinobstbäume im Garten Mitte bzw. Ende März nicht mehr schneiden
Nächster Artikel
Väterchen Frost in den Hintern treten: Dresden pflanzt erste Frühlingsblüher
Quelle: dpa

Exklusiv sind Orchideen trotzdem geblieben - exotische Schönheiten, die eine besondere Pflege brauchen. Dafür gibt es ein paar Faustregeln.

Regel 1: Gemischtes Substrat

Werden Orchideenwurzeln mit Erde abgedeckt, so verfaulen sie innerhalb von wenigen Wochen. Das hängt mit ihrem Ursprung zusammen. Deshalb stecken Orchideen meist schon beim Kauf in einem speziellen Substrat. Es besteht aus Rinde, Torf, Styropor und anderen Zusätzen. Dieses spezielle Gemisch hält die Wurzeln feucht, ohne sie von der Luft abzuschnüren. Alle zwei bis drei Jahre muss eine Orchidee umgetopft werden. Dann ist es wichtig, keine Blumenerde, sondern das Substrat zu verwenden. Achten Sie darauf, dass das Gemisch nicht zu viel Torf enthält.

Regel 2: Wohl dosiert gießen

Viele Orchideen werden regelrecht "totgegossen". Wie oft eine Orchidee genau gegossen werden muss, hängt natürlich von der Topfgröße und von der Art der Orchidee ab. Es gibt aber einen einfachen Trick, mit dem man überprüfen kann, ob die Pflanze Wasser braucht: Man hebt sie mit dem Topf kurz an - erscheint die Pflanze ungewöhnlich leicht, muss gegossen werden. Ist der Topf noch schwer, kann man mit dem Gießen noch warten.

Das Orchideensubstrat darf also zwischen den Wassergaben gut abtrocknen. Wenn gegossen wird, dann kräftig! Das überschüssige Wasser muss unten aus dem Topf herauslaufen. Auf keinen Fall darf die Pflanze im Wasser stehen, sonst ist Fäulnis programmiert. Zum Gießen eignet sich abgestandenes Leitungswasser oder sauberes Regenwasser. Fachleute empfehlen, Gießwasser über einen Wasserfilter zu enthärten. Prinzipiell sollte das Gießwasser Zimmertemperatur haben.

3. Regel: Dezent düngen

Orchideen sind wahre Hungerkünstler. Sie tun der ursprünglichen Urwald-Bewohnerin also keinen Gefallen, wenn Sie sie einmal in der Woche kräftig düngen, schon gar nicht jetzt im Winter. Die Wurzeln sind sehr salzempfindlich und sterben bei zu hohen Düngergaben ab. Für die Düngung gilt eine einfache Regel: Wächst an der Orchidee ein neues Blatt oder ein Trieb, sollte gedüngt werden. Wächst die Orchidee nicht, kann auf die Düngung verzichtet werden.

Da die meisten Orchideen vom Frühling bis zum Herbst im Wachstum sind, sollte in dieser Zeit alle zwei bis vier Wochen gedüngt werden. Auf jeden Fall ist zwischen den Düngergaben immer mit reinem Wasser zu gießen, um Salzreste auszuspülen. Am besten eignet sich ein Orchideendünger, den es in jedem Gartencenter zu kaufen gibt. Packungsempfehlungen sind unbedingt einzuhalten.

4. Regel: Licht und Luft beachten

Für fast jedes Fenster einer Wohnung gibt es die passende Orchidee. Ausschlaggebend sind die Licht-und Temperaturverhältnisse des Fensters. Für die meisten Orchideen geeignet sind West- oder Ostfenster. Sie bieten zwei Vorteile: Am Abend oder am Morgen, wenn die Sonne nicht mehr oder noch nicht so stark scheint, fällt sie direkt auf die Pflanzen. Und während der Mittagsstunden stehen Ihre Orchideen zwar hell, jedoch werden sie nicht von der direkten Sonne getroffen. Diese verbrennt die Blätter bei zu starker Bestrahlung nämlich. Steht Ihnen kein West- oder Ostfenster zur Verfügung, sollte man sich schlau machen, denn es gibt Arten, die nicht allzu empfindlich auf direkte Sonne reagieren, also auch am Südfenster stehen können.

Dies sind zum Beispiel die Arten und Kreuzungen der Gattung Cattleya und Vanda. Sie sind besonders lichthungrig. Selbst in Nordfenstern gedeihen viele Orchideen-Arten.

Mit vergleichsweise wenig Licht kommen die Orchideen der Gattung Paphiopedilum (Frauenschuh) und Phalaenopsis aus. Sie vertragen auf keinen Fall die direkte Mittagssonne. Und noch eine Voraussetzung muss eine Fensterbank erfüllen, wenn sich Orchideen auf ihr wohlfühlen sollen. Die Pflanzen müssen so stehen, dass im Winter die warme Heizungsluft nicht direkt auf die Blätter strömt. Denn dann vertrocknen diese leicht.

5. Regel: Kreuzungen bevorzugen

Eine ideale Anfänger-Orchidee gibt es nicht, weil es sehr von den heimischen Bedingungen abhängt, welche Orchidee sich mit Erfolg pflegen lässt. Fest steht jedoch: Kreuzungen (Hybride) verzeihen anfängliche Pflegefehler leichter als reine Naturformen. Deshalb sollte man als Neueinsteiger eine Kreuzung bevorzugen. Für warme Zimmer empfehlen Fachleute oft die Phalaenopsis-Hybriden.

Kontakt zu Orchideenliebhabern:

Deutsche Orchideen-Gesellschaft: Die Deutsche Orchideen-Gesellschaft (D.O.G.) ist die größte und älteste Orchideengesellschaft in Europa. Sie wurde 1906 gegründet, zählt derzeit nach eigenen Angaben weltweit fast 3000 Mitglieder. Unter denen sind sowohl Wissenschaftler, Züchter und Großgärtner als auch Orchideensammler und Blumenfreunde, die sich für Orchideen interessieren. Für den Mitgliedsbeitrag von 50 Euro jährlich bekommt man alle zwei Monate die reich bebilderte Fachzeitschrift "Die Orchidee".

Kontakt zur Deutschen Orchideengesellschaft über Bernd Treder, Im Zinnstück 2, 65527 Niedernhausen; Tel.: 06127 7057704; E-Mail: dog@orchidee.de; Internet: www.orchidee.de

D.O.G.-Gruppe Dresden: Die Mitglieder der Deutschen Orchideengesellschaft der Gruppe Dresden treffen sich jeden 3. Freitag im Monat, 19 Uhr in der Pension Reiche, Altreick 21, 01237 Dresden. Chef ist der Radebeuler Dietmar Opitz. Ihn erreicht man per Mail unter opitz-d@freenet.de oder unter Tel.: 0351/8383678.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 20.03.2013

Dorothea Kurz-Kohnert

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Umwelt
DNN Immo

Neuer Partner und neue Wege für DNN-Immo! Wir kooperieren mit immonet.de mehr

Von Redakteur Dorothea Kurz-Kohnert

  • Onlineabo

    "DNN-Exklusiv" heißt das Online-Premiumangebot der Dresdner Neuesten Nachrichten, dass Sie überall und rund um die Uhr nutzen können - zu... mehr

  • E-Paper
    E-Paper

    Mit unserem E-Paper-Abo können Sie die DNN in digitaler Form täglich im Original-Layout im Web oder auf Ihrem Tablet lesen. mehr

  • Magicpaper
    Magicpaper

    Wenn Sie an Beiträgen in der gedruckten DNN das Handy-Symbol entdecken, stehen ab sofort mithilfe der Magicpaper App zusätzliche digitale Inhalte f... mehr