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Lungenkraut trägt gleichzeitig rosa und blaue Blüten

Freizeit Lungenkraut trägt gleichzeitig rosa und blaue Blüten

Das Lungenkraut erspart den Insekten, die in seinen Blüten nach Nektar suchen, viel Arbeit: Es wechselt die Farbe, wenn nichts mehr zu holen ist. Der Hobbygärtner hat auch etwas davon: Eine außergewöhnliche Pflanze, die ihr Aussehen täglich verändert.

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Auf einem Stängel können gleichzeitig rosa und blau-violette Blüten sitzen. Die Farben zeigen den Insekten an, ob es noch Nektar gibt.

Quelle: Mascha Brichta

Bonn. Das Lungenkraut (Pulmonaria officinalis) ist im Volksmund auch als "Adam und Eva" oder "Hänsel und Gretel" bekannt. Denn auf einem Stängel können gleichzeitig rosa und blau-violette Blüten sitzen, erklärt der Verbraucherinformationsdienst aid in Bonn.

Dahinter steckt eine schlaue Taktik der Natur. Die Blüten wechseln im Verlauf ihrer Entwicklung die Farbe von kräftig Rosa zu Violett und schließlich auch noch zu Blau.

Dies geschieht durch eine Änderung des pH-Wertes des Zellsaftes, der erst sauer ist und durch die Bestäubung basisch wird, erklärt der Verbraucherinformationsdienst aid in Bonn. Den Insekten, die in den Blüten nach Nektar suchen, zeigt Rosa an: Hier ist noch etwas zu holen. Ist die Blüte blau, ist der Nektar weg.

Die Blüte des Lungenkrautes setzt schon im März ein, je nach Witterung sogar noch früher - also in einer Zeit, in der die Insekten sonst nicht viel im Garten finden. Die Pflanze gilt daher als wertvolle Bienenweide. Später bilden sich kleine Früchte mit Samen, die Ameisen ansprechen. Sie lieben ein fetthaltiges Anhängsel am Samen, schleppen diese daher in ihren Bau und verbreiten so die Nachkommen des Lungenkrautes im Garten.

Die Pflanze bevorzugt im Garten einen schattigen bis halbschattigen Standort, möglichst unter Sträuchern und Bäumen. Das entspricht dem natürlichen Standort des Lungenkrautes im Wald. Der Vorteil der frühen Blüte der Pflanze zeigt sich auch hier wieder: Im März sind die meisten Bäume und Sträucher noch kahl, und die Pflanze bekommt so mehr Sonne ab.

dpa

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