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Benzinkettensägen im Test: Teure Markengeräte liegen vorn

Freizeit Benzinkettensägen im Test: Teure Markengeräte liegen vorn

Mancher Ofenbesitzer zerkleinert sein Brennholz selbst - und braucht dafür starke Helfer. Die Zeitschrift "Selbst ist der Mann" und der Tüv Rheinland haben nun kraftvolle Benzinkettensägen getestet. Ein Ergebnis: Der Kaufpreis sollte nicht das wichtigste Kreiterium sein.

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Mit kraftvollen Kettensägen lässt sich Brennholz zerkleinern, aber auch manche andere Arbeit im Garten erledigen. Foto: Nestor Bachmann

Köln. Eine Benzinkettensäge mit ordentlich Leistung ist der Traum manches Heimwerkers und Gartenbesitzers. Die Zeitschrift "Selbst ist der Mann" (Ausgabe Oktober 2016) und der Tüv Rheinland haben solche Geräte mit Motorleistungen von 2,2 bis 3 Kilowatt getestet.

Von den teureren Geräten in der Preisklasse von 500 bis 950 Euro schnitten jeweils zwei mit "sehr gut", "gut" und "befriedigend" ab. Die drei teuersten im Test waren auch die Bestplatzierten. Bei einem Billiggerät für 80 Euro seien die Ergebnisse im Wald "gar nicht so schlecht" gewesen, sagt Peter Baruschke, Redakteur der Zeitschrift "Selbst ist der Mann". "Allerdings ist das Gerät später durch die Sicherheitsprüfung gefallen." Es erhielt die Gesamtnote "mangelhaft".

Die überprüften Kettensägen sind teils bereits für Profis wie Forstarbeiter, Landschaftsgärtner und Landwirte gedacht. Aber auch für so manchen Besitzer eines Ofens im Haus sind diese Sägen von Interesse - etwa, wenn sie zum Holzholen selbst in den Wald gehen. Der Test umfasste daher vor allem Arbeiten, die beim Zerkleinern von Brennholz anfallen, wenn bereits gefällte Bäume noch zerteilt oder kleinere Bäume gefällt werden müssen.

Insgesamt überraschten die Ergebnisse nach einem Praxistag im Wald die Tester: "Die Modelle sind sehr gut dafür geeignet, Kronenholz zu schneiden", sagt Baruschke. Qualitätsunterschiede ließen sich - mit der einen Ausnahme - am Kaufpreis nicht wirklich festmachen: "Sie sind natürlich da, aber nicht so groß, wie man vermuten würde."

Wer plant, solch ein halbprofessionelles Gerät für den Hausgebrauch zu kaufen, sollte auf ein paar Annehmlichkeiten achten, rät Baruschke. Für manche Geräte gibt es als Sonderausstattung eine Starterleichterung für den Seilzug des Motors, der bei der Kraftübertragung hilft. "Das bringt in der Praxis schon Vorteile", bewertet der DIY-Experte. Außerdem rät er zu Geräten, an denen sich die Kette ohne Werkzeuge warten lässt - denn man muss eigentlich nach der Bearbeitung eines jeden Baumes die Kettenspannung überprüfen.

Hobbygärtner können sich beim Kauf grob an der Motorleistung orientieren. Wer gelegentlich einen kleinen Baum fällen muss oder im Garten Gehölze auslichtet, für den reicht eine leichte Kompakt- oder Hobbysäge. Die Motorleistung liegt hier in der Regel bei 1,3 und 2,3 Kilowatt, erklärt der Verbraucherinformationsdienst aid. Wer Brennholz in einer Größenordnung von bis zu 30 Raummetern erwirbt, kann auf eine mittelstarke Allroundsäge zurückgreifen. Diese Geräte sind für eine höhere Beanspruchung gut und haben Motorleistungen zwischen 2,5 bis 3,5 Kilowatt - also im Bereich der getesteten Geräte. Wirkliche Profi-Sägen für den intensiven Gebrauch haben je nach Aufgabenstellung Leistungsklassen von bis zu 7 Kilowatt.

Testsieger wurden die Modelle MS 261 C von Stihl (Gesamtnote 1,2), 545 von Husqvarna (1,4) und CS-501 SX von Echo (1,7).

dpa

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