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Pflanzen für Faule - Dieses Grün braucht wenig Pflege

Freizeit Pflanzen für Faule - Dieses Grün braucht wenig Pflege

Sie sollen hübsch aussehen, das Raumklima verbessern, aber bitte kaum Arbeit machen: Wer keinen grünen Daumen hat, sucht nach Pflanzen, die wenig Pflege brauchen. Es gibt so einiges, aber selbst beim Kaktus kommt der Besitzer nicht um das Gießen herum.

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Genügsamer Klassiker: Kugelkakteen wie die Gattung Mammillaria haben sich als Zimmerpflanze besonders bewährt.

Quelle: Andrea Warnecke

Adelsdorf. Machen wir uns nichts vor: Pflanzen sind schön, aber sie machen Arbeit. Wer keinen grünen Daumen hat und vor allem kaum Zeit, sucht Pflanzen für die Wohnung, die sich schnell, unkompliziert und möglichst ohne viele Probleme pflegen lassen. Ein paar Ideen: 

Der Klassiker: Der Kaktus ist bekannt für seine Genügsamkeit. Bewährt als Zimmerpflanzen haben sich zum Beispiel die Gattungen der Kugelkakteen wie Mammillaria, Echinocactus oder Turbinicarpus.

Die Pflichtaufgabe: Das ist bei allen Pflanzen das Gießen. Auch Kakteen brauchen Wasser, wenn auch nur alle drei bis vier Wochen. Und das ist nur nötig während der Wachstumsphase zwischen April und Oktober, erklärt Dieter Landtreter von der Deutschen Kakteen-Gesellschaft. In den folgenden Wintermonaten ruht die Pflanze. Dünger erhalten die Pflanzen auch nur während der Wachstumszeit - alle drei bis vier Wochen gemischt in das Gießwasser. Statt dem speziellen Kakteen- und Sukkulentendünger kann man auch 50 Prozent der angegebenen Menge eines normalen Blumendüngers verwenden.

Der Robuste: Auch der Elefantenfuß ist ein Überlebenskünstler. Seinen Namen verdankt er dem fast kugelförmigen Stammende, in dem die Pflanze Wasser speichert, erklärt Martin Breidbach, Gartenberater des Verbandes Wohneigentum Hessen.

Die Pflichtaufgabe: Im Sommer bekommt der Elefantenfuß einmal pro Woche Wasser. Da sich die Menge nach Sonnenscheindauer und -intensität richtet, können die Wassergaben im Winter etwas reduziert werden. Grundsätzlich gilt auch: Je kühler der Raum, desto weniger muss gegossen werden. Das Düngen können sich Hobbygärtner einfach machen: Im Frühjahr erhält der Elefantenfuß ein Langzeitprodukt, was für die gesamte Vegetationsperiode ausreichen kann. Schneiden muss man den Elefantenfuß eigentlich nicht, da er relativ langsam wächst.

Der Hübsche:  Gleich mehrere Grüntöne trägt der Drachenbaum der Sorte 'Lemon lime'. Die Pflanze aus den tropischen Gefilden Afrikas wächst kompakt. Im Haus hilft der Drachenbaum, das Raumklima zu verbessern, da er Feuchtigkeit an die Luft abgibt, erklärt Jürgen Herrmannsdörfer vom Bundesverband Einzelhandelsgärtner.

Die Pflichtaufgabe: Alle zwei bis drei Tage sollte die Feuchtigkeit des Substrates geprüft und bei Bedarf nachgegossen werden. Danach überschüssiges Wasser aus dem Untertopf entfernen. In Hydrokultur brauchen Pflanzen grundsätzlich weniger häufig einen Nachschub - alle zwei bis drei Wochen sind es dann beim Drachenbaum, erläutert Herrmannsdörfer. Ein Flüssigdünger im Gießwasser wird alle zwei Wochen gegeben oder als Langzeitprodukt alle drei Monate.

Die Angepasste: Keine andere Palmenart komme mit den klimatischen Bedingungen in unseren Innenräumen so gut zu recht wie die Kentia-Palme, erklärt Herrmannsdörfer. Sie braucht wenig Licht und kann eine niedrigere Luftfeuchtigkeit gut tolerieren. Und: Im Haus hilft die Kentia-Palme besonders, das Raumklima zu verbessern, da sie 95 Prozent des Gießwassers als Feuchtigkeit an die Raumluft wieder abgibt.

Die Pflichtaufgabe: Die Pflanze braucht etwas mehr Pflege, denn das Substrat darf nie austrocknen. Der Hobbygärtner muss es also fortlaufend prüfen und mindestens ein- bis zweimal in der Woche gießen. Dünger ist alle zwei Wochen nötig.

dpa

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