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Gigant im Garten

Riesen-Mammutblatt – Coswiger Gärtner gibt Tipps zur Pflege Gigant im Garten

Wer neben dieser spektakulären Blattschmuckpflanze steht, die ein bisschen aussieht wie ein überdimensionierter Rhabarber, kommt sich vor wie ein Zwerg. Es handelt sich um das Riesen-Mammutblatt (Gunnera manicata). Wie man diese hierzulande nicht heimische Pflanze hegt und pflegt, verrät der Coswiger Gärtnermeister Christoph Knibbe.

Blütenstände der Gunnera.

Quelle: Catrin Steinbach

Coswig. Wer neben dieser spektakulären Blattschmuckpflanze steht, die ein bisschen aussieht wie ein überdimensionierter Rhabarber, kommt sich vor wie ein Zwerg. Es handelt sich um das Riesen-Mammutblatt (Gunnera manicata), das übrigens nicht mit dem Rhabarber verwandt ist. Die Pflanze, die im privaten Garten des Coswiger Gärtnermeisters Christoph Knibbe und seiner Frau Ulrike wächst, ist übermannshoch. Manche der dekorativen Blätter an den mit Stacheln besetzten Stielen haben einen Durchmesser von bis zu zwei Metern. Auch die Blütenstände sind mit etwa einem Meter Länge gigantisch. Insgesamt mutet die Pflanze an, als sei sie ein Überbleibsel aus längst vergangener Zeit.

Auf der Erde gibt es 40 bis 50 Arten der Gunnera, laut „Handbuch der Blumengärtnerei“ von 1860 benannt nach Johan Ernst Gunner(us) – Bischof von Trondhjem und norwegischer Botaniker. Gunnera manicata ist eigentlich in Brasilien zu Hause.

Wer sie hierzulande kultivieren möchte, braucht nicht nur viel Platz, sondern muss dem Giganten viel Aufmerksamkeit widmen. „Die Pflanze benötigt humusreichen Boden und bekommt im April, wenn sie anfängt auszutreiben, einen Volldünger. Außerdem braucht die Gunnera wirklich sehr, sehr viel Wasser. Hat sie davon zu wenig, verbrennen in der Sommersonne die Blätter und die Schönheit ist weg“, weiß der Coswiger Gärtnermeister.

Seit etwa 15 Jahren schon wächst die Riesenpflanze in seinem Garten. Dort bleibt sie auch im Winter. „Sobald der erste Frost kommt, säge ich die Blätter ab, denn sie würden ohnehin erfrieren“, so Christoph Knibbe. Damit die Pflanze die kalte Jahreszeit ohne Schaden übersteht, deckt er sie mit Noppenfolie und Strohmatten ab. Auch die abgestorbenen Blätter könnte man als Winterschutz liegenlassen.

Meist im April fängt die Gunnera an auszutreiben. „Wenn es frostfrei ist, nehme ich tagsüber den Winterschutz weg, decke die Pflanze abends aber dann wieder ab.“ Erst wenn kein Frost mehr zu erwarten ist, packt Christoph Knibbe Folien und Matten weg. Und dann wächst die Gunnera den ganzen Sommer über wieder zu einem Giganten heran.

Von Catrin Steinbach

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