Volltextsuche über das Angebot:

8 ° / 7 ° Regen

Navigation:
Google+
Vergütung oder Ausgleich: Umsatzsteuer bei Gerichtsvergleich

Steuern Vergütung oder Ausgleich: Umsatzsteuer bei Gerichtsvergleich

Damit bei einer Vergleichszahlung keine Umsatzsteuer anfällt, ist entscheidend, dass es sich um einen sogenannten echten Schadenersatz handelt. Wann das der Fall sein kann, erklärt eine Steuer-Expertin.

Voriger Artikel
Im Jahr 2017: Höherer Steuersatz für Fotobücher
Nächster Artikel
Bei Steuernachzahlung Einspruch gegen Zinshöhe einlegen

Zivilrechtliche Streitigkeiten: Auf Vergleichszahlungen kann Umsatzsteuer anfallen.

Quelle: Daniel Karmann

Berlin. Wird eine zivilrechtliche Streitigkeit durch einen Vergleich beigelegt, kann für den vereinbarten Betrag unter Umständen Umsatzsteuer anfallen. Um Ärger mit dem Fiskus zu vermeiden, sollten Steuerzahler diesen Punkt beachten.

"Entscheidend ist, ob die Zahlung als Vergütung für eine Leistung oder als Ausgleich für einen entstandenen Schaden bewertet wird", erklärt Isabel Klocke vom Bund der Steuerzahler.

Das Finanzamt verlangt in der Regel für den vereinbarten Betrag Umsatzsteuer. Ausnahme: Es handelt sich um den sogenannten echten Schadenersatz - dann fällt keine Umsatzsteuer an. Dieser Fall liegt immer dann vor, wenn für die vereinbarte Zahlung tatsächlich keine Gegenleistung erbracht wird.

Also etwa Entschädigungsleistungen, die von Versicherungen gezahlt wurden oder Stornogebühren bei Reiseleistungen. Auch bei der Zahlung von Vertragsstrafen handelt es sich in der Regel um echten Schadenersatz.

Anders liegt der Fall, wenn die Ersatzzahlung von einer Gegenleistung abhängt - etwa wenn man Geschäftsräume gegen eine Entschädigung vorzeitig räumt. In diesem Fall handelt es sich um einen unechten Schadenersatz - die Entschädigung unterliegt dann der Umsatzsteuer.

Die Vergleichsparteien sollten daher im Rahmen der Vergleichsverhandlungen unbedingt prüfen, welche Fallvariante vorliegt. "Ordnen die Beteiligten den Fall nicht richtig ein und behandeln die Ausgleichssumme fälschlicherweise als Schadenersatz, fordert das Finanzamt bei späterer Aufdeckung des Fehlers die Umsatzsteuer nach", erklärt Klocke.

Dies sei für alle Vergleichsparteien ungünstig, denn dann könne es zu neuen Streitigkeiten kommen - diesmal wegen der Umsatzsteuernachzahlung.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Steuer-Tipps
  • 13. Februar

    Ob Gedenken, Täterspuren oder Menschenkette: Alle Infos finden sie in unserem Special zum 13. Februar in Dresden mehr

  • Semperopernball
    Semperopernball

    Alle Infos, alle Highlights, die schönsten Bilder - der Semperopernball in Dresden. mehr

  • Onlineabo

    "DNN-Exklusiv" heißt das Online-Premiumangebot der Dresdner Neuesten Nachrichten, dass Sie überall und rund um die Uhr nutzen können - zu... mehr

  • E-Paper
    E-Paper

    Mit unserem E-Paper-Abo können Sie die DNN in digitaler Form täglich im Original-Layout im Web oder auf Ihrem Tablet lesen. mehr

  • Magicpaper
    Magicpaper

    Wenn Sie an Beiträgen in der gedruckten DNN das Handy-Symbol entdecken, stehen ab sofort mithilfe der Magicpaper App zusätzliche digitale Inhalte f... mehr