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Stromfresser im Haushalt erkennen

Technik Stromfresser im Haushalt erkennen

Smartphone, Fernseher, Laptop und Co. - sie alle verbrauchen täglich Strom. Das kostet. Doch wie viel genau eigentlich? Das zu ermitteln, ist mitunter gar nicht so leicht. Eine einfache Rechnung bringt zumindest ein bisschen Orientierung.

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Getestet wurden stichprobenartig 20 Gerätegruppen. Oft liegt der Stromverbrauch höher als erwartet.

Quelle: Tobias Hase

Berlin. Welche Stromkosten verursacht der Fernseher pro Jahr? Was kostet der Betrieb der Waschmaschine? Ein Anhaltspunkt für den Verbrauch ist die Wattzahl. Sie gibt aber nur an, wie viel Strom ein Gerät maximal verbrauchen kann. Sonderlich präzise ist das nicht.

"Das ist wie den Durchschnittsverbrauch eines Autos bei Vollgas zu ermitteln". Das erklärt Roman Zurhold von der Deutschen Energie-Agentur (dena). Für eine Schätzung reicht es allemal.

Man nehme: Die Wattzahl des Gerätes (findet sich meist auf einem Schuld auf der Rückseite oder auf dem Netzteil), eine Schätzung der Nutzungsdauer und den Preis für eine Kilowattstunde Strom. Als Beispiel halten hier 100 Watt her, wie sie größere Fernseher und ältere Stereoanlagen oft haben. "Eine Kilowattstunde beschreibt, dass man eine Stunde lang 1000 Watt aus der Steckdose bezieht", sagt Zurhold. Diese koste im Schnitt 28 Cent. Ein Gerät mit 100 Watt Leistung zieht maximal 100 Wattstunden pro Stunde, das ist ein Zehntel einer Kilowattstunde. In einer Stunde verursacht das Gerät also maximal 2,8 Cent Stromkosten. Ist es drei Stunden täglich im Einsatz, dann kostet es im Jahr bei maximaler Auslastung rund 30 Euro Strom - in der Realität eher etwas weniger.

Ein weiteres Beispiel: Ein Smartphone-Netzteil zieht in der Regel rund 5 Watt. Wer es jeden Tag drei Stunden an der Steckdose hat, zahlt im Jahr 1,53 Euro Strom dafür.

Genauere Werte lassen sich über Messgeräte ermitteln, die zwischen das Gerät und die Steckdose gesteckt werden. Sie gibt es im Baumarkt oder zum Teil auch leihweise bei Energieversorgern. Mit ihnen lässt sich der Verbrauch präzise messen.

dpa

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