Volltextsuche über das Angebot:

2 ° / -6 ° heiter

Navigation:
Google+
Rentenversicherung: Wann Selbstständige einzahlen müssen

Verbraucher Rentenversicherung: Wann Selbstständige einzahlen müssen

Nicht nur Angestellte müssen in die Rentenversicherung einzahlen, auch Selbstständige werden manchmal dafür herangezogen. Allerdings nur unter bestimmten Umständen. Welche das sind, ergibt sich aus einem Urteil des Bayerischen Landessozialgerichts.

Voriger Artikel
Vom Chef bezahlt: Beihilfe für Erholung steuerfrei
Nächster Artikel
Durchbruch: Wann Knock-out-Produkte verfallen

Wenn sie keine Mitarbeiter und im Wesentlichen nur einen Auftraggeber haben, müssen auch Selbstständige Beiträge an die Rentenversicherung leisten.

Quelle: Soeren Stache

München. Ein Selbstständiger kann ähnlich wie ein Angestellter dazu verpflichtet sein, Beiträge in die Rentenversicherung einzuzahlen. So unterliegt er der gesetzlichen Rentenversicherung, wenn er keine Mitarbeiter hat und hauptsächlich nur für einen Auftraggeber tätig ist.

Das trifft zum Beispiel zu, wenn ein selbstständiger Versicherungsmakler an einen Maklerpool angebunden ist, entschied das Bayerische Landessozialgericht (Az.: L 1 R 679/14). Über den Fall berichtet die

Arbeitsgemeinschaft Sozialrecht des Deutschen Anwaltvereins (DAV).

Der Fall: Ein selbstständiger Makler vermittelte an zahlreiche Endkunden Policen von mehreren Versicherungsunternehmen. Er war aber Mitglied eines sogenannten Maklerpools, der unter anderem die Verbindung zu den einzelnen Versicherungsgesellschaften herstellte. Der Mann rechnete die Provisionen darüber ab und behielt nur einen Eigenanteil ein. Der Träger der Rentenversicherung ging davon aus, dass der Mann der gesetzlichen Rentenversicherung unterliegt.

Das Urteil: Auch die Richter des Landessozialgerichts teilten diese Ausfassung. Denn im vorliegenden Fall sei der Mann auf Dauer im Wesentlichen nur für einen Auftraggeber tätig gewesen - da nicht die vielen Endkunden, sondern der Maklerpool sein Auftraggeber war. Dadurch erhielt der Makler Zugang zu den einzelnen Versicherern - er war also wirtschaftlich von dem Maklerpool abhängig und somit auch sozial schutzbedürftig. Zumal er den Maklerpool auch dafür brauchte, um die Verwaltung seiner Arbeit zu erledigen.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Finanznews
  • 13. Februar

    Ob Gedenken, Täterspuren oder Menschenkette: Alle Infos finden sie in unserem Special zum 13. Februar in Dresden mehr

  • Semperopernball
    Semperopernball

    Alle Infos, alle Highlights, die schönsten Bilder - der Semperopernball in Dresden. mehr

  • Onlineabo

    "DNN-Exklusiv" heißt das Online-Premiumangebot der Dresdner Neuesten Nachrichten, dass Sie überall und rund um die Uhr nutzen können - zu... mehr

  • E-Paper
    E-Paper

    Mit unserem E-Paper-Abo können Sie die DNN in digitaler Form täglich im Original-Layout im Web oder auf Ihrem Tablet lesen. mehr

  • Magicpaper
    Magicpaper

    Wenn Sie an Beiträgen in der gedruckten DNN das Handy-Symbol entdecken, stehen ab sofort mithilfe der Magicpaper App zusätzliche digitale Inhalte f... mehr