Volltextsuche über das Angebot:

2 ° / -2 ° wolkig

Navigation:
Google+
Kosten für baulichen Maßnahmen beim Fiskus absetzen

Finanzen Kosten für baulichen Maßnahmen beim Fiskus absetzen

Direkt nach dem Kauf lässt der Eigentümer die Immobilie umgestalten. Will er die Kosten für die baulichen Maßnahmen beim Fiskus absetzen, muss er aufpassen: Schönheitsreparaturen darf er unter Umständen nicht als sofortige Werbungskosten absetzen.

Voriger Artikel
Hartz-IV-Empfänger: Pflichtteil im Zweifel geltend machen
Nächster Artikel
Schuldverschreibung der Bundesländer

Wer bauliche Maßnahmen beim Fiskus absetzen will, muss unter Umständen mehrere Posten zusammenrechnen.

Quelle: Oliver Berg

München. Wenn ein Eigentümer die Immobilie direkt nach der Anschaffung umgestaltet, muss er die Kosten für die baulichen Maßnahmen unter Umständen zusammenrechnen, um sie steuerlich geltend zu machen.

Das gilt jedenfalls, wenn die Gesamtkosten innerhalb von drei Jahren 15 Prozent der Anschaffungskosten übersteigen. Denn dann gelten sie als anschaffungsnahe Herstellungskosten. In so einem Fall dürfen Eigentümer auch Schönheitsreparaturen nicht isoliert als sofortige Werbungskosten beim Fiskus angeben. Das entschied der Bundesfinanzhof (BFH) in drei jetzt veröffentlichten Urteilen (Az.: IX R25/14; IX R 15/15; IX R 22/15).

Auch solche Aufwendungen müssen Steuerzahler dann zu den Gesamtkosten für die baulichen Maßnahmen dazu zählen und nach den sogenannten "AfA-Regelungen" beim Fiskus angeben. AfA steht für Absetzung für Abnutzung - die Ausgaben können sie dann also über die Nutzungsdauer des Gebäudes verteilt steuerlich geltend machen.

In den Streitfällen hatten die Kläger Immobilien gekauft. Sie wollten diese renovieren, sanieren und umgestalten, um sie anschließend zu vermieten. Die Kosten für die Schönheitsreparaturen - etwa das Streichen von Böden, Wänden und Heizkosten - wollten die Kläger als sofortige Werbungskosten geltend machen. Sie argumentierten, diese fielen nicht unter den Begriff der "Instandhaltungs- und Modernisierungsmaßnahmen" - und zählten somit zu den anschaffungsnahen Herstellungskosten.

Die BFH-Richter widersprachen der Auffassung. Schönheitsreparaturen können nicht isoliert betrachtet werden. Eigentümer müssen sämtliche Kosten für die baulichen Maßnahmen, die sie unmittelbar nach der Anschaffung vornehmen lassen, zusammenrechnen. Übersteigen die Gesamtkosten innerhalb von drei Jahren 15 Prozent der Anschaffungskosten, müssen sie alle Aufwendungen beim Finanzamt nach den AfA-Regelungen abschreiben.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Finanznews
  • 13. Februar

    Ob Gedenken, Täterspuren oder Menschenkette: Alle Infos finden sie in unserem Special zum 13. Februar in Dresden mehr

  • Semperopernball
    Semperopernball

    Alle Infos, alle Highlights, die schönsten Bilder - der Semperopernball in Dresden. mehr

  • Onlineabo

    "DNN-Exklusiv" heißt das Online-Premiumangebot der Dresdner Neuesten Nachrichten, dass Sie überall und rund um die Uhr nutzen können - zu... mehr

  • E-Paper
    E-Paper

    Mit unserem E-Paper-Abo können Sie die DNN in digitaler Form täglich im Original-Layout im Web oder auf Ihrem Tablet lesen. mehr

  • Magicpaper
    Magicpaper

    Wenn Sie an Beiträgen in der gedruckten DNN das Handy-Symbol entdecken, stehen ab sofort mithilfe der Magicpaper App zusätzliche digitale Inhalte f... mehr