Volltextsuche über das Angebot:

2 ° / -6 ° wolkig

Navigation:
Google+
Hohe Dispokosten umgehen

Finanzen Hohe Dispokosten umgehen

Wer seinen Dispo nutzt, muss dafür hohe Zinsen zahlen. Und wer auch den Dispo überzieht, zahlt oft sogar ein Mindestentgelt. Das hat der BGH jetzt zwar untersagt. Es gibt jedoch auch Alternativen, um die hohen Kosten für den Dispo ganz zu vermeiden.

Voriger Artikel
Gaspreise für Endverbraucher fallen
Nächster Artikel
Gericht ist nicht an Gutachten gebunden

Bankkunden, die ihr Dispo-Konto überziehen, zahlen dafür manchmal nicht nur hohe Zinsen, sondern auch noch noch ein Entgelt. Raten- oder Rahmenkredite können da günstiger sein.

Quelle: Jens Kalaenej

Hamburg. Manchmal reicht das Geld nicht - etwa wenn Neuanschaffungen anstehen. Kein Grund, dafür sein Girokonto zu überziehen und hohe Dispozinsen zu bezahlen. Es gibt günstigere Alternativen: Ratenkredite oder Rahmenkredite zum Beispiel.

Bei einem Ratenkredit legen Verbraucher die benötigte Summe von Anfang an fest. Außerdem vereinbaren sie mit dem Kreditgeber vorab, wie hoch die monatlichen Raten sein sollen. "Verbraucher sollten aber darauf achten, dass der Vertrag flexibel ist, damit sie bei finanziellen Engpässen die Raten reduzieren oder die Tilgung zeitweise ganz aufsetzen können", rät Michael Knobloch von der Verbraucherzentrale Hamburg. Auch die Restschuld sollte man früher begleichen können - ohne dafür eine Vorfälligkeitsentschädigung zahlen zu müssen. So kann man flexibel reagieren, wenn man etwa plötzlich erbt oder mehr Geld als gedacht zur Verfügung hat.

Auch die Höhe der Zinsen ist beim Ratenkredit meist nicht variabel. Sie hängt von der Laufzeit ab. "Grundsätzlich sollte die Laufzeit des Kredits nicht die Lebenszeit des finanzierten Konsumgutes überschreiten", rät der Verbraucherschützer. "Je schneller man den Kredit tilgen kann, umso günstiger ist er." Dennoch sollten Verbraucher die Raten und die Laufzeit realistisch kalkulieren, um keine Mahn- und Inkassogebühren zu riskieren. Ratenkredite mit einer Restschuldversicherung sieht Knobloch aktuell kritisch: "Meist sind sie derzeit überteuert."

Eine weitere Alternative ist der Rahmenkredit: Die genaue Höhe des Kredites ist variabel. Der abgerufene Betrag muss sich nur innerhalb eines festgelegten Rahmens befinden. Die Flexibilität hat ihren Preis - meist müssen Verbraucher hier mit höheren Zinsen im Vergleich zum Ratenkredit rechnen. Dafür sind die Raten sind nicht festgelegt - Verbraucher können monatlich auch kleine Beträge zurückzahlen. Doch Vorsicht: "Hier besteht das Risiko, dass Verbraucher in eine unendliche Laufzeit oder sogar in eine Schuldenfalle geraten", warnt Knobloch. Am besten überlegt man sich einen eigenen Rückzahlplan.

Überziehen Verbraucher nicht nur ihr Girokonto, sondern auch ihr Dispolimit, sprechen Experten von der sogenannten geduldeten Überziehung. Der Bundesgerichtshof (BGH) hat dazu am Dienstag entschieden, dass Banken in so einem Fall kein Mindestentgelt berechnen dürfen (Az.: XI ZR 9/15 und XI ZR 387/15). Gegen eine entsprechende Klausel hatten Verbraucherschützer geklagt.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Finanznews
  • 13. Februar

    Ob Gedenken, Täterspuren oder Menschenkette: Alle Infos finden sie in unserem Special zum 13. Februar in Dresden mehr

  • Semperopernball
    Semperopernball

    Alle Infos, alle Highlights, die schönsten Bilder - der Semperopernball in Dresden. mehr

  • Onlineabo

    "DNN-Exklusiv" heißt das Online-Premiumangebot der Dresdner Neuesten Nachrichten, dass Sie überall und rund um die Uhr nutzen können - zu... mehr

  • E-Paper
    E-Paper

    Mit unserem E-Paper-Abo können Sie die DNN in digitaler Form täglich im Original-Layout im Web oder auf Ihrem Tablet lesen. mehr

  • Magicpaper
    Magicpaper

    Wenn Sie an Beiträgen in der gedruckten DNN das Handy-Symbol entdecken, stehen ab sofort mithilfe der Magicpaper App zusätzliche digitale Inhalte f... mehr