Volltextsuche über das Angebot:

4 ° / -3 ° wolkig

Navigation:
Google+
Fitnessstudio-Vertrag sofort kündigen: Diese Gründe zählen

Verbraucher Fitnessstudio-Vertrag sofort kündigen: Diese Gründe zählen

Fitnessstudio-Verträge haben oft eine lange Laufzeit. Doch was, wenn man nach ein paar Wochen oder Monaten gar nicht mehr trainieren kann? Vorzeitig aus dem Vertrag auszusteigen, kann schwierig werden, wie ein BGH-Urteil zeigt. Welche Gründe zählen dabei?

Voriger Artikel
Arbeit unerreichbar: Sehbehinderter gilt als erwerbsunfähig
Nächster Artikel
Wohngebäudeversicherung: Grundstück ist nicht mitversichert

Ein Umzug ist kein Grund für sofortige Kündigung des Fitnessstudios, so lautet das Urteil des BGH.

Quelle: Britta Pedersen

Düsseldorf. Will ein Kunde vorzeitig aus einem Fitnessstudio-Vertrag aussteigen, braucht er dafür einen wichtigen Grund. "Nur dann ist eine außerordentliche Kündigung möglich", sagt Julia Schmitz von der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen.

Ist die Kündigung wirksam, gilt sie in der Regel sofort. "Verbraucher sollten nach Kenntnis des Kündigungsgrundes unverzüglich reagieren", rät die Juristin. Grundsätzlich darf der Betreiber in den Geschäftsbedingungen das Recht auf Sonderkündigung nicht ausschließen. Außerdem muss die Kündigung kostenlos möglich sein.

Ein berufsbedingter Umzug ist nach Auffassung des Bundesgerichtshofes (BGH) jedoch kein ausreichender Grund für eine außerordentliche Kündigung, wie aus einem Urteil vom Mittwoch hervorgeht (Az.: XII ZR 62/15). Doch was gilt bei Verletzung, Schwangerschaft oder schwerwiegender Krankheit?

Krankheit: Handelt es sich um eine dauerhafte und ernsthafte Krankheit, haben Kunden in der Regel ein Sonderkündigungsrecht. "Der Studiobetreiber darf in diesem Fall vom Kunden ein Attest verlangen", sagt Schmitz. Es reicht, wenn der Arzt die Sportunfähigkeit bestätigt. Er muss nicht die genaue Krankheit angeben.

Verletzung: Ein vorübergehender Ausfall - etwa wegen einer kurzzeitigen Muskelverletzung - ist meist kein Grund für eine Sonderkündigung. Dauert der Heilungsprozess länger an, rät Schmitz: "Verhandeln Sie mit dem Studiobetreiber, ob Sie die Ausfallzeit am Ende des Vertrages anhängen dürfen."

Schwangerschaft: Um vorzeitig aus dem Vertrag zu kommen, darf die Frau beim Abschluss noch nichts von ihrer Schwangerschaft gewusst haben. Außerdem kommt es auf den Einzelfall an - also den konkreten Verlauf der Schwangerschaft. Ist das Training für die Frau zumutbar, darf sie den Vertrag in der Regel nicht kündigen, erklärt Schmitz.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Finanznews
  • 13. Februar

    Ob Gedenken, Täterspuren oder Menschenkette: Alle Infos finden sie in unserem Special zum 13. Februar in Dresden mehr

  • Semperopernball
    Semperopernball

    Alle Infos, alle Highlights, die schönsten Bilder - der Semperopernball in Dresden. mehr

  • Onlineabo

    "DNN-Exklusiv" heißt das Online-Premiumangebot der Dresdner Neuesten Nachrichten, dass Sie überall und rund um die Uhr nutzen können - zu... mehr

  • E-Paper
    E-Paper

    Mit unserem E-Paper-Abo können Sie die DNN in digitaler Form täglich im Original-Layout im Web oder auf Ihrem Tablet lesen. mehr

  • Magicpaper
    Magicpaper

    Wenn Sie an Beiträgen in der gedruckten DNN das Handy-Symbol entdecken, stehen ab sofort mithilfe der Magicpaper App zusätzliche digitale Inhalte f... mehr