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Deutsche kaufen Weihnachtsgeschenke lieber im Laden

Verbraucher Deutsche kaufen Weihnachtsgeschenke lieber im Laden

Der Online-Handel boomt. Doch wenn es um Weihnachtsgeschenke geht, setzen die Deutschen auf echte Geschäfte, wie eine Umfrage zeigt. Hoch im Kurs: Persönliche Beratung. Damit können auch Supermärkte punkten, vor allem der Aufstieg der Discounter setzt sich fort.

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Die meisten Deutschen kaufen die Weihnachtsgeschenke lieber im Geschäft als im Internet. Das ergab eine Umfrage der Unternehmensberatung EY.

Quelle: Ralf Hirschberger

München. Die Menschen in Deutschland kaufen ihre Weihnachtsgeschenke einer Umfrage zufolge lieber im Laden als im Internet. Gut 70 Prozent der Befragten gaben dabei an, die Präsente mit Vorliebe ganz klassisch im Fachgeschäft oder im Warenhaus zu besorgen.

Nur knapp jeder Zehnte bevorzugt den Online-Einkauf. Das ergab eine Umfrage der Unternehmensberatung EY. Vor allem Verbraucher mit höherem Einkommen und Familien mit Kindern zeigten sich überdurchschnittlich oft geneigt, sich den stressigen Besuch in überfüllten Innenstädten zu ersparen und im Internet zu shoppen.

Für den Einkaufsbummel in der Stadt spricht nach Überzeugung der meisten Verbraucher insbesondere, dass sie die Ware besser beurteilen und gleich mitnehmen könnten. Auch mit guter Beratung könnten die Läden punkten.

Gut die Hälfte der Befragten (54 Prozent) will sich allerdings noch etwas Zeit lassen und den größten Teil der Geschenke erst im Dezember kaufen. Rund 15 Prozent haben sogar bereits eine Großteil der Präsente gekauft. Noch häufiger als im Vorjahr dürften sich der Umfrage zufolge in diesem Jahr Geld und Geschenkgutscheine unter dem Weihnachtsbaum finden. Mehr als die Hälfte (54 Prozent) der Befragten planen, sich auf diese Weise die Suche nach einem passenden Geschenk zu ersparen. 2015 waren es 51 Prozent. Geld und Gutscheine liegen damit auf Platz eins der Geschenke-Hitparade - noch vor Büchern und E-Books sowie Lebensmitteln und Süßwaren.

Wie eine Befragung der Unternehmensberatung Oliver Wyman ergab, stiegen die Supermärkte in Deutschland in diesem Jahr in der Gunst der Verbraucher. Vor allem im Vergleich zu SB-Warenhäusern - größere Märkte wie Globus und E-Center, die häufig auf der grünen Wiese gebaut wurden - konnten Supermärkte wie Edeka und Rewe zulegen.

Die Supermärkte hätten viel aufgewandt, um mit den größeren Märkten mitzuhalten. Besonders die Zufriedenheitswerte von Rewe und Edeka steigen der Befragung zufolge - das gilt auch für den Preis, mit dem bislang vor allem die Discounter ihre Kundschaft locken. Der Abstand zwischen Discountern und Supermärkten schrumpfe, erklärte Münch.

Aldi Süd belegt den Spitzenplatz in der Wahrnehmung der Verbraucher vor Aldi Nord und Lidl - darauf folgen die SB-Warenhäuser Kaufland und Globus. In der Kombination der Kriterien "Leistung" und "Preis" belegen Globus und Kaufland daher die Spitzenplätze.

Die Deutschen reagieren Münch zufolge zwar sensibel auf Preiserhöhungen. Für etwa zwei Drittel (64 Prozent) sei aber die Leistung ausschlaggebend. Wichtiger bei der Wahl des Marktes sei nur die Lage. Bei den Discountern bilde sich eine "Zwei-Klassen-Gesellschaft" aus, beobachtete Münch: Die führenden Discounter Aldi Nord und Süd sowie Lidl konkurrieren nach umfassenden Investitionen inzwischen mit den Supermärkten.

dpa

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