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Gold und Edelsteine - Geschenke mit Gewinnpotenzial?

Finanzen Gold und Edelsteine - Geschenke mit Gewinnpotenzial?

Noch keine Idee für ein Geschenk? Warum nicht mal was wirklich Wertvolles schenken? Auch Gold oder Edelsteine eignen sich als Präsent. Aber hier sollten Käufer genau hinsehen.

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Ein Goldring mit Diamant ist ein wertvolles Geschenk. Als Geldanlage eignet er sich aber nicht.

Quelle: Andrea Warnecke

Frankfurt/Main. Gold und Edelsteine üben schon immer eine Faszination auf viele Menschen aus. Deshalb zählen die glänzenden Präsente zu den beliebteren Geschenkideen für die Weihnachtszeit. Und sie haben einen Vorteil: Das Geschenk für die Lieben kann vielleicht sogar an Wert gewinnen.

Seit dem Frühjahr hat sich der Goldpreis in einer vergleichsweise engen Handelsspanne zwischen 1200 und 1050 US-Dollar je Feinunze (etwa 31,1 Gramm) gehalten. Zuletzt kostete eine Feinunze 1066 US-Dollar. Im Mittel rechnen die von der Nachrichtenagentur Bloomberg befragten Banken mit einem Anstieg auf 1132 Dollar bis Ende 2016.

Auch bei Diamanten rechnen Experten mit steigenden Preisen. Nach Einschätzung der Stiftung Antwerp World Diamond Centre wird die Nachfrage steigen, vor allem aus den USA. Außerdem werde sich der Absatz in China bis 2024 voraussichtlich verdoppeln.

Edelsteine haben aus Sicht von Experten möglicherweise mehr Potenzial für Wertsteigerungen. Ein Grund: "Das Angebot von Diamanten und auch bei hochwertigen Saphiren, Rubinen und Smaragden wird geringer", sagt Experte Andreas Görler vom Vermögensverwalter Wellinvest-Puschke & Kalm. Das Antwerp World Diamond Centre rechnet sogar mit Engpässen: "In fünf Jahren werden Diamanten knapp."

Außerdem spricht ein weiterer Vorteil für Edelsteine: Wegen des geringen Gewichts ist die Aufbewahrung deutlich leichter. Ein Stein mit einem Gewicht von einem Karat wiegt nur 0,2 Gramm. "Außerdem sind Farbedelsteine Unikate mit speziellen Eigenschaften", sagte Experte Görler. Hier seien unter Umständen hohe Wertsteigerungen möglich.

Für die Beurteilung der Steine gelten in der Regel die vier "Cs": "Colour" für die Farbe, "Carat" für das Gewicht, "Clarity" für die Reinheit und "Cut" für den Schliff. Die Bewertung sollte aber auf jeden Fall ein Experte vornehmen. "Ein Laie kann den Wert eines Steines nicht beurteilen, denn hierfür ist eine gute Ausbildung notwendig", sagt Dieter Hahn von der Diamantschleiferei Ph. Hahn Söhne aus Idar-Oberstein. Er rät dazu, einen Diamant nur bei einem angesehenen Juwelier oder Goldschmied zu kaufen. "Dort ist beim Erwerb eines Steines auch eine neutrale Expertise im Preis inbegriffen".

Auch beim Kauf von Gold sollten Kunden auf namhafte Goldhändler oder Münzhändler setzen, die Mitglieder im Berufsverband des deutschen Münzhandels sind. Zuvor sollte man sich im Internet über den aktuellen Goldpreis informieren und die Preise einzelner Händler vergleichen. Das Edelmetall wird in Barren angeboten, wobei das Angebot von Mini-Barren von einem Gramm bis Barren von einem Kilogramm reicht. Bei Münzen wird das Gewicht mit Feinunzen angegeben.

Beim Kauf ist generell zu beachten, dass die Reinheit des Goldes bei nahezu 100 Prozent liegt. "Sofern der Reinheitsgrad bei Münzen bei 900 Tausendstel und der von Barren bei 995 Tausendstel liegt, wird jeweils keine Mehrwertsteuer erhoben", sagt Experte Görler. Dagegen ist der Kauf von Sammler- und Gedenkmünzen nur etwas für echte Kenner: Diese Kategorie von Münzen wird nicht nach dem Materialwert eingeschätzt, sondern daran, wie begehrt sie bei Sammlern ist.

Als Geldanlage eignet sich Schmuck eher nicht. Der Kaufpreis von Schmuck liegt in der Regel über dem tatsächlichen Goldwert, erklärt Niels Nauhauser von der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg. Denn hier zahlen Kunden auch für die Herstellungskosten. Der tatsächliche Metallwert lässt sich nur im eingeschmolzenen Zustand erzielen.

dpa

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