Volltextsuche über das Angebot:

1 ° / -6 ° Regen

Navigation:
Google+
Fünf kreative Sachen zum Selbermachen

Auf in den Deko-Herbst Fünf kreative Sachen zum Selbermachen

Der heiße September hat die Segel gestrichen, der Oktober war bereits deutlich kühler, langsam kommt in Dresdens Parks und Grünanlagen farbenfrohe Herbststimmung auf. Das und die früher einsetzende abendliche Dunkelheit sind Grund genug, mal wieder den Kreativmensch in sich rauszulassen.

Quelle: fotolia.com ©DoraZett

Jedes Jahr die gleiche gekaufte Deko vor der Wohnungstür? Im Frühjahr Papier-Blüten, im Sommer ein Windlicht, im Herbst ein Plastik-Kürbis und vor Weihnachten die üblichen Kunststoff-Nikoläuse und Türkränze? Dabei gibt es doch schon allein in Sachen Kürbisse verschiedene Gestaltungsalternativen. Nein, von der Stange kaufen kann jeder. Gute Deko – nicht nur für den Herbst – lässt sich hingegen mit den günstigsten Materialien und einem Minimum an Talent am Küchentisch reproduzieren. Garantiert einzigartig und wesentlich kreativer als das, was oftmals in Discountern zu finden ist. Der folgende Artikel gibt ein paar Anregungen.

1. Der Erntekorb

Materialien: Weinkiste oder Weidekorb, Jutestoff (Kartoffelsack), Maiskolben, Kastanien, bunte Blätter, Zierkürbisse, Klarlack

Der Erntekorb ist eine klassische Haustür-Deko und blitzschnell gebastelt: Grundlage bildet eine Weinkiste aus Holz (erhältlich beim Getränkehändler / Weingut) oder ein Weidekorb. Dort hinein wird ein kleiner Pappkarton gepackt, damit eine zweite Ebene entsteht. Im Anschluss den Jutestoff so drapieren, dass er locker über die Ränder hängt. Das Dekorieren kann beginnen: Zuerst kommen die größten Teile hinein, im niedrigen Vordergrund die Maiskolben positionieren und zwischendrin einige Kastanien streuen. Wem es gefällt, kann noch bunte Herbstblätter sammeln, sie mit der entsprechenden Methode trocknen und im Freien mit etwas Klarlack aus der Sprühdose fixieren. So präpariert können die Blätter mit den Stielen in die Maschen des Jutestoffs gesteckt werden.

Gesamtpreis: 15-20 Euro

Alte Weinkiste

Alte Weinkisten gibt’s beim Getränkehändler oder auf dem Weingut oft umsonst – allerdings kann es sein, dass mit ein paar Nägeln stabilisierend nachgeholfen werden muss.

Quelle: fotolia.com ©Mirscho

2. Kinderbilder forever

Materialien: Tintenstrahldrucker, Scanner, Papier, Klebeband, Stoffschere, weißes T-Shirt, Lineal, scharfes Bastelmesser, Klarlack

Wie oft malen Kinder richtig schöne Herbstmotive – doch diese einfach nur an den Kühlschrank zu kleben, wird den kleinen Künstlern nicht gerecht. Eventuell gibt es auch ein Motiv, dass sich die Kleinen gerne als Aufnäher auf Rucksack und Co. wünschen – so etwas im Geschäft sticken zu lassen, kann richtig ins Geld gehen.

Einfacher und wesentlich günstiger ist die Drucker-Methode: Dazu wird ein weißes T-Shirt benötigt. Wichtig ist, darauf zu achten, kein farbiges T-Shirt zu verwenden, denn dann passiert etwas, dass der Fachmann als „Überdrucken“ bezeichnet: Die Druckfarbe würde auf dem andersfarbigen Stoff nicht wirken, im Zusammenwirken in einer anderen Farbe schimmern oder ähnliche Fehler produzieren.

Die maximale Größe solcher Motive ist, was der Drucker auch einziehen kann, meist DIN-A4. Wird ein Motiv gescannt, sollte dieses in höchster Qualität abgespeichert werden.

  • Los geht es, indem aus dem Shirt ein Stück Stoff, größer als das gewünschte Motiv, ausgeschnitten wird.
  • Dieses Stück wird nun auf die Mitte eines normalen, dünnen Blattes Druckerpapier geklebt. Das Klebeband muss die Ränder vollständig bedecken, damit sich im Druckermechanismus nichts lösen kann - Falten dürfen sich ebenfalls keine bilden.
  • Am Computer wird nun ein Schreibprogramm geöffnet, in welches das Motiv eingefügt und auf die gewünschte Größe gebracht wird ( Anleitung für Word). Wichtig: Auf dem virtuellen Blatt muss das Bild genau an der Stelle sitzen, an der der Stoff auf dem „echten“ Papier fixiert ist.
  • Anschließend wird ein Testbild auf Papier ausgedruckt und die Position des Motivs mit dem Stoff verglichen.
  • Stimmt alles, werden die Druckeinstellungen auf „Höchste Qualität“ eingestellt, das Stoff-Blatt in den Schacht gesteckt und der Druck ausgeführt.
  • Das Motiv sollte nun in hoher Qualität auf dem Stoff landen.

Danach ist Geduld wichtig: Den Stoff auf dem Papier belassen, bis die Tinte trocken ist und in mehreren dünnen Schichten mit Klarlack benetzen. Die Trocknungszeit kann mit einem Haartrockner beschleunigt werden.

Nun wird das Motiv ausgeschnitten. Soll es ein Aufnäher werden, wird rundherum ein zirka 1 cm breiter Rand gelassen. Das Lineal kann dabei als Anlegekante für das Messer fungieren. Anschließend wird dieser Rand nach hinten gefaltet – durch den Klarlack ist der Stoff steif – und der neue Aufnäher kann mit Nadel und Faden an seinen Platz gebracht werden. Der Klarlack macht das Ganze auch wetter- und bedingt waschmaschinenfest.

Tipp: Soll der Stoff-Druck einfach nur in einen Bilderrahmen, kann auf den Klarlack verzichtet werden.

Gesamtpreis: Kostenfrei (sofern alles im Haus vorhanden ist)

 

Kinder malen

Mit einem Scanner können die Werke kleiner Künstler digitalisiert werden. Auf Stoff ausgedruckt, bleibt die Qualität nahezu erhalten und es entstehen richtige Leinwand-Gemälde.

Quelle: fotolia.com ©Gennadiy Poznyakov

 3. Fensterdekor-Mobile für das ganze Jahr

Materialien: Zweige (30-60 cm lang), Herbstblätter, Nadel, Faden, Paketschnur, Schere, Klarlack

Dieses Fenster-Mobile kann mit nur wenigen Änderungen das ganze Jahr verwendet werden und eignet sich aufgrund seiner Einfachheit besonders für das Basteln mit Kindern.

Zuerst wird ein schöner, maximal fingerdicker Zweig gesucht, bestenfalls mit vielen Verästelungen und kräftiger Rinde. Genügend Zweige sind auch auf dem Boden als Fallholz zu finden. Ebenso können Blätter gesammelt werden. Hier gilt: Je farbenfroher, desto besser.

Äste im Wald

Nach den vergangenen Wochen sollten sich genügend abgestorbene Zweige unter jedem Baum finden. Dicker als der Daumen sollten sie jedoch nicht sein.

Quelle: fotolia.com © derevo30

Zuhause wird der Zweig an eine Schnur gebunden und auf dem Balkon mit Klarlack versiegelt. Damit wird das Lösen von Stücken und Schmutz in der Wohnung verhindert. Mit Hilfe der Schnur zum Trocknen aufhängen. Ist der Klarlack gut durchgetrocknet, geht es weiter mit dem Basteln.

Dafür wird sich erst einmal ein Fenster ausgesucht, an dem das Mobile später hängen soll und dort in der Mitte ein Klebehaken befestigt. Anschließend werden Paketschnur-Stücke an den Enden des Zweigs festgeknotet und so zusammengeführt, dass der Ast mehr oder weniger waagerecht daran hängt.

Paketschnur

Soll das Zweig-Mobile nahezu unsichtbar am Fenster „schweben“ kann statt der Paketschnur auch Angelleine zum Einsatz kommen.

Quelle: fotolia.com © Cpro

Die Blätter werden - wie bereits weiter oben beschrieben – getrocknet, mit einem Faden bestückt und dann am Ast in verschiedenen Höhen festgeknotet. Nun sollte es so aussehen, als würde der Zweig Blätter verlieren. Durch Austauschen der Blätter gegen Wattebäusche (Schneeflocken), Blüten usw. lässt sich so blitzschnell eine Ganzjahres-Dekoration herstellen.

Gesamtpreis: Kostenfrei

4. Blätter-Lichter

Materialien: Windlichter/Einmachgläser o.Ä. aus Echtglas, Serviettenkleber, Pinsel, Herbstblätter, Bast, Gummihandschuhe, alte Zeitung (als Unterlage), Feuerzeugbenzin/scharfer Schnaps, Teelichter

Auch Blätter-Lichter sind vergleichsweise schnell gebastelt. Wichtig ist, dass die Blätter relativ frisch und keinesfalls zu trocken sind, da sonst die Gefahr des Bruchs besteht, wenn sie um das Glas gelegt werden.

Ein Kostenfaktor kann der Serviettenkleber sein, der fünf Euro und mehr kosten kann.

Tipp: Ein Rezept als günstige Alternative zum Serviettenkleber.

Los geht es, indem das Äußere der Gläser mit dem Feuerzeugbenzin abgerieben wird. Wahlweise kann auch zu Schnaps gegriffen werden, sofern er über 40% Alkohol enthält. Wichtig ist, dass Fett entfernt wird – das Tragen von Handschuhen wird empfohlen.

Anschließend wird mit dem Pinsel der Serviettenkleber dünn aufgetragen. Am besten funktioniert das, indem das Glas in Segmente aufgeteilt wird. Die Blätter werden ebenfalls mit Kleber eingepinselt und nach Belieben außen auf das Glas geklebt. Ob sich die Blätter dabei überlappen oder Lücken bleiben, ist dabei ganz dem eigenen Geschmack überlassen.

Blätter im Einmachglas

Wer ein Einmachglas mehr kauft, kann dies hinterher mit den übrig gebliebenen Blättern füllen und bekommt so ein weiteres Deko-Element.

Quelle: fotolia.com © Jenny Sturm

Die Gläser werden nun mehrere Stunden - am besten über Nacht - zum Trocknen ins Freie gestellt. Am nächsten Tag können sie unter dem Rand noch mit etwas Bast umwickelt und einer Schleife versehen werden. Steckt ein Teelicht darin, wird es die Blätter halbtransparent zum Leuchten bringen.

Gesamtpreis: 10 Euro

5. Der Nuss-Kranz

Materialien: Dicke Pappe, Nüsse, Kastanien, Eicheln, Bleistift, Schnur, Lineal, Krepp-Papier, Pinnwand-Nadel, kräftiger Bastelkleber, Bastelmesser.

Kränze hängen im Herbst vor jedem Deko-Geschäft. Doch warum kaufen, wenn sich dieser hier aus Gesammeltem und Pappe aus dem Altpapier selbst herstellen lässt?

Los geht es mit dem Kranz-Unterbau. Dafür wird ein entsprechend großes Stück Pappe benötigt. Wichtig dabei ist, dass sich ein mindestens 30 x 30 cm großes Quadrat ausschneiden lässt.

Mit Lineal und Bleistift werden die jeweils gegenüberliegenden Ecken des Quadrats zu einem X in der Mitte der Pappe verbunden, das später auch die Mitte des Kranzes bilden wird. Da zu den wenigsten Haushalten ein passend großer Zirkel gehört, muss die Kreisform improvisiert werden. Die Pinnwand-Nadel wird in die markierte Mitte gesteckt und der Faden in einer Länge daran gebunden, die dem späteren Außenradius entspricht. Am anderen Ende der Schnur wird der Bleistift festgeknotet.

Mit leicht gespannter Schnur vorsichtig einen Kreis auf die Pappe zeichnen, den Stift lösen, das Band um zehn Zentimeter kürzen und einen kleineren Innenkreis zeichnen. Mit dem Bastelmesser erst entlang der äußeren, dann der inneren Linie ausschneiden. Am Ende sollte man eine Art Papp-Kringel vor sich liegen haben. Dies mehrmals wiederholen, die Ringe aufeinander kleben, die eckigen Ränder mit einem Messer abrunden und alles mit dem Krepp-Papier umwickeln.

Basteln mit Heißkleber

Wer eine Heißklebepistole hat, kann die Kastanien auch damit festkleben. Allerdings führt das zu meist hässlichen Kleberfäden.

Quelle: fotolia.com © rades

Nun beginnt die Sammelarbeit: Es werden so viele Kastanien, Nüsse, Eicheln und andere runde Gegenstände eines Herbstwaldes benötigt, wie möglich. Diese zuhause in klarem Wasser reinigen und anschließend auf einem Stück Zeitung an der Luft trocknen lassen.

Mittels Kleber werden die gesammelten Gegenstände - beginnend mit den Größten - auf den Papp-Kranz geklebt und alle Lücken aufgefüllt, bis ein Kranz aus Nüssen, Eicheln und Co entstanden ist.

Vom persönlichen Geschmack abhängig, können zusätzlich noch kleine Blätter aufgeklebt oder eine Schleife aus Bast ergänzt werden.

Gesamtpreis: Kostenfrei

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Familie