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Aufstehen, gehen, toben: Weniger sitzen tut Kindern gut

Familie Aufstehen, gehen, toben: Weniger sitzen tut Kindern gut

Bewegung ist gesund. Das gilt für alle. Auch Kinder sollten trotz Hausaufgaben und Computer nicht zu viel sitzen, denn das schadet ihrer Gesundheit.

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Ob vor dem Fernseher oder dem Computer - Kinder verbringen im Alltag viel Zeit im Sitzen. Foto: Silvia Marks

Bielefeld. Essen, lernen, Hausaufgaben machen, am Computer spielen: Kinder erledigen viele Dinge im Sitzen. Damit schaden sie langfristig ihrer Gesundheit: Unter anderem erhöht langes Sitzen das Risiko für Übergewicht und Stoffwechselerkrankungen und verringert die Knochendichte.

In vielen Situationen lässt sich das Sitzen aber unterbrechen oder sogar vermeiden: "Das klappt gut, wenn die ganze Familie mitzieht", sagt Jens Bucksch von der Universität Bielefeld. Er arbeitet an der Fakultät für Gesundheitswissenschaften und forscht unter anderem zu Prävention.

Hausaufgaben müssen beispielsweise nicht im Sitzen gemacht werden. "Viele Kinder haben verstellbare Tische in ihrem Kinderzimmer, die man nach ganz oben stellen kann." Reicht das von der Höhe nicht aus, empfiehlt Buksch, große Bücher unterzulegen. Fürs Kinderzimmer bietet es sich auch an, Möglichkeiten zum Klettern und Schaukeln zu geben. Das klappt mit Tauen und Seilen, Röhren, Strickleitern und Trampolin. Außerdem können sich alle Familienmitglieder darauf einigen, im Alltag weniger zu sitzen: zum Beispiel während der Fernsehwerbung aufstehen und um den Tisch laufen. Oder es geht mit dem Laufrad oder Fahrrad zur Kita statt mit dem Auto.

Um Familien zusätzlich zu mehr Bewegung zu motivieren, hat die Universität Bielefeld gemeinsam mit der Plattform für Ernährung und Bewegung ein Spiel entwickelt. Es kann unter

www.familienaufstand.de heruntergeladen werden. Wer sich am meisten in der Familie bewegt, sammelt die meisten Punkte.

Obwohl die Gesundheitsrisiken durch das Sitzen noch nicht vollständig erforscht sind, lässt sich schon jetzt sagen: Sie lassen sich durch Sport nicht vollständig ausgleichen. "Jede Stunde Bewegung ist natürlich gut", sagt Bucksch. Es reicht aber nicht, wenn das Kind eine Stunde Fußball im Verein spielt - und den Rest des Abends vor der Konsole versackt.

dpa

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