Volltextsuche über das Angebot:

12 ° / 2 ° wolkig

Navigation:
Google+
Wohnungsinteressenten müssen Vermieter nicht alles verraten

Immobilien Wohnungsinteressenten müssen Vermieter nicht alles verraten

Um ihre Chancen auf eine Wohnung zu erhöhen, teilen Wohnungsinteressenten ihren zukünftigen Vermieter oft viele sensible Daten mit. Welche Angaben sind Pflicht und welche Kür?

Voriger Artikel
Rückforderung der Betriebskosten-Vorauszahlung
Nächster Artikel
Urteil: Vermieter muss Mieter nicht vorzeitig aus Vertrag entlassen

Die Katze im Umzugskarton: Damit es keinen Ärger mit dem Vermieter gibt, sollten Wohnungsinteressenten ihn vorher um Erlaubnis fragen. Foto: Jens Schierenbeck

Berlin. Beantworten Wohnungsinteressenten Fragen des Vermieters falsch, kann dies unter Umständen rechtliche Folgen haben - im schlimmsten Fall droht die Kündigung. Dennoch müssen künftige Mieter längst nicht alles preisgeben.

Zukunftspläne: Fragt der Vermieter etwa nach der eigenen Familienplanung, rät Ulrich Ropertz vom Deutschen Mieterbund: "Man sollte auf diese Frage eine Antwort haben." Doch es sei kein Kündigungsgrund, wenn sich die Pläne im Laufe der Zeit ändern.

Tiere: In einigen Mietverträgen ist geregelt, dass der Mieter seinen Vermieter um Erlaubnis fragen muss, wenn er etwa einen Hund oder eine Katze halten will. "Wer schon bei der Wohnungsbesichtigung ein Tier hat, sollte dies von Anfang an mitteilen", rät Ropertz. Sonst könnte dies später Ärger geben. Falschangaben können unter Umständen zu rechtlichen Konsequenzen wie einer Kündigung führen.

Bewohner: Mieter müssen die Wahrheit sagen, wenn es darum geht, wer tatsächlich in eine Wohnung einzieht. "Auskünfte dazu, wie groß die Familie aktuell ist und wer alles einzieht, müssen stimmen", sagt Ropertz. Denn lebt ohne Wissen des Vermieters eine weitere Person dauerhaft in der Wohnung - also länger als etwa sechs Wochen - gilt: "Mieter müssen den Vermieter um Erlaubnis fragen", sagt Ropertz. Der Grund: Die Anzahl der Bewohner kann sich unter Umständen auf die Berechnung der Nebenkosten auswirken. Wer sich nicht daran hält, provoziert unter Umständen eine Kündigung.

Schufa: Meist wollen Vermieter wissen, ob man sich die Wohnung leisten kann und verlangen dafür eine Bonitätsauskunft. "Streng genommen dürfen sie nur danach fragen, wenn sie auch wirklich mit dem Interessenten einen Vertrag schließen wollen", erklärt Ropertz. In der Praxis würden die Angaben aber meist pauschal von jedem Bewerber angefordert. Interessenten müssten dem Vermieter aber längst nicht alle sensiblen Daten aushändigen. Eine einfache Selbstauskunft reiche aus. Diese kostet allerdings knapp 25 Euro. Alternativ können Mieter einmal im Jahr kostenlos eine ausführliche Selbstauskunft anfordern, erklärt Ropertz. Das geht etwa bei Auskunfteien wie der Schufa oder bei Firmen wie Bürgel oder Boniversum. Dann könnten Mieter, die nicht alle Daten weitergeben wollen, einen Teil der Daten auf der Gesamtübersicht einfach schwärzen.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Bauen & Wohnen
DNN Immo

Neuer Partner und neue Wege für DNN-Immo! Wir kooperieren mit immonet.de mehr

Wimmelbild: Knacken Sie das spannende Mystery-Rätsel um tückische Feen und schusselige Hexen im Spieleportal von DNN.d e! mehr

  • 13. Februar

    Ob Gedenken, Täterspuren oder Menschenkette: Alle Infos finden sie in unserem Special zum 13. Februar in Dresden mehr

  • Semperopernball
    Semperopernball

    Alle Infos, alle Highlights, die schönsten Bilder - der Semperopernball in Dresden. mehr

  • Onlineabo

    "DNN-Exklusiv" heißt das Online-Premiumangebot der Dresdner Neuesten Nachrichten, dass Sie überall und rund um die Uhr nutzen können - zu... mehr

  • E-Paper
    E-Paper

    Mit unserem E-Paper-Abo können Sie die DNN in digitaler Form täglich im Original-Layout im Web oder auf Ihrem Tablet lesen. mehr

  • Magicpaper
    Magicpaper

    Wenn Sie an Beiträgen in der gedruckten DNN das Handy-Symbol entdecken, stehen ab sofort mithilfe der Magicpaper App zusätzliche digitale Inhalte f... mehr