Volltextsuche über das Angebot:

5 ° / 4 ° Regenschauer

Navigation:
Google+
So geht's: Architekten für Scheunen-Umbau finden

Bau So geht's: Architekten für Scheunen-Umbau finden

Mancher erbt sie, mancher muss mühsam danach suchen: Alte Bauerngebäude sind für viele Bauherren auf dem Land eine gute Alternative zum Neubau. Die ehemaligen Gewerbeobjekte lassen sich in moderne Bauten umwandeln - dafür braucht es aber Experten-Hilfe.

Voriger Artikel
Vermieter müssen Fristen bei Heizkostenabrechnung einhalten
Nächster Artikel
Gegen Schweiß und Schuppen: Kissen richtig pflegen

Äußerlich hat sich nicht viel an der alten Scheune im sächsischen Frankenthal getan - so sah sie auch um 1900 herum aus. Das darin heute eine Familie wohnt, zeigen die Terrassenmöbel und das Kinderspielzeug vor dem Haus.

Quelle: KfW/Claus Morgenstern

Düsseldorf. Jeder ungewöhnliche Umbau braucht gute Fachleute, zum Teil brauchen diese dann noch ganz spezifische Qualifikationen und Erfahrungen. Wer eine alte Scheune erbt oder kauft, sollte die Umnutzung in ein Wohnhaus daher gut geplant angehen. Ein paar Hinweise für künftige Bauherren:

Wie komme ich an so ein altes Bauerngebäude?

Landwirtschaftliche Gebäude, ob Wohnhaus oder Scheune, werden oft vererbt. Wer das Glück nicht hat, kann sich an die örtlichen Behörden wenden, die vielleicht Verkäufer kennt. Manchmal gibt es regionale oder überregionale Vereine, wie die

Interessengemeinschaft Bauernhaus. Sie bietet auch eine Hausbörse an. Viele Immobilienportale haben ebenfalls spezielle Rubriken.

Wie gehe ich den Umbau an?

"Solche Spezialhäuser sollte man nicht ohne einen darin erfahrenen Experten mit Referenzen umbauen", betont Peter Burk, Fachbuchautor für die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen. "Bei einer gut erhaltenen, alten Scheune kann man schnell im Bereich des Denkmalschutzes unterwegs sein." Dann muss auch die Denkmalschutzbehörde eingeschaltet werden, die Vorgaben macht.

Wie finde ich einen guten Architekten?

Gut muss hier heißen: qualifiziert und erfahren im Umbau alter Bauerngebäude. "Man kennt ja oft solche umgebauten Gebäude in der Region, ob das nun ein altes Haus oder eine Mühle ist - einfach den Besitzer ansprechen", empfiehlt der Bauexperte Burk. "Und fragen Sie ruhig konkret: Wie war die Zusammenarbeit?" Alternativ rät er, sich im Internet und Telefonbuch 15 bis 20 Architektenbüros zu suchen und anzufragen, ob sie so eine Sanierung schon durchgeführt haben. Auch dann sollte man sich noch mit den Bauherren unterhalten. Manchmal haben auch die Denkmalschutzbehörden entsprechende Tipps. Wichtig: Der Architekt sollte sein Büro möglichst maximal 30 bis 40 Kilometer von der Baustelle entfernt haben.

Was kostet ein Architekt?

Diese Ausgaben kann man vorher berechnen. Denn Architekten sind in Deutschland an die Honorarordnung für Architekten und Ingenieure (HOAI) gebunden. Die darin festgelegten Sätze sind verbindlich, sie beziehen sich auf die Baukosten inklusive Installationen. Aber es kann unangenehme Überraschungen geben, denn die HOAI hat Sonderregelungen und ist insgesamt eher unübersichtlich. So darf der Architekt bei Umbauten pauschal 20 Prozent aufschlagen, erklärt Burk. Es sind sogar bis zu 33 Prozent für Gebäudeumbauten und bis zu 50 Prozent für Innenumbauten möglich, wurde das schriftlich vorher vereinbart.

Und dann gibt es noch Zuschläge für die mitverarbeitete Bausubstanz. Werden bei alten Häusern etwa die Fenster ausgetauscht, kann es sein, dass auch die Laibung betroffen ist. Für diesen Planungsaufwand verdient der Architekt mehr. "Das Problem ist, dass die HOAI sehr komplex und für Laien nur schwer verständlich ist", sagt Burk. Er rät daher, sich vom Architekten vor Vertragsabschluss alle Grundlagen zur Berechnung seiner Kosten transparent vorlegen zu lassen. "Man kann schnell auf eine Summe über 15 Prozent der Baukosten kommen, die dann schlagartig weiter anwächst, ganz einfach weil durch die Addierung der mitverarbeiteten Bausubstanz zu den Umbaukosten die Erhebungsgrundlage für das Honorar massiv steigt."

Literatur:

Peter Burk: Vom gebrauchten Haus zum Traumhaus - Ausbauen, umbauen, anbauen. Verbraucherzentrale NRW, ca. 200 Seiten, 19,90 Euro, ISBN-13: 978-3-86336-062-7

Die neue Auflage erscheint am 26. Oktober 2015. Bestellbar unter www.vz-ratgeber.de sowie 0211 38 09 273.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Bauen & Wohnen
DNN Immo

Neuer Partner und neue Wege für DNN-Immo! Wir kooperieren mit immonet.de mehr

Wimmelbild: Knacken Sie das spannende Mystery-Rätsel um tückische Feen und schusselige Hexen im Spieleportal von DNN.d e! mehr

  • 13. Februar

    Ob Gedenken, Täterspuren oder Menschenkette: Alle Infos finden sie in unserem Special zum 13. Februar in Dresden mehr

  • Semperopernball
    Semperopernball

    Alle Infos, alle Highlights, die schönsten Bilder - der Semperopernball in Dresden. mehr

  • Onlineabo

    "DNN-Exklusiv" heißt das Online-Premiumangebot der Dresdner Neuesten Nachrichten, dass Sie überall und rund um die Uhr nutzen können - zu... mehr

  • E-Paper
    E-Paper

    Mit unserem E-Paper-Abo können Sie die DNN in digitaler Form täglich im Original-Layout im Web oder auf Ihrem Tablet lesen. mehr

  • Magicpaper
    Magicpaper

    Wenn Sie an Beiträgen in der gedruckten DNN das Handy-Symbol entdecken, stehen ab sofort mithilfe der Magicpaper App zusätzliche digitale Inhalte f... mehr