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Natürlich Wohnen: Zehn Tipps

Im Einklang mit der Natur Natürlich Wohnen: Zehn Tipps

Besser leben: Das wünschen sich viele. Dafür ist das Häuschen im Grünen natürlich das Optimum, aber möglich ist es nicht immer: deswegen müssen sich alle, die in der Stadtwohnung leben was einfallen lassen. Aber es ist möglich – unser Artikel gibt   zehn Tipps zum natürlichen Wohnen, egal wo.

Mit natürlichen Farben, Materialien und einer angenehmen Lichtsituation steigt das Wohlbefinden des Menschen um ein Vielfaches.

Quelle: fotolia.de ©2mmedia #118921476

1. Wohnen nach Feng Shui?

Die fernöstliche Einrichtungslehre ist auch hierzulande weit verbreitet. Wer ein gutes Raumklima haben möchte und Bekannten davon erzählt, wird sicherlich recht schnell von Bekannten auf Feng Shui gestoßen. Dennoch sollte nicht allem Glauben geschenkt werden, was über die Einrichtungslehre verbreitet wird. Es gibt einige Mythen, die die generellen Prinzipien herunterbrechen und sie verkitschen. Aber Sinn der Sache ist es sicherlich nicht, überall Winkekatzen, Bambuskissen und Kristalle zu platzieren – vielmehr geht es um einfache Wohnprinzipien, die das Wohlfühlpotenzial des Raumes ausschöpfen und eher nach Minimalismus als nach Kitsch streben . Denn der Mensch fühlt sich vor allem dann wohl, wenn die Luft frei durch den Raum strömen kann – und nicht überall von Staubfängern abgehalten wird. 

 2. Welche Materialien passen?

Materialen, die natürlich anmuten, sind vor allem Holz, Stein und Naturstoffe. Diese fördern das Wohlbefinden und erden. Durch möglichst natürliche Verarbeitung haben sie den Vorteil, dass keine chemische Gerüche abgegeben werden. Das ist positiv für das Wohnklima und die Gesundheit. Ein gesunder Mix aus Stein in Form von Fliesen oder Wandverkleidung, Holz für den Boden und als Werkstoff der Möbel und Naturstoffen als Bezug für Polstermöbel, die Fenstergestaltung und Dekoration überdies immer gemütlich.

Dabei sollte auf den Zweck des jeweiligen Raumes geachtet werden – Holzböden sind wärmer als Steinböden. Im Bad hingegen ist es sinnvoll, auf Steinfliesen zurückzugreifen, da ein Holzboden bei hoher Feuchtigkeit auf Dauer leidet. Hier und da kann durch Teppiche ein Extrapunkt Gemütlichkeit platziert werden – ein Schafsfell vor dem Bett greift das Thema „Natürlichkeit“ auf und sorgt für flauschig warme Füße.

3. Die passenden Farben

Vorneweg gesagt: Erlaubt ist, was gefällt. Allerdings gibt es Farben, die das Thema Natürlichkeit eher repräsentieren als andere . Dazu gehören vor allem erdige Töne wie Beige, Grau- und Brauntöne jeglicher Art, dazu Grün, Weiß und Creme sowie pastellige Töne, die sanfte Farbakzente setzen. Alles in allem geht es darum, den Raum nicht mit zu vielen Farben zu überladen, sondern ein stimmiges, rundes Farbkonzept zu wählen, dass die Stimmung des Raums definiert und Harmonie mit sich bringt. Harte Kontraste sind hier nicht erwünscht, vereinzelte Akzente in der gewünschten Farbe können aber für den Bewohner individuell ein Wohlfühlfaktor sein.

Dabei stehen die einzelnen Farben jeweils für ganz eigene Stimmungen und wirken anders auf das Gemüt. Hier gezielt auf die Wirkung der Farben zu setzen und jeden Raum nach seinem Zweck zu gestalten, ergibt Sinn und kann für den einen oder anderen entscheidenden Impuls sorgen.

 4. Ins richtige Licht setzen

Die Beleuchtung ist ein entscheidender Wohlfühlfaktor. Dabei wirkt natürliches Tageslicht am besten auf den Menschen, wohingegen grelles Neonlicht unangenehm sein kann und eher an Krankenhäuser und Industrie erinnert. Deswegen sind lichtdurchflutete Räume vor allem für Liebhaber von Natürlichkeit das Optimum. Akzente werden dann durch indirektes Licht oder punktuell durch helle Lampen gesetzt. Bei künstlichem Licht sollte Wert auf die Lichtfarbe gelegt werden. Warm-Weiß wirkt besonders wohnlich, während helles Tageslichtweiß vor allem die Konzentration fördert und - wie Sonnenlicht - anregend wirkt.

Wer nur wenig natürliches Licht in der Wohnung hat, sollte deswegen vor allem Tageslichtlampen verwenden und darauf achten, dass die kleinen Fenster nicht noch durch Deko-Elemente oder Pflanzen blockiert werden. Ansonsten lassen sich auch hier durch gezielten Einsatz von Lichtfarben das Wohlbefinden und die Stimmung des Bewohners lenken.

5. Organisch statt kantig: Inneneinrichtung

Wiesenblumen in einer Karaffe als Vase

Einfache Wiesenblumen werden durch die schicke Vase geadelt und sind eine einfache, natürliche Tisch-Deko, die die Natur ins Haus bringt.

Quelle: fotolia.de ©Springfield Gallery #100550132

So wichtig wie die Lage des Hauses, die Farbwahl und die Lichtbeschaffenheit der Wohnung ist auch die Inneneinrichtung. Sowohl die Materialauswahl als auch die Auswahl von Formen haben hier einen entscheidenden Einfluss. Organische Formen, wie sie auch in der Natur vorkommen, setzen erneut den Akzent auf Natürlichkeit und Harmonie, während scharfe Ecken und Kanten eher Kontraste setzen und klare Linien zeichnen. Klare Linien wirken entsprechend aufgeräumt und organisiert so dass ein Büro zum Beispiel gut ausgestattet ist und Raum für Konzentration schafft. Organische Formen mit leichten Rundungen hingegen unterstreichen die Gemütlichkeit und machen wohnlich. Auch ein Mix aus beidem kann ansprechend sein und die richtige Stimmung verbreiten.

Ansonsten gilt bei der Einrichtung: Weniger ist mehr. Wenn der Wald vor lauter Bäumen nicht mehr zu sehen ist, ist was schief gelaufen. Ein gesunder Minimalismus wirkt hingegen aufgeräumt und macht Raum für das Leben, für Ideen und Kreativität. Mit natürlichen Materialien wird außerdem die Raumluft nicht belastet.

6. Dekoration – weniger ist mehr

Wie bei der Inneneinrichtung gilt auch hier: Weniger ist mehr. Saubere Flächen wirken vor allem dann clean und aufgeräumt, wenn nicht überall Staubfänger herumstehen. Leere Wände mit Bildern aufzufüllen und der Wohnung so Leben einzuhauchen , ist hingegen eine gute Idee. Ein gesunder Mix aus ruhigen und lebendigen Motiven ist dabei ein Anhaltspunkt.

Frische Schnittblumen bringen über alle Jahreszeiten hinweg die richtige Stimmung ins Haus. Eine tolle Idee: Beim Sonntagsspaziergang einfach am Wegesrand Wildblumen pflücken, zu Hause schön arrangieren und frisch anschneiden. In einer Vase ist so zumindest die erste Hälfte der Woche von der Natur versüßt. Im Frühling sind frische Tulpen schön anzusehen und überall zu kriegen.

7. Außenanlagen optimal nutzen

Die Außenanlagen stellen einen wichtigen Teil des Konzepts „Natürlich wohnen“ dar – sie fallen jedoch bei jedem anders aus. Das Häuschen im Grünen kann schließlich einen großen Nutz- und Freizeitgarten haben, eine Terrasse zum Sitzen und einen ansprechend begrünten Vorgarten, während die Stadtwohnung mit Balkon weniger Platz zur Verfügung stellt. Aber selbst der kleinste Raum kann genutzt werden und verspricht schöne Momente. Ein Balkon beispielsweise bietet Platz für Tomatenstauden , die in erster Linie hochwachsen und an einen Stab gebunden nur wenig Platz benötigen. Wichtiger ist Sonne und viel Wasser. Auch ein Kräutergarten hat überall Platz – selbst das Fensterbrett kann dafür genutzt werden. Nahe des Pflanzenarrangements einen Sitzplatz zu gestalten, bringt näher an den Wunsch vom grünen Garten und die Pflanzen verbreiten meist noch einen angenehmen Duft dazu.

8. Mit Bepflanzung für Nahrung sorgen

Die Bepflanzung der Außenanlagen – sei es Balkon oder großer Garten – richtet sich natürlich nach der Größe. Während ein großer Garten genügend Platz bietet, um Nutzpflanzen, Blumen, Bäume und Büsche zu beherbergen, muss ein Balkon-Bepflanzer sich für eine Richtung entscheiden. Ein kleiner Kräutergarten, dazu ein paar Blümchen hübschen die Umgebung auf und bietet Abwechslung in der Küche. Mit der Blumenwahl kann übrigens viel Gutes getan werden: Die richtige Bepflanzung bietet Bienen und Schmetterlingen eine Nahrungsquelle. Im Internet oder in Gärtnereien kann gezielt nach bienenfreundlichen Pflanzen Ausschau gehalten werden.

Auch für „ Punkt 10: Natürlich Essen“, kann mit der Bepflanzung etwas getan werden. Denn wer nach dem Saisonkalender lebt, kann im Garten immer genau das ernten, was gerade Saison hat. Dafür ist im Garten natürlich mehr Platz, aber auch auf dem Balkon können Erdbeeren, Bohnen, Tomaten oder Pflücksalat heranwachsen.

Frisches Gartengemüse

Das Gemüse, was gerade in der Region geerntet werden kann, ist immer unbelasteter und weniger belastend für die Umwelt als das, was von weit her importiert werden muss. Deswegen ist es sinnvoll, sich nach dem Saisonkalender zu richten.

Quelle: fotolia.de ©Viktor Pravdica #86137647

9. Natürlich Leben

Wer den Wunsch verspürt, näher an der Natur zu leben, sollte nicht nur in der Wohnung etwas ändern. Denn neben der Wohnstätte kann auch das eigene Leben mehr in Richtung Natur ausgerichtet werden. Das fängt beim allgemeinen Verhalten den Mitmenschen gegenüber an und führt bis hin zum großen Thema „ Nachhaltigkeit“. Ressourcenschonend zu wirtschaften geht schließlich auch im Kleinen: Beim Einkauf lieber den Stoffbeutel mitnehmen, als jedes Mal eine Plastiktüte zu kaufen. Mit dem Fahrrad oder zumindest dem Bus zur Arbeit fahren, statt jedes Mal das Auto alleine zu besetzen. Fahrgemeinschaften bilden, die Natur wertschätzen – all diese Sachen stellen weniger Belastung für die Umwelt dar. Schritt für Schritt kann so jeder Einzelne dafür sorgen, dass noch viele Generationen etwas vom Planeten Erde haben werden.

10. Natürlich Essen

Das Essen auf die Natur auszurichten ist

a)    gesund und

b)    Ööologisch nachhaltig.

Dazu bietet der Saisonkalender einen guten Anhaltspunkt. Saisonales Obst und Gemüse muss schließlich keine weiten Wege zurücklegen, da es in der Region wächst. Biologisch angebaut ist es auch nicht von Schadstoffen belastet, so dass es sowohl für die Umwelt als auch für den eigenen Körper nachhaltig ist. Darüber hinaus hat Fleisch einen negativen Effekt auf die Umwelt, da die Rinderhaltung einen hohen CO ² Ausstoß zu verantworten hat. Langfristig den Konsum von Fleisch und Milchprodukten zu senken, hat also einen positiven Effekt.

Die Erkenntnis

Jeder muss den geeigneten Mittelweg finden: Fest steht jedoch, dass die Natur viel Gutes zu bieten hat so dass der Mensch gut tut, sich nur das zu nehmen was er jeweils benötigt, statt Raubbau an ihr zu treiben.

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