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In fünf Schritten zu den eigenen vier Wänden

Der Traum vom Eigenheim In fünf Schritten zu den eigenen vier Wänden

Ein eigenes Haus ist der Traum vieler Menschen. Doch egal, ob es gekauft oder gebaut werden soll: Ein Eigenheim ist eine der größten Investitionen im Leben und erfordert einiges an Planung und Vorbereitung. Die fünf wichtigsten Schritte, die auf dem Weg zu den eigenen vier Wänden beachtet werden sollten, werden im Folgenden näher vorgestellt.

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Quelle: pixabay.com © 13902 (CC0 1.0)

Schritt 1: Finanzlage prüfen und die richtige Finanzierung finden

Bevor ein Hauskauf oder ein Hausbau angegangen wird, müssen erst einmal die Kosten und deren Finanzierung gründlich durchdacht werden. Denn eine Immobilie kostet viel Geld. Am besten sollte der Erwerb oder der Bau daher lange im Voraus geplant werden – Interessenten fangen am besten früh genug mit dem Sparen an. So kann beispielsweise mit einem Bausparvertrag über längere Zeit auf das Eigenheim hin gespart werden. Auf diese Weise wird die Finanzierung deutlich erleichtert: Denn wer über einen höheren Eigenanteil an der Finanzierung des Kaufs oder Baus verfügt, bekommt leichter einen Kredit und profitiert von besseren Konditionen der Banken: Da die benötigte Darlehenssumme niedriger ist, sinkt die monatliche Belastung. Grundsätzlich wird empfohlen, dass die Anzahlung etwa zehn bis 20 Prozent der Kreditsumme ausmachen sollte.

Doch was ist der passende Kredit zur Finanzierung des Eigenheims? Mehrere Faktoren sind dabei zu berücksichtigen:

  • Die Höhe der Zinsen : Der jährlich anfallende Effektivzins belastet auf Jahre hinaus das eigene Budget und ist daher das erste Kriterium, das bei der Suche nach der geeigneten Finanzierung beachtet werden muss.
  • Die Laufzeit des Kredites : Angebote mit den niedrigsten Zinsen sind häufig die mit der kürzesten Laufzeit. Doch nur wenige Immobilien sind innerhalb von zehn Jahren komplett abbezahlt, sodass dann eine Verlängerung des Kredits fällig wird.
  • Die Tilgungsrate : Die Tilgungsrate sollte mindestens ein Prozent pro Jahr betragen. Sinnvoll ist es, wenn Sondertilgungen möglich sind. Denn jede zusätzliche Tilgung reduziert zukünftig die Höhe der Zinslast.

Es gibt Kreditinstitute, die speziell darauf ausgerichtet sind, die Menschen bei der Finanzierung der eigenen vier Wände zu unterstützen. Das trifft unter anderem auf Bausparkassen als Unterkategorie von Kreditbanken zu:

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Hier können Sparer ihre Sparbeträge in einem Fonds ansammeln, aus dem sie außer dem eigenen Sparguthaben ein Hypothekendarlehen zur Finanzierung eines Eigenheims oder zur Verbesserung ihrer Wohnung erhalten. Der Kredit ist daher an einen Bausparplan geknüpft (Bausparvertrag). Quelle: http://www.financescout24.de/wissen/ratgeber/kreditbanken

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Grundsätzlich können die Bedingungen für die Vergabe eines Kredites bei Kreditbanken auf die folgenden Punkte zusammengefasst werden:

  • Volljährigkeit
  • Wohnsitz in Deutschland
  • Ausreichende Bonität (etwa durch ein festes und regelmäßiges Einkommen)
Grafik: Maximaler Preis einer Immobilie in Dresden

Grafik: Maximaler Preis einer Immobilie in Dresden

Quelle: Grafik: Bauen.de

Gerade die Bonität ist hierbei wichtig – nur so kann sich das Kreditinstitut darauf verlassen, dass der Kreditnehmer den Kredit abbezahlt. Damit der Käufer oder Bauherr weiß, was er an Kosten für die Rückzahlung des Kredites finanziell bewältigen kann, ist es ratsam, eine detaillierte Übersicht über das Einkommen und die festen Ausgaben aufzustellen. Der Preis der Immobilie sollte auf jeden Fall mit dem eigenen Budget vereinbar sein.

Ein kleiner Tipp: Auch unvorhergesehene Ausgaben – etwa für Renovierungen im Fall eines Hauskaufs – müssen mit eingeplant werden. Nebenkosten wie Grunderwerbsteuer, Maklerprovision sowie Notar- und Gerichtskosten kommen ebenfalls dazu.

Schritt 2: Sich auf eine Lage festlegen und die Umgebung erkunden

Auch die Lage und Umgebung des müssen berücksichtigt werden. Bestenfalls passen diese immer zur Lebenssituation des Käufers oder Bauherren : Wer Kinder hat, sollte darauf achten, dass das Haus in der Nähe eines Kindergartens oder einer Schule liegt. Auch die Nähe zu Supermärkten oder Ärzten ist ein Vorteil – gerade für Leute, die kein Auto haben. In dem Fall sind gute Bus- oder Bahnanbindungen in der Nähe des Eigenheims entscheidend, um bequem mit den öffentlichen Transportmitteln überall hin zu gelangen.

Für viele Menschen ist es außerdem entscheidend, ob die Immobilie eher ruhig und im Grünen gelegen ist, oder an einer lauten Straße, wo die Lärmbelästigung sehr hoch sein kann. Menschen mit einem starken Ruhebedürfnis sollten sich nach einer Immobilie in einer eher ländlichen Gegend umschauen. Andere Menschen wohnen dagegen lieber in der Stadt, wo immer viel los ist. Ein weiterer Wohlfühlfaktor für viele Kaufinteressenten oder zukünftige Bauherren sind die Nachbarn: Wer potentielle Nachbarn unsympathisch findet, denkt möglicherweise lieber noch über der Kauf einer anderen Immobilie oder eines anderen Grundstücks nach. Denn wer für lange Zeit Haus an Haus wohnt, fühlt sich um einiges wohler, wenn er sich gut mit den Nachbarn versteht.

Einfamilienhaus Neubausiedlung plakativ

Häuschen im Grünen oder im Stadttrubel ? Die Lage sollte zur Lebenssituation passen.

Quelle: fotolia.com © magicbeam (#110774769)

Doch gerade die Suche nach dem richtigen Grundstück ist nicht immer einfach. Neben der Lage und Umgebung der Baufläche sind noch andere Faktoren zu berücksichtigen.

Dazu gehört zunächst einmal der Preis: Hier ist es wichtig zu wissen, dass nicht nur die Baufläche für das Haus, sondern auch die für Garten und Stellplätze mit eingerechnet werden müssen, denn jeder Quadratmeter kostet. Bevor ein Grundstück gekauft wird, müssen Bauherren beim zuständigen Stadt- oder Kreisbauamt klären, ob die Gemeinden hierfür Auflagen festgelegt haben. Dies ist im Bebauungsplan ersichtlich. Oft ist es beispielsweise so, dass nur eine bestimmte Prozentzahl der Fläche bebaut werden darf. Auch Vorgaben zu Material und Farben der Fassade und Dachziegel sind möglich.

Schritt 3: Den Hausbau sorgfältig planen

Der Vorteil des Hausbaus liegt darin, dass das Eigenheim dabei ganz nach den eigenen Vorlieben und Wünschen gestaltet werden kann. Allerdings sind mit einem Hausbau mehr Planung, Zeitaufwand und Kosten verbunden. Ist das passende Grundstück erst einmal gefunden, geht es also an die detaillierte Planung des Hausbaus.

  • Baukonzept erarbeiten : Wichtig ist es, dass sich Bauherren überlegen, ob sie das Haus mit einem Unternehmer schlüsselfertig bauen lassen wollen, oder die Planung – und bei handwerklich begabten Bauherren gegebenenfalls sogar den Bau – selbst übernehmen wollen. Eine Alternative ist es, in Eigenregie Handwerker wie Installateure, Dachdecker, Elektriker und Maler zu suchen. Wer bauen lässt, sollte sich in jedem Fall vertraglich absichern.
  • Haustyp und Bauweise wählen : Reihenhaus, freistehendes Haus, Fertighaus, Massivhaus – die Möglichkeiten sind vielfältig. Der gewählte Haustyp und die Bauweise sind jedoch eine weitreichende Entscheidung und sollten daher den eigenen Vorstellungen entsprechen.
  • Ausarbeitung der Planungsunterlagen: Ein Architekt kann dabei helfen, das Haus genauer zu planen. Egal, ob es um die Raumaufteilung und Raumgrößen geht, oder festgelegt wird, welches Material für Außen- und Innenwände sowie das Dach benutzt werden soll – die Planung eines Hausgrundrisses erfordert sehr viel Vorbereitung. Auch über Dinge wie die Energieeffizienz und die Entwässerung sollten sich Bauherren Gedanken machen.
  • Bauantrag stellen: Anschließend kann der Architekt oder Generalunternehmer alle Unterlagen zusammenstellen und sie bei der zuständigen Behörde einreichen, damit dem Bauherrn eine Baugenehmigung erteilt werden kann.
  • Baustelle einrichten: Liegt die Baugenehmigung vor, muss die Baustelle eingerichtet und ausreichend gesichert werden. Der Baubeginn ist außerdem der Baubehörde mitzuteilen.

Sind diese wichtigen Punkte erledigt, steht dem Bau grundsätzlich nichts mehr im Weg, und der Traum vom Eigenheim wird innerhalb von etwa einem halben Jahr Realität.

Schritt 4: Beim Kauf den Zustand und die Haustechnik überprüfen

Wer dagegen nicht selber baut, sondern sich für den Kauf einer Immobilie entscheidet, muss sich nicht mit der zeitaufwändigen Planung beschäftigen. Allerdings ist es stattdessen wichtig, vor dem Erwerb des Hauses dessen Zustand und die der Haustechnik genauer zu überprüfen. Gerade, wer eine gebrauchte Immobilie kaufen will, sollte den Wert des Hauses durch einen Gutachter schätzen lassen. Das kostet zwar zusätzlich, ist aber in vielen Fällen eine große Hilfe: Besonders beim Kauf von Altbauten lauern oft Fallen, wodurch zusätzlich zum Erwerbspreis Kosten für nicht eingeplante Renovierungen anfallen können.

Renovierungsbedürftiges Dach: Ziegel fallen

Bei einem Altbau fallen oft zusätzliche Kosten für die Renovierung an.

Quelle: fotolia.com © oxie99 (#90321809)

So kann es bei Altbauten etwa vorkommen, dass sich Schimmel an den Wänden befindet oder das Dach neu gedeckt werden muss. Außerdem ist darauf zu achten, dass die Haustechnik auf dem neuesten Stand ist. Hierzu zählen beispielsweise Belüftungssysteme sowie Heizungs- und Elektroinstallationen, wie das Alter der Heizungsanlage oder der elektrischen Leitungen. Wenn die Fenster zu alt und daher nicht gut isoliert sind, wirkt sich das negativ auf die Energieeffizienz der Immobilie aus und eine Sanierung der Fenster ist erforderlich. Auch kann es bei Altbauten passieren, dass die Wärmedämmung nicht auf dem neuesten Stand ist und das Haus energetisch saniert werden muss. Denn um nach dem Kauf keine zu hohen Folgekosten zu haben, ist die energetische Beschaffenheit des Altbaus wichtig. Der Energieausweis gibt Auskunft über den ungefähren Energiebedarf der Immobilie und dient somit als Kriterium für den Wert des Hauses.

Schritt 5: Die eigenen vier Wände einrichten

Wenn der Bau des eigenen Hauses abgeschlossen ist oder die Immobilie erworben wurde, ist der Traum vom Eigenheim bereits zum Greifen nah. Doch erst durch die Einrichtung bekommen die eigenen vier Wände eine ganz individuelle Note und werden bezugsfertig. Auch bei der Einrichtung haben die frischgebackenen Immobilienbesitzer unzählige Möglichkeiten und an einiges zu denken.

Moderne Inneneinrichtung: hellgraue Couch, helles Wohnzimmer

Möbel, Kissen, Teppiche und Vorhänge verleihen den eigenen vier Wänden eine persönliche Note.

Quelle: pixabay.com © photo-graphe (CC0 1.0)
  • Bodenbeläge: Fliesen, Parkett, PVC, Teppich oder doch Laminat? Dies sind nur einige Beispiele für mögliche Bodenbeläge, die alle ihre Vor- und Nachteile haben. Hier kommt es auf die individuellen Vorlieben an. Laminat beispielsweise ist günstig und pflegeleicht, Teppichboden ist besonders gemütlich und ebenfalls preiswert. Parkett ist teurer, sieht aber elegant aus.
  • Wandgestaltung: Hierbei müssen sich die Hausbesitzer nicht nur zwischen verschiedenen Materialien wie Tapete, Vlies oder Wandfarbe, sondern auch zwischen unterschiedlichen Farben und Motiven entscheiden. Zudem können die Wände mit Bildern und Postern ganz individuell gestaltet werden.
  • Möbel: Einbauküche, Kleiderschrank, Sofa, Bett und Co. machen das Heim erst komplett. Auch hier haben die Hausbesitzer die Qual der Wahl. Grundsätzlich sollten die Möbel ihren eigenen Vorlieben entsprechen – etwa in Bezug auf das Design, das von rustikal bis modern reichen kann. Doch Möbel sollten nicht nur gut aussehen, sondern vor allem pflegeleicht und funktional sein.
  • Dekoration: Dekoartikel wie Vasen, Bilder und Leuchten sorgen für den letzten Schliff in den eigenen vier Wänden. Die Immobilienbesitzer können sich dabei ganz an ihrem persönlichen Geschmack orientieren – so wird das Haus zum Zuhause.
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