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Stürze am ersten Radfahrertag auf Provisorium neben der Albertbrücke

Stürze am ersten Radfahrertag auf Provisorium neben der Albertbrücke

Seit gestern können Radfahrer und Fußgänger die neue Interimsbrücke neben der Albertbrücke nutzen, um die Elbe zwischen der Neustadt und der Johannstadt zu überqueren.

Baubürgermeister Jörn Marx (CDU) und der Leiter des Straßen- und Tiefbauamtes der Stadt Reinhard Koettnitz kamen anlässlich dieses Termins um 9 Uhr selbst per Fahrrad zu der Brücke. Freigeben mussten sie das Bauwerk aber nicht mehr. Radfahrer auf dem Weg in Richtung Uni hatten die Stahlkonstruktion zu dieser Zeit längst in Besitz genommen.

"Bürgermeister Jörn Marx ließ es sich ... nicht nehmen, selbst mit dem Rad über die fertiggestellte Behelfsbrücke an der Albertbrücke zu fahren", stand in der Pressemitteilung der Stadt zur Fertigstellung des Bauwerks. Das ersparte sich Marx, schließlich war die Brücke gestern gegen 9 Uhr gefährlich glatt. Direkt vor dem Baubürgermeister und vor Amtsleiter Koettnitz stürzten Radfahrer, mindestens eine Handvoll insgesamt während des kurzen Pressetermins. Koettnitz: "Das haben wir unterschätzt, Reifglätte ist bei Brücken immer problematisch." Noch vom Pressetermin aus rief er bei Winterdienst an und orderte Split für die Brücke. Der soll künftig Radfahrerstürze vermeiden helfen.

Das Provisorium selbst ist fünf Meter breit, der Boden besteht aus Holzbohlen. Etwas gewöhnungsbedürftig sind die Zufahrten beiderseits der Stahlbrücke. Auf Neustädter Seite führt die offizielle Zufahrt über ganz neue Straßenquerungen mit Ampeln, die von der Mittelinsel zwischen der Hoyerswerdaer Straße und der verlängerten Glacisstraße abgehen. Auf Altstädter Seite müssen Radfahrer in Richtung Neustadt zuerst das Käthe-Kollwitz-Ufer queren und dann die Albertbrücke, sie stehen also an zwei Ampeln.

Fünf Monate lang hat der Bau der Interimsbrücke gedauert und 2,3 Millionen Euro gekostet. Sie soll vier Jahre lang stehen, wie Baubürgermeister Jörn Marx Ende Oktober angekündigt hat. Abgebaut wird sie erst, wenn die Sanierung der Stein-Albertbrücke abgeschlossen ist. Jetzt werden die Radwege von der Steinbrücke entfernt, in zehn Tagen sollen dann zwei Autospuren pro Richtung zur Verfügung stehen.

Auch zum Streit über die Sanierungspläne für die Albertbrücke, bei dem es jetzt um die Radwegbreiten geht (DNN berichteten am Freitag), äußerte sich Marx gestern. Der Stadtrat habe den Auftrag erteilt zu prüfen, ob die Radwege breiter werden könnten als geplant, so der Baubürgermeister. Das sei in einer ersten Prüfrunde abgelehnt worden, erklärte Koettnitz.

Die SPD hatte gemeinsam mit den Grünen moniert, die Stadt plane schmalere Radwege als der Stadtrat beschlossen hat. SPD-Fraktionsgeschäftsführer Axel Bergmann legte gestern auf DNN-Anfrage nach. "Aus unserer Sicht war das kein Prüfauftrag", sagte Bergmann, die Stadt sei beauftragt worden, breitere Radwege zu bauen, wenn das den Förderrichtlinien für den Straßenbau entspricht.

Keinen Widerspruch gab es von Marx gestern zu einem anderen Brückenthema. "Das ist schon richtig", räumte er ein, dass die Waldschlösschenbrücke erst im Oktober 2012 fertig wird. Bislang hieß es, die Brücke soll im Frühjahr frei gegeben werden. Koettnitz sagte dazu, es sei ohnehin kein Fertigstellungstermin vertraglich vereinbart worden. Christoph Springer

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