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Dresdner Oldtimerhandel - Sommerautos und Sammlerstücke

Dresdner Oldtimerhandel - Sommerautos und Sammlerstücke

Nachdem am Wochenende VW mit handverlesenen Gästen den zehnten Phaeton-Geburtstag gefeiert hat, legte gestern der "Dresdner Klassiker Handel" nach, ein nicht minder exklusives Auto-Unternehmen an der Königsbrücker Straße.

Autostadt Dresden.

Von christoph Springer

Die glänzenden Liebhaberstücke, die dort zu haben sind, können leicht das Doppelte eines Phaeton kosten, aber auch Oldtimerfans mit kleinem Geldbeutel kommen mit etwas Glück auf ihre Kosten.

Seit 2008 gibt es das Unternehmen auf dem Gelände der "Zeitenströmung". Dort, sozusagen zwischen Armeemuseum und Industriegelände, verkaufen Geschäftsführer Thomas Richter und sein Kollege Jörn Finkbeiner alte Autos im Topzustand, vor allem Fahrzeuge der Marken Porsche und Mercedes. Osteuropäische Autos sind kaum gefragt, BMW und Opel ebenfalls nur selten, englische Klassiker dagegen schon eher. Also stehen in der ehemaligen Werkhalle neben glänzenden Cabrios, Sportwagen und Limousinen der deutschen Nobelhersteller auch Schätzchen von der Insel.

"Wir haben in diesem Jahr etwa 60 Autos verkauft", berichtet Thomas Richter. Dank Rallyes wie der "Sachsen Classic", die im Sommer vier Tage lang auf dem Gelände der Zeitenströmung Station machte und der "Legends of Speed", eine Rallye für historische Renn- und Sportfahrzeuge, wurde der Name weit über die Grenzen der Stadt hinaus ein Begriff für Oldtimerfans, ist Richter überzeugt. "Bei der Sachsen Classic haben wir auch vielen Fahrern bei kleinen Problemen an ihren Autos geholfen", berichtet Jörn Finkbeiner, damals im August sei in der Oldtimerwerkstatt praktisch täglich von 6 bis 24 Uhr gearbeitet worden.

Finkbeiner ist für die Beschaffung der Autos zuständig, die dann in der Werkstatt überarbeitet und schließlich an Oldtimer-Liebhaber weiterverkauft werden. Die müssen gar nicht unbedingt einen extrem prall gefüllten Geldbeutel haben, um sich solch ein rollendes Museumsstück leisten zu können, verraten die Preisschilder an den Fahrzeugen. Bei etwas mehr als 10000 Euro beginnen die Angebote, dafür gibts zum Beispiel einen Top gepflegten Uralt-Volvo. Zum Porschefahrer kann man für reichlich 25000 Euro werden, die Preisspanne reicht letztlich aber bis in den sechsstelligen Bereich. Weit über 100000 Euro kostet der eifarbene Jaguar E-Type, etwa ebensoviel ein spezielles Mercedes-Cabrio, das aus den 50er Jahren stammt, noch nie überholt wurde und dennoch im Topzustand ist. Finkenbeiner hat dieses Auto in Schweden aufgetrieben. Nun wartet es auf einen neuen Besitzer. "Manche fahren ihre Oldtimer wenigstens im Sommer täglich", berichtet Richter, andere Kunden kaufen sich zwar solch ein Schätzchen, "lassen dann aber den Zündschlüssel gleich da". Richter umschreibt damit jene solventen Oldtimerfans, die ein solches Auto als Wertanlage nutzen. Auch die kommen - wie offenbar die Phaetonfahrer - gern nach Dresden, weiß der Oldtimerhändler.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 20.12.2011

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