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Der Radeberger Paul Winkler bastelt sein eigenes Vergleichsportal für Reparaturkosten

Der Radeberger Paul Winkler bastelt sein eigenes Vergleichsportal für Reparaturkosten

So wie dem 19-jährigen Paul Winkler ist es bestimmt vielen schon ergangen. Man feiert den 18., macht dann irgendwann den Führerschein, kauft sich ein Auto, und alles ist gut.

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Du hast Angst, dass dir die Autowerkstätten zu viel Geld aus der Tasche ziehen? Dank Paul Winkler kannst du dich jetzt vorher im Internet informieren.

Quelle: Darrelmann

Bis es dann plötzlich anfängt, rumzuzicken und nicht mehr läuft, wie es eigentlich soll. Also macht man sich auf zur Autowerkstatt seiner Wahl, lässt sich von den qualifizierten Kfz-Mechanikern alles reparieren und dann, ja dann bekommt man früher oder später die Rechnung präsentiert. Und die fällt mitunter recht saftig aus.

Sind die Scheinchen erst einmal aus dem Portemonnaie, steht schnell die Frage im Raum: Hab ich jetzt nicht zu viel bezahlt? So ging es auch Paul, der sich daraufhin im Internet über Autoreparaturkosten informieren wollte. Aber der Radeberger fand nichts wirklich Brauchbares. Da er sich aber bereits früher für Informatik interessierte und somit etwas Erfahrung mit dem Programmieren von Websites hatte, kam ihm eine Idee: Paul erstellte einfach selbst ein Vergleichsportal für Reparaturpreise. Das Ergebnis von drei Monaten aufwendiger Arbeit ist seit März kostenlos im Internet unter www.deine-autoreparatur.de zu finden.

Und wie funktioniert das Ganze? Ganz einfach! Zuerst ist es natürlich von Interesse, was am eigenen Auto im Argen liegt. Hat der User dies eingegeben, wird ihm angezeigt, was andere für eine Reparatur desselben Schadens bezahlt haben - und vor allem wo sie so richtig blechen mussten. Damit kann man gleich von vornherein einen großen Bogen um die teuren Werkstätten machen.

So richtig laufen kann dieses System aber natürlich nur, wenn es Leute gibt, die ihre Rechnungen einspeichern. Zum einen erhält man so selbst einen Vergleich seiner Kosten, zum anderen werden die Rechnungen in einem Tool gesammelt. Auf diese Weise häuft sich immer mehr Material zum Auswerten an - je mehr Leute mitmachen, desto besser funktioniert also die Seite. Aber mit zu wenig Zulauf hat Paul keine Probleme. "Das Projekt wird viel genutzt und ich bekomme auch oft ein sehr positives Feedback, sowohl von Freunden, aber noch viel mehr von Fremden, die aus dem Vergleichsportal einen großen Nutzen gezogen haben", erzählt der 19-jährige Informatik-Freak.

Natürlich verwendet er seine Kreation gern auch selbst, wenn sein Wagen mal wieder nicht ganz so mitspielt. Nachdem sich sein Portal als großer Erfolg herausgestellt hat, machte Paul sein Hobby zum Beruf. Er arbeitet nun seit einigen Monaten selbstständig als Webdesigner für diverse Arbeitgeber, denen er eine Website nach deren Vorstellungen erstellt. Ab Oktober wird der Radeberger dann auch die Studienbank drücken und Wirtschaftswissenschaften studieren. Die Grundlagen dafür hat er ja bereits.

www.deine-autoreparatur.de

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 16.09.2011

Jonathan Seffer

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