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Verletzungsanfällig: Der Ford S-Max als Gebrauchter

Verkehr Verletzungsanfällig: Der Ford S-Max als Gebrauchter

Es ist natürlich Marketing, wenn Ford behauptet, mit dem S-Max 2006 den ersten Sportvan auf die Räder gestellt zu haben. Denn ein Sportwagen ist der Van längst nicht. Aber der rasante Anspruch ist der Großraumlimousine anzusehen.

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Das sportliche Blechkleid kann beim Ford S-Max nicht über seine hohe Pannenquote hinwegtäuschen. Foto: Ford

Berlin. Der Ford S-Max 2006 ist schnittig gezeichnet, viele würden es gefällig nennen. Das gelingt bei einem Van nicht immer. Doch mit Blick auf die ADAC-Pannenstatistik zeigt er sich als ein eher unzuverlässiges Auto. "Noch nicht ganz auf der Höhe": So überschreibt der Autoclub das Kapitel S-Max in seiner Reihe "ADAC Gebrauchtwagentest".

Das Auto biete zwar viel Raum und sei gut verarbeitet, leide aber immer noch an zu vielen Mängeln. In der aktuellen ADAC-Pannenstatistik zeige sich für den S-Max ein eher negatives Bild, urteilt der Club. Das Modell weise eine hohe Pannenquote auf, die erst ab der Erstzulassung 2011 etwas geringer werde, aber immer noch unterdurchschnittlich bleibe.

Als Schwerpunkte nennt der ADAC verstopfte Dieselpartikelfilter für die Baujahre 2011 bis 2014, elektrische Fehler im Motormanagement (2008 bis 2014) und defekte Kraftstoffpumpen (2007 bis 2010). Unter anderem auch streikende Luftmassenmesser machten Probleme bei von 2012 und 2013 gefertigten Autos sowie defekte Wegfahrsperren (2007 bis 2013). Anhaltende Probleme mit Ventilen der Bremskraftunterstützung führten zu zwei Rückrufen in den Jahren 2008 und 2009. Betroffen waren insgesamt rund 35 000 Fahrzeuge.

Das Abschneiden bei der Kfz-Hauptuntersuchung (HU) würde nicht auf die Pannenanfälligkeit hindeuten. Denn auf dem Prüfstand schneidet er vergleichsweise gut ab, wie der "TÜV Report 2016" festhält. Einige Bauteile sollte man dennoch unter die Lupe nehmen: Lenkung, Spurstangenköpfe und Achsaufhängung fallen recht häufig negativ auf. Auch die Heckleuchten haben Aussetzer. Die Bremsen kommen dagegen insgesamt gut weg, wobei man die Scheiben auch bei jungen Modellen checken sollte.

Das Kapitel S-Max begann Ford 2006. Das Modell mit den regulär fünf Einzelsitzen ist der zweitgrößte Van im Portfolio, unter ihm rangieren der C-Max und der B-Max sowie dessen Vorgänger, der Fusion. Der optionale Siebensitzer ist knapp 4,80 Meter lang und basiert auf dem Mittelklassemodell Mondeo. Im Frühjahr 2010 verabreichte Ford dem Van eine Modellpflege, die vor allem Designänderungen an Front und Heck brachte. Die Motoren wurden auf die Abgasnorm Euro 5 getrimmt. Seit Ende 2015 ist die zweite, nochmals dynamischer gezeichnete zweite Modellgeneration im Verkauf.

Unter der kurzen Vanhaube arbeiten Vierzylinder-Benziner mit 107 kW/145 PS bis 176 kW/240 PS. Ein zwischen 2006 und 2010 angebotener Fünfzylinder bringt es auf eine Leistung von 162 kW/220 PS. Zwischen 2008 und 2012 war auch eine Flexifuel-Version im Verkauf, die mit Ethanol betrieben werden kann. Die Dieselaggregate der ersten Generation kommen auf 85 kW/115 PS bis 147 kW/200 PS. Meistverkaufter Motor ist der Diesel mit 103 kW/140 PS.

Wer einen solchermaßen bestückten Van etwa von 2012 sucht, kann zu Preisen von durchschnittlich 17 750 Euro für die Ausführung 2.0 TDCi DPF Automatik Titanium X fündig werden. Als typische Laufleistung für so ein Auto gibt die Schwacke-Liste 85 200 Kilometer an. Mit noch 10 600 Euro wird der S-Max 2.0 Flexifuel Trend mit 107 kW/145 PS von 2010 geführt (88 800 Kilometer). Wer einen recht jungen Benziner sucht, sollte zum Beispiel beim 1.6 EcoBoost Start Stopp System Titanium X von 2014 mit 118 kW/160 PS um die 22 550 Euro kalkulieren. Schwacke nennt eine typische Laufleistung von 38 700 Kilometern.

dpa

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