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Gewichtiges Gefährt - Der Outlander als Gebrauchter

Verkehr Gewichtiges Gefährt - Der Outlander als Gebrauchter

Der Mitsubishi Outlander ist eigentlich unauffällig - wirkt jedoch so schwer und wuchtig wie seine großen Verwandten. Bis auf einige Kleinigkeiten fährt der SUV jedoch auch als Gebrauchtwagen praktisch pannensicher.

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Sein Gewicht macht dem Outlander zu schaffen: Die Spurstangenköpfe sind zu schwach ausgelegt und die Bremsscheiben machen Ärger. Foto: Mitusbishi

Berlin. Beim Mitsubishi Outlander besteht Verwechslungsgefahr: Man könnte ihn für einen der Großen halten, er ist schwer und wirkt wuchtig. Doch bei einer Gesamtlänge von 4,60 Metern zählt er zu den Kompakt-Geländewagen. Man muss also genau hinschauen.

Das gilt auch für Interessenten, die sich einen Gebrauchten des japanischen Modells zulegen wollen. Das Auto ist im Grunde unauffällig, was in technischer Hinsicht ein gutes Urteil ist. Doch seine zwei Tonnen Gewicht bringen Nachteile: Viele Modelle der von 2007 bis 2013 verkauften zweiten Generation kranken an für massige Geländewagen typischen Mängeln. Der "TÜV Report 2016" nennt in erster Linie zu schwach dimensionierte Spurstangenköpfe. Ab einem Fahrzeugalter von fünf Jahren, ab der zweiten Kfz-Hauptuntersuchung (HU) also, trete dieser Mängel überdurchschnittlich oft auf. Auch die Bremsscheiben geben Anlass zu Ärger, bei vielen Outlandern ab der dritten HU.

Weil die Zulassungszahlen niedrig sind, taucht das Modell in der Pannenstatistik des ADAC nicht auf. Trotzdem hat der Club einige Erkenntnisse gesammelt. Als wenige Schwerpunkte des ansonsten pannensicheren SUVs nennt er entladene Batterie bei den Baujahren 2007 bis 2008 sowie abgerutschte Turboladerschläuche bei Modellen mit dem 2.0 DI-D bis zum Jahr 2007.

Von insgesamt vier Rückrufen war die zweite Outlander-Generation betroffen. Beispielsweise im April 2008 mussten knapp 1200 Fahrzeuge wegen fehlerhafter Motorsteuerung nachgebessert werden. Bei Exemplaren des Bauzeitraums bis Januar 2008 konnte sich das Triebwerk bei besonderer Fahrweise ungewollt abschalten.

Anders als Gelände-Urgesteine wie der Pajero, ist der Outlander bei Mitsubishi eine recht junge Erscheinung. 2001 am Heimatmarkt eingeführt, feierte das SUV seine Europapremiere im Jahr 2003. Für die ab 2007 verkaufte zweite Auflage kooperierte der Hersteller mit Peugeot und Citroën, die die im Design variierten, ansonsten aber baugleichen Modelle 4007 und C-Crosser brachten. Erstmals wurde der Outlander auch mit Dieselmotor angeboten, zunächst mit einem veralteten Pumpe-Düse-Selbstzünder, später mit einem Common-Rail, der mit einem Doppelkupplungsgetriebe kombiniert werden konnte.

Vorzüge des mit Front- oder Allradantrieb ausgelieferten Outlanders beim Nutzwert sind die verschiebbare Rückbank und die zwei optionalen Zusatzsitze, die das Modell für sieben Personen rüsten. Seit 2012 ist die dritte Generation bei den Händlern. Unter der Motorhaube arbeiten konventionelle Verbrenner. Den modernen Plug-in-Hybrid-Antrieb führte Mitsubishi erst mit dem Nachfolger ein. Die Ottomotoren decken ein Leistungsspektrum von 108 kW/147 PS bis 125 kW/170 PS ab. Die Dieselaggregate bringen es auf mindestens 103 kW/140 PS, maximal geben sie 130 kW/177 PS ab. Bei den Motoren handelt es sich ausschließlich um quer eingebaute Reihenvierzylinder.

Günstigster Outlander der Baureihe CWO ist ein 2.4 4WD Inform mit 125 kW/170 PS von 2007, für den die Schwacke-Liste einen durchschnittlichen Preis von 8550 Euro und eine Laufleistung von 104 200 Kilometer nennt. Noch um die 17 500 Euro muss einplanen, wer einen fünf Jahre jüngeren, bereits gelifteten Outlander 2.2 Di-D 2WD Invite mit 110 kW/150 PS sucht (63 700 Kilometer). Für einen älteren Diesel, etwa den 2.2 Di-D 4WD Instyle mit 115 kW/156 PS von 2008, müssen noch um die 13 200 Euro einkalkuliert werden. Solche Autos haben durchschnittlich einen Kilometerstand von gut 126 000 Kilometern.

dpa

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